Moin alle zusammen.
Ich hab da mal eine Frage zum Thema Überstunden. Mal angenommen, in einem Arbeitsvertrag steht „Die Arbeitszeit beträgt zurzeit 40 Stunden pro Woche und ist nicht näher definiert. Sie richtet sich nach den im Betrieb üblichen Arbeitszeiten.“
Zuerst die Frage: Ist diese Formulierung zulässig? Ist das nicht etwas zu vage?
Die nächste Sache, die mich dazu interessieren würde ist Folgende: Der Arbeitnehmer schreibt sich die Arbeitsstunden auf, die er pro Monat leistet. Geht es dann (unter der Vorraussetzung, dass die o. g. Formulierung genau so im Arbeitsvertrag steht) um die tägliche Arbeitszeit, oder um die Monatliche? Ab wann werden Überstunden gezählt?
Könnte der Arbeitnehmer sagen: Alles was über 160 Stunden im Monat geht, sind Überstunden?
Wie ist ein Monat rechtlich definiert? Ich kenne die buchhalterische Definition des 360-Tage-Jahrs, weiß aber nicht, wie das umzurechnen wäre und ob das überhaupt was damit zu tun hat.
Danke schonmal im Voraus für die Antworten!
Sagen kann er…
Könnte der Arbeitnehmer sagen: Alles was über 160 Stunden im Monat geht, sind Überstunden?
Sagen könnte er das. Nur was bringt es ihm?
Was heißt denn „Überstunden“?
- „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“? (d.h. fallen eh weg)
- „Überstunden können in Phasen geringerer Belastung abgefeiert werden“? (was nie passieren wird)
- „Überstunden werden individuell geregelt“ (d.h. der Chef kann immer noch auf 1. zurückgreifen)
Oder was?
Wenn jemand seine Arbeit nicht fertig macht und sich dann damit rechtfertigt „Ich bin nach 160 Stunden im Monat gegangen“ wird ihm auch kein Arbeitsgericht dabei helfen können, nach der Probezeit übernommen zu werden.
Real ist es in vielen Branchen üblich, dass schon mal 45-50hr bei einer vertraglichen 40hr Woche geleistet werden, denn wer das nicht tut, schafft sein Pensum nicht und wird nicht verlängert.
Daß das sich um 20-40 „Überstunden“ pro Monat handelt, die gar nicht vergütet werden, ist im Interesse des eigenen Jobs dann vielen recht egal.
Gruß,
Michael
Hallo Michael, erstmal vielen Dank für die Antwort.
Könnte der Arbeitnehmer sagen: Alles was über 160 Stunden im Monat geht, sind Überstunden?
Sagen könnte er das. Nur was bringt es ihm?
Was heißt denn „Überstunden“?
Das ist eine berechtigte Frage.
Rein hypothetisch, um mal eine beispielhafte Situation darzustellen:
Ein Arbeitnehmer hat im Monat x jeden Tag 8 Stunden gearbeitet und kommt damit auf 174 Stunden. Vertraglich geregelt sind 40 Stunden die Woche. Eine Überstundenregelung gibt es nicht. Hat der Arbeitnehmer nun 14 Überstunden geleistet?
Oder: Ein Arbeitnehmer hat in einem Monat an zwei Tagen nur sechs Stunden gearbeitet, kommt aber auf 170 Stunden. Hat der Arbeitnehmer nun Minusstunden aufgebaut, die er noch ableisten muss?
Müsste das nicht irgendwo geregelt sein?
Gruß,
Julia
Hi!
Ein Arbeitnehmer hat im Monat x jeden Tag 8 Stunden gearbeitet
und kommt damit auf 174 Stunden. Vertraglich geregelt sind 40
Stunden die Woche. Eine Überstundenregelung gibt es nicht. Hat
der Arbeitnehmer nun 14 Überstunden geleistet?
Warum sollte er?
Ich kenne nur einen einzigen Monat, der auch nur in 3 von 4 Fällen genau 4 Wochen hat.
8 Std. x 5 Tage x 52 Wochen / 12 Monate = 173,3333333 Monatsstd. (durchschnittlich)
Du regest Dich nicht wirklich über 40 Minuten im Monat auf, oder?!
LG
Guido
Hi Guido,
nein, ich rege mich nicht über 40 Minuten auf. Ich will nur wissen, ob das irgendwo geregelt ist, dass wenn im Vertrag steht „40 Stunden pro Woche“ alles, was über 160 im Monat geht Überstunden sind oder eben nicht. Irgendwo muss das doch festgelegt sein.
Gruß,
Julia
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Hi!
nein, ich rege mich nicht über 40 Minuten auf. Ich will nur
wissen, ob das irgendwo geregelt ist, dass wenn im Vertrag
steht „40 Stunden pro Woche“ alles, was über 160 im Monat geht
Überstunden sind oder eben nicht. Irgendwo muss das doch
festgelegt sein.
HALLO?!
Nochmal: Ein Monat hat nicht 4 Wochen, sondern durchschnittlich 21,7 Arbeitstage!
Und nein: Der Arbeitgeber kann sich aussuchen, ob er nach Arbeitstagen, Kalendertagen oder generell 30 Tagen abrechnet.
Gruß
Guido
Ist nicht unbedingt ein Grund, unfreundlich zu werden, wenn es bisher noch keine eindeutige Antwort gab, meinst du nicht… Was solls.
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