Hallo,
angenommen, jemand besitzt ein altes Haus, das seit knapp 10 Jahren unbewohnt
ist und leer steht. Da der schlechte Allgemeinzustand des Gebäudes (Bj. 1868,
zuletzt vor ca. 30 Jahren renoviert) sehr hohe Investitionen erfordern würde,
um das Haus wieder bewohnbar zu machen, ließen sich für Haus und Grundstück
bisher keine Käufer finden. Trotzdem das Haus leer steht, enstehen natürlich
immer noch Kosten (Grundsteuer, Wasser, Gebäudeversicherung, etc.).
Es gibt nun Interessenten im Bekanntenkreis, die bereit wären, Haus und
Grundstück zu übernehmen und zu restaurieren, die aber aufgrund der zu
erwartenden Folgekosten möglichst wenig bezahlen wollen.
Da der derzeitige Besitzer die Immobilie aufgrund der damit verbundenen Kosten
(und einer anstehenden Dachdeckung) schnellstmöglich loswerden möchte, wäre er
bereit, Haus und Grundstück zu einem mehr oder weniger „symbolischen“ Betrag
abzugeben. Was muss hierbei beachtet werden? Gibt es bestimmte Mindestsummen,
die berücksichtigt werden müssen oder liegt es im Ermessen des Verkäufers,
welche Summe er festsetzt? Werden Grundstück und Haus unterschiedlich behandelt
oder zählen sie als ein Objekt?
Und wäre ein Kauf zu einem geringen Betrag (wenn ohne weiteres möglich) für den
Interessenten günstiger oder vorteilhafter als eine Schenkung?Ist es richtig,
dass im Falle einer Schenkung mit einer verhältnismäßig hohen Schenkungssteuer
auf Seiten des Beschenkten zu rechnen wäre, da dieser ja kein Verwandter ist?
Würde die Grundwerwerbsteuer im Falle einer Schenkung zusätzlich anfallen?
Sorry, wenn sich das alles jetzt sehr viel anhört.
Ich hoffe, es kommt trotzdem die eine oder andere hilfreiche Antwort und möchte
mich bereits im Voraus herzlich bedanken!