Überspannungsschutz für eine Wohnung

Hallo, ich würde gerne eine gesamte Wohnung mit Überspannungsschutz ausstatten.

Welche bezahlbare Möglichkeit gibt es da?

Überall Überspannungsschutz-Steckdosenleisten finde ich nicht sehr ästhetisch.
Eine Lösung mit Unterputzsteckdosen mit Überspannungsschutz wäre unbezahlbar. Da habe ich lediglich ein Produkt, ca. 70 Euro je Steckdose, gefunden.

Kennt jemand eine günstigere oder andere Möglichkeit?

Danke

Hallo,
eine Antwort zur Frage selbst habe ich nicht.
Allerdings frage ich mich als Laie - denke mal an einen Überspannungsfall bei Abwesenheit und Kühlschrank / Gefrierschrank! Ich würde nicht alles so absichern.
Nur da, wo notwendig.

Danke

Bitte & Gruß

Naja, sind Kühlschrank und Gefrierschrank nicht auch schützenswert? Die könnten dann bei Spannugsschwankungen ausfallen - stimmt.
Da müsste man dann tatsächlich darauf achten, dass sich die Steckdosen wieder „einschalten“.

Momentan habe ich drei oder vier Überspannungsschutzleisten in der Wohnung. Aber mein Laptop hängt jetzt gerade wieder an ner ungesicherten Dose. Das ist einfach nur lästig und störend mit den Leisten.

Danke für den wichtigen Hinweis.

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Hallo,

Kennt jemand eine günstigere oder andere Möglichkeit?

mein Elektriker sprach mal von einer Möglichkeit, vor, im oder hinter dem zentralen Sicherungskasten oder an der Übergabestelle ins Haus einen solchen Schutz installiernenzu können.
Aber Details weiß ich nicht mehr.

Gandalf

Hallo,

ich würde gerne eine gesamte Wohnung mit
Überspannungsschutz ausstatten.

Hier: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberspannungsschut…
kannst Du Dich mal ein wenig einlesen.

Da ein Laie im Verteilerkasten nichts zu fummeln hat, solltest Du einfach mal einen Elektriker nach dem Stichwort Überspannungsschutz befragen. Da fängt der Schutz nämlich an. Ohne den sind Deine Verteilerdosen überfordert, wenn es mal richtig kracht.

Und eigentlich sollten Deine Geräte ausreichend geschützt sein, wenn sie ihr CE-Zeichen zurecht tragen. Nur, wenn Dir das aus irgendwelchen Gründen nicht ausreicht (oder Du Deinen Geräteherstellern mistraust) sind Deine Steckdosenleisten sinnvoll.

Gruß
loderunner

http://www.dehn.de/
Hier gibt es Vieles zu diesem Thema. Ein Kompletter Schutz ist aber nicht gerade preiswert und 100%ig leider auch net.

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Allerdings frage ich mich als Laie - denke mal an einen
Überspannungsfall bei Abwesenheit und Kühlschrank / Gefrierschrank! Ich würde nicht alles so absichern. Nur da, wo notwendig.

Naja, sind Kühlschrank und Gefrierschrank nicht auch schützenswert? Die könnten dann bei Spannugsschwankungen ausfallen - stimmts?

Momentan habe ich drei oder vier Überspannungsschutzleisten in der Wohnung. Aber mein Laptop hängt jetzt gerade wieder an ner ungesicherten Dose. Das ist einfach nur lästig und störend mit den Leisten.

Das mit dem Überspannungsschutz ist so eine Sache.
Gegen welche Überspannung willst Du absichern?
Du musst folgendes bedenken:

Es gibt Überspannungen im Netz, verursacht durch Schalthandlungen in den Umspannwerken und in den Netzen, durch Einwirkung von Gewittern (ohne direkten Blitzeinschlag in die Leitung), durch Blitzschlag in die Leitung (bei Erdkabeln kaum möglich) und durch Blitzschlag ins Haus. Und natürlich noch durch das Ein- und Ausschalten von Geräten in der Wohnung. Die haben unterschiedlich starke Wirkungen.

Aber: Gegen Blitzschlag im Netz treffen die Versorger schon gewisse Schutzmaßnahmen. Des Weiteren sind nicht alle Geräte gleichermaßen von Überspannungen bedroht. So sind Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Herde und Waschmaschinen relativ gering gefährdet. Elektronische Geräte sind eher gefährdet, aber die Hersteller sehen auch hier einen gewissen Überspannungsschutz vor (es ist nicht gut fürs Markenimage, wenn ein Gerät jedesmal, wenn Petrus hustet, seinen Geist aufgibt).

Andererseits gibt es extreme, aber auch extrem seltene Ereignisse, wie zum Beispiel den Blitzschlag ins Haus, gegen den bei einer normalen Gebäudeinstallation kein Kraut gewachsen ist.

Wenn man einen absoluten, 100%igen Blitzschutz haben will, so muss man die Gebäudeinstallation entsprechend planen und das ist teuer. Einen überschlägigen Eindruck erhältst Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberspannungsschutz

Auch ist zu bedenken, dass man mit der Angst der Leute vor einem Schadensfall richtig gut Geld machen kann. So sind viele recht windige „Überspannungsschutzgeräte“ auf dem Markt. Ich habe mal eine gegen Überspannung „geschützte“ Steckdosenleiste gesehen, deren ganzer Schutz in einem eingebauten Varistor bestand. Möglicherweise hätte das sogar gewirkt, denn es hätte eine gute Chance bestanden, dass der Blitz sich, wenn er da vorbeigekommen wäre, totgelacht hätte.

Die ganze Wohnungsinstallation 100%ig gegen alle nur möglichen Überspannungsfälle zu schützen, ist praktisch unmöglich. Sie gegen die meisten Überspannungsfälle zu schützen, ist sehr teuer. Wirtschaftlicher ist es, einzelne besonders gefährdete, Geräte zu schützen; und zwar nicht unbedingt durch Billig-Steckdosenleisten aus dem Baumarkt.

Wie ich das Thema handhabe?
Alle Geräte - außer PC (incl. aller Peripherie) - sind überhaupt nicht zusätzlich geschützt.
Die gesamte Stromversorgung des PC incl. aller Peripherie wie Drucker, DSL-Modem, externe Festplatten usw. wird zum Start des PC zweipolig eingeschaltet und nach Herunterfahren des PC automatisch (ohne weiteren Bedienereingriff) wieder abgeschaltet. Damit liegt es bei mir, ob diese Geräte bei Gewitter eingeschaltet sind oder nicht - manchmal sind sie es nicht, da ich mir die Wetterdienste ansehe.

Ich habe in den letzten 55 Jahren, seit ich eigene Elektrogeräte betreibe, noch keinen Störfall durch Überspannung gehabt und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind solche Störfälle auch noch nicht aufgetreten. Entweder habe ich bisher sagenhaftes Glück gehabt und dieses Glück hat auch auf meine Umgebung abgefärbt oder Schadensfälle durch Überspannung treten statistisch eher selten auf.

Ich habe in meiner Wohnung schon Phänomene beobachtet, die auf das gelegentliche Auftreten von Überspannungen schließen lassen. Im Winter liege ich gern früh im Bett und lese. Dabei habe ich meine „Bühnenbeleuchtung“ – zwei 150W Rotlichtstrahler über dem Bett – über Dimmer mit etwa 30% Leistung laufen. Das ist angenehm warm. Dabei ist mir ein gelegentliches Aufflammen der Strahler – so ein kurzer Blitz – aufgefallen. Ich führe das auf kurze Überspannungsimpulse zurück. Meine elektrischen Geräte hat das bisher nicht beeindruckt.

Ich hoffe, ich habe Dir geholfen und Dich nicht zu sehr verunsichert.

Gruß
merimies

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Danke für die Antworten.

Das Thema ist wohl doch etwas komplizierter als ich dachte.

Glaubte (hoffte) immer, meine Leisten gewinnen gegen Blitze.

Naja, eine mögliche Lösung habe ich nun und bin auch um ein Stück klüger.

Hallo Matthias,

stell dir mal vor, ein Blitz schlüge in das Fensterbrett deines Wohnzimmers ein, spränge von da durch die Fensterscheibe (die platzt sofort) auf den Heizkörper über und von dort weil die Heizungsrohre nicht durchgängig Kupfer sind sondern z.T. aus Kunststoff auf die am Boden liegenden Überspannungs-geschützten Mehrfachsteckdosen.

Dem Blitz, der vorher schon über hundert Meter von der Wolke aus zu deinem Fensterbrett zurückgelegt hat, kommt es auf die paar Meter auch nicht mehr an, er springt also über die Mehrfachsteckdosen auf dein Notebook über, bevor er sich Richtung WC in die Wasserleitung verabschiedet.

Von deinem Notebook findest du danach (Blitz: 10.000 bis 100.000 Ampère bei 10 bis 100 Millionen Volt) im besten Fall nur noch Schrott.

Gegen kurzfristige Überspannungen (1000 Volt) auf der Netzversorgerseite helfen diese Überspannungs-Schutz-Steckdosen schon, aber die kommen fast nur bei einem Anschluß des Hauses über Freileitung und Blitzschlag nahe bei vor.

Gruß
BT

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Ein Elektriker kann Dir für Dein Haus /Wohnung einen Überspannungsschutz montieren. Es handelt sich dabei aber nur um einen Grobschutz. Empfindliche Geräte solltest Du weiter mit Steckdosenschutz versehen. Es gibt welche die in die Steckdose gesteckt werden und selbst eine Steckdose haben, also keine Leisten.

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Hallo,

Empfindliche Geräte solltest Du weiter
mit Steckdosenschutz versehen.

Woran erkennt man ein empfindliches Gerät?
Woran erkennt man einen wirksamen Steckdosenschutz?
Gruß
loderunner

Hallo Matthias,

noch ein paar Worte zu Kühl- und Gefrierschrank:

Die allerwenigsten elektrisch betriebenen Geräte im Haushalt gehen durch länger andauernde Unterspannung kaputt, sie funktionieren dann halt nur eingeschränkt oder gar nicht, kurzzeitige Unterspannung macht ihnen gar nichts aus.

Kurzzeitige (Sekunde) Überspannung macht auch den wenigsten Geräten etwas aus, wenn es sich um wenige 100 V mehr als die 230 V des Stromnetzes handelt.
Lang andauernde (mehrere Minuten) Überspannung mit wenigen 100 V mehr hingegen schadet den meisten Geräten sehr.

Der Netzbetreiber ist verantwortlich dafür, dass die Netzspannung um die 230 V (+/- 10%) beträgt und schafft das auch.
Nur bei Installationsfehlern ist die Netzspannung lang dauernd zu hoch oder zu niedrig.

Ein Blitzschlag in das Versorgungsnetz bringt die Netzspannung nur für Sekunden etwas aus dem Takt, eine sehr viel zu hohe Spannung tritt nur in dem Fall auf, dass der Blitz direkt vor deinem Haus in die Stromleitung einschlägt, was nur im Falle von Freileitungen die das Haus über das Dach versorgen passieren kann.

Gruß
BT

moin moin
bezahlbar ist ein sehr relativer Begriff.
Überspannungsschutz ist ein Wort das oft von Menschen mit wenig Sachkenntnisse verwendet wird.
Ein echter Überspannungsschutz beginnt in der Unterverteilung und wird stufig bis zur Steckdose oder Gerät fortgesetzt(d.h das Auslöse verhalten wird immer empfindlicher).
Eine gute Planung mit einem Spezialisten ist unbedingt wichtig.
Sollte Bedarf bestehen stelle ich gerne den Kontakt her

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