überstunden

Hallo,
meine Mutter arbeitet in einem Altersheim und was bei dennen abgeht ist die hölle. wo ich zur besuch vor ein paar jahren da war habe ich es mit einige augen erlebt - das ist aber nicht das hauptproblem.

seit dem sie in die neue abtelung gekommen ist, macht sie täglich überstunden was nicht bezahlt und nicht abgefeiert werden darf.

diese woche sollte sie bis 14.00 uhr arbeiten,
sie ist um 17.10, 16.30, 17.00, 18.20 und 18.15 uhr nach hause gekommen!
(der weg ist 15 min entfernt)

heute wo sie gehen am ende gehen wollte, sagte sie, dass die die restliche dokumentation (es soll bei ihnen alles dokumentiert werden)
das nächste mal macht, sie wolle hier nicht übernachten - da kam die antwort von der chefin „es geht hier nciht um übernachten, hier geht es um verantwortung“
so eine frechheit sowas noch zu sagen - die chefin übernimmt für die mitarbeiter überhaupt keine verantwortung und dann kommt sowas.
es soll alles dokumentiert werden nur die extra arbeit bzw. überstunden von den mitarbeitern dürfen nirgendwo dokumentiert werden/aufgeschrieben werden.

sie hat heute 6.30 uhr angefangen zu arbeiten und hatte nicht gefrühstückt und nciht zu mittaggegessen - keine sekunde pause!
und wie oben geschrieben fast halb sieben heim gekommen.
da hatten die sklaven fast besser gehabt!

was meint ihr, wenn sowas öffentlich in der lokal zeitung erscheint, würde das was für mitarbeiter bringen?

Hallo,

meine Mutter arbeitet in einem Altersheim

Welcher Träger? Privat? Kirche? Öff. Dienst?

MfG

öffl. dienst

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

öffl. dienst

Was sagt der Personalrat zu der Problematik?

öffl. dienst

Was sagt der Personalrat zu der Problematik?

das problem ist, jeder der da arbeitet schweigt
meine mutter ist auch eine die dahin nicht alleine gehen wird.
alleine als erste da hin zu gehen, das wird sie nicht machen - und das passt zu ihr nicht.

ist schon klar ohne was zu machen ändert sich wenig was, das habe ich auch schon mehrmals gesagt.

Hallo

was meint ihr, wenn sowas öffentlich in der lokal zeitung
erscheint, würde das was für mitarbeiter bringen?

Je nach genauer weitere Abfolge der Geschehnisse: zumindest für deine Mutter mehr Freizeit. Sie muß sich ja nur gelegentlich bei der Agentur für Arbeit melden.

Finger weg von der Presse.

Gruß,
LeoLo

sowas kann man auch anonym weiter geben

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Dass man davor, oder zusätzlich noch mit anderen Leuten sprechen sollte um die konkrete Situation eines Menschen zu verbessern - das kann gut sein. Bin aber zu unerfahren um da Tipps zu geben.
Aber ich denke doch Druck über die Presse oder Öffentlichkeit allgemein ist nicht verkehrt.
Nehmt die Ärzte (auch Gesundheitswese merkts), wo es jahrelang Probleme wegen zu langen Arbeitszeiten und unbezahlten und nie vermerkten Überstunden gab und mit Verantwortung argumentiert wurde, ewig wurde geklagt, aber verbessert hat sich nie was.
Minimale Veränderungen gab es erst als diese ganzen Typen draußen auf der Straßen standen.

Kann das sein, dass das generell ein Problem in Altersheime ist, nicht nur von deiner Mutter?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kann das sein, dass das generell ein Problem in Altersheime
ist, nicht nur von deiner Mutter?

ja, das problem ist allgemein in altersheimen bekannt.

nur jetzt wo die abteilung gewechselt hat, es ist zu extrem.
das wird sie so bis ihre persion körperlich nicht schafen!

sowas kann man auch anonym weiter geben

Ja sicher, da springt die Presse voll drauf ein. Meinste die Presse holt für deine Mutter die Kohlen aus dem Feuer? Das glaubst du doch selber nicht.

Das -> http://www.verdi.de/essen/branchen_berufe/fb_1_finan… wäre z.B. ein Weg.

1 „Gefällt mir“

Pfernunpft
Hallo Leo,

nun, prinzipiell hat Deine Frau Mama ein paar Möglichkeiten

  1. sie kündigt
  2. sie macht weiter
  3. sie macht erstmal weiter, bewirbt sich aber nebenbei
  4. sie versucht was zu ändern.

Ich für meinen Teil würde ja die Reihenfolge 4-3-1 vorschlagen :wink: Sprich, sie sollte erstmal über einen gewissen Zeitraum ihre Arbeitszeiten dokumentieren. Wenn das nicht über ein Stempelkartensystem eh passiert, dann schreibt sie das halt auf nen Zettel. Da denke ich so an einen Zeitraum von vielleicht 4-8 Wochen.
Mit diesem Zettel und Verbesserungsvorschlägen („wenn der Zivi dieses oder jenes täte, dann…“ oder „eventuell könnte man mich hier/da/dort entlasten…“) geht sie in einer ruhigen Stunde (notfalls nach Feierabend!) zur Chefin. Wichtig ist, dass dabei keine Worte fallen wie „sonst wende ich mich an die Presse“ sondern, dass Deine Mutter - trotz der grossen Belastung - so ruhig wie möglich argumentiert. „In den vergangenen 4 Wochen habe ich 100 Überstunden gemacht - ein Ende bzw. Abfeiern bzw. Auszahlen ist nicht in Sicht. Ich würde mir wünschen, dass…“

Sodele, dann muss sie ihrer Chefin aber auch eine Weile (4 Wochen) Zeit geben, das umzusetzen. Passiert in diesen 4 Wochen immer noch nix (Achtung - sie sollte weiterhin die Stunden dokumentieren) dann ist Gespräch Nummer 2 fällig.

Achja - das alles ist unabhängig von irgendwelchen anderen Kollegen. Das sind selber erwachsene Menschen und die können für sich selber reden! Also weder „Frau Meier, Müller und Schmidt sehen das genauso“ (und bei eventueller Nachfrage sind sie vielleicht doch zu feige!) noch „Die faule Huber-Sau schafft nie was“.

Danach könnte sie sich natürlich an die Presse wenden. Aaaber - sei sicher: auch wenn sie das anonym tut - das kommt auf. Und dann kann sie sich die Kündigung sparen - und falls ihr Chef die Chefs der anderen Altersheime in der Umgebung gut kennt, wird sie sich seeehr schwer tun, woanders nen Job zu kriegen…

Klüger wäre nach einem zweiten Gespräch nochmal abzuwarten, und wenn eventuell angekündigte Massnahmen („im September kommt ein neuer Zivi“) nicht anlaufen oder keinen Erfolg zeigen, dann sollte sie mal ne neue Bewerbungsmappe basteln.

*wink*

Petzi

Hallo Leo,

beim öffentl. Dienst als Arbeitgeber gilt doch meist ein Tarifvertrag. Hinter diesem steht das Arbeitsrecht.
Zumindest im Tarifvertrag wird doch eine Überstundenvergütung niedergeschrieben sein (wobei bei Teilzeitkräften noch die „Mehrarbeitsstunden“ vorgeschaltet sind, die bis zur Vollzeit von 38,5 Std. als solche gelten. Erst danach werden die sog. Überstunden berechnet). Deine Mutter arbeitet Teilzeit, hm?

Das dem Tarifrecht vorgeschaltete Arbeitsrecht sieht eine klar definierte Tagesarbeitszeit vor, sowie deren Pausen (bei 6 Std. Tagesarbeitszeit 20 min, bei 7,7 Std. 30 min, glaub ich, u.s.w). Die Tagesarbeitszeit darf i.d.R. 10 Std. nicht überschreiten.

An beiderlei Recht wird sich auch die Abteilungsleitung/Stationsleitung Deiner Mutter zu halten haben.
Tut sie es nicht, kann ich - ehrlich gesagt - nicht verstehen, warum Deine Mutter nicht den Mut aufbringt zum Personalrat zu gehen (wobei jene Dame doch sicher auch einen Vorgesetzten haben wird, wenn es sich um eine Abteilung handelt).

Ist sie noch in der Probezeit, oder hat sie nur einen befristeten Arbeitsvertrag, oder woher diese Angst?
Ich kann mir gut vorstellen, daß die Arbeitssituation in vielen Altersheimen/Pflegeheimen oder gar Krankenhäusern ähnlich angespannt ist, aber gerade aus diesem Grund ist die Fluktuation des Personals sehr hoch - und es wird oft Personal gesucht. Denke, daß Deine Mutter vielleicht nicht sooo große Angst vor einem Jobverlust haben bräuchte…?

Die Arbeit muß so organisiert sein, daß auch die Pflegedokumentation grundsätzlich innerhalb der geplanten Arbeitszeit stattfinden kann - schöne Worte, ich weiß:smile:

Ich wünsche Deiner Mutter den Mut zum Personalrat zu gehen, denn wenn das von Dir Beschriebene die Regel ist, wird hier Recht verletzt - und dagegen sollte sie sich, meiner Meinung nach, zunächst auf „formal richtigem Weg“ wehren.

LG,
Christine

Hallo Christine,

Das dem Tarifrecht vorgeschaltete Arbeitsrecht sieht eine klar
definierte Tagesarbeitszeit vor, sowie deren Pausen (bei 6
Std. Tagesarbeitszeit 20 min, bei 7,7 Std. 30 min, glaub ich,
u.s.w). Die Tagesarbeitszeit darf i.d.R. 10 Std. nicht
überschreiten.

Der letzte Satz stimmt. Das vorhergehende stimmt so nicht. http://bundesrecht.juris.de/arbzg/__4.html

MfG

Hallo Xolophos,
danke für den Hinweis…zu MEINER Zeit…
hielten mein Vorgesetzter und das Recht noch 20 min.
ab 6 Std. für ausreichend - schön, daß die Dinge
sich auch ändern können:smile:
LG,
Christine

vielen dank für die beiträge!

Überstunden berechnet). Deine Mutter arbeitet Teilzeit, hm?

nein, vollzeit

sie ist auch nicht in der probezeit. sie arbeitet fest.
(hat also wenig zu befürchten)

ich sage ihr, dass sie nur die nötigste arbeit machen soll, damit sie sehen können dass einfach personal nciht ausreicht.

ich sage ihr, dass sie nur die nötigste arbeit machen soll,
damit sie sehen können dass einfach personal nciht ausreicht.

Ich hoffe du meinst, dass sie „Dienst nach Vorschrift“ machen soll. Denn „nur die nötigste arbeit“ könnte man auch anders auslegen. Und das könnte „in die Hose“ gehen.
Bitte mal alle Regelungen des Arbeitszeitgesetzes http://bundesrecht.juris.de/arbzg/index.html durchlesen (auch die „abweichenden Regelungen“!) in den Arbeitsvertrag schauen und in den Tarifvertrag. Ein informierter Mitarbeiter hat schon mal den Vorteil, dass man nicht einfach zu ihm sagen kann „Das ist aber gesetzlich so geregelt.“ um irgendwelche hahnebüchenen Forderungen durchzusetzen.

Und gerade im Pflegebereich -> http://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__15.html + http://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__16.html !!

ich meine damit, dass sie dem opa bart nicht rasieren muss, wenn sie weißt, sie muss wieder 3 überstunden leisten muss, welche nirgendswo vermerkt werden/dürfen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]