Verbreiteter Irrtum
er kann im Grunde, wenn die Qualität nicht wichtig ist, die
längste Aufnahmezeit wählen, allerdings bekommt das Bild dann
einen mh. abgehackten Eindruck. SP dürfte der normalen
VHS-Qualität entsprecxhen, LP geht noch.
Bloß nicht!
Entweder man wählt die Aufnahmequalität so hoch, dass die Gesamtaufnahme gerade auf die DVD passt oder so hoch wie möglich. Zumal die bessere Qualität nur ein paar Cent pro Stunde ausmacht.
Egal ob das Original von guter oder schlechter Qualität ist, mit der Qualitätsstufe der Digitalisierung entscheidet man nur darüber ob es „noch ein klein wenig“ oder „noch mal werklich“ schlechter wird.
Ich würde jedoch immer dieslbe Qualitästsstufe wählen wie das
Originalband. warum sonst die Aufnahmen digitalisieren, was
immer eine Heidenarbeit ist?
Es ist nicht so, dass schlechte Aufnahme es abkönnen, dass man sie noch mal mit schlechter Qualitätsstufe digitalisiert. Im Gegenteil: Eine schlechte Aufnahme verliert sogar viel mehr an der ohnehin schon mäßigen Qualität als ein gutes Original.
Hintergrund ist, dass die verlustbehafteten Kompressionsverfahren für Bild und Ton für ein gutes Ausgangsmaterial konzipiert sind.
Dann kann der Encoder erkennen, dass sich Teile wiederholen oder für die Wahrnehmung eines Menschen ohnehin zweitrangig sind.
Bei solchem Ausgangsmaterial geht beim Encoder auch bei höherer Kompression (= Qualitätsstufe niedriger) nur zweitrangiges.
Lässt man jetzt den gleichen Encoder bei gleicher Kompressions- gleich Qualitätsstufe auf schlechtes Ausgangsmaterial los, kann der Encoder nicht zwischen Aufnahme und Aufnahmefehlern unterscheiden. Es gibt weniger Wiederholungen und viel mehr Signale im Eingang, also verliert man bei schlechtem Ausgangsmaterial deutlich mehr von der Originalinformation.
Max soll mal ne Probeaufnahme machen, bevor er alles in
schlechter Qualität digitalisert hat und es ihm dann doch
nicht gefällt.
Das ist eine sehr gute Empfehlung, die wichtiger ist, als das oben gesagt.
Ich darf noch ergänzen:
Will man die Aufnahmen auch noch in einigen Jahren haben, muss man sie unbedingt gleich nach dem DVD-Brennen auf eine Festplatte kopieren. Videocassetten verlieren in den Jahrzehnten ihre Magnetisierung. Aber das ist gar nichts zur Geschwindigkeit (Tage, Monate), mit denen sich selbstgebrannte DVD±R(W) zersetzen.
Deshalb den Recorder möglichst mit DVD-RAM füttern und gleich auf den PC rippen. Bei den Aufnahmen ist ja kein Kopierschutz auf der DVD. Am PC lassen sich auch Aufnahmen bearbeiten.
Ciao, Allesquatsch