Übertragung?

Hallo!

Ist ein Spiegel das wert?

Geht’s denn wirklich nur um einen Spiegel? :smile:

Ich weiß: Man fühlt sich scheiße, weil der andere so verletzt
und wütend und traurig ist, und man sucht hnderingend nach dem
unfehlbaren Argument, das beweist, daß man kein egoistisches,
rücksichtloses Stück Scheiße ist. Glaub mir, als Mann ist das
noch viel schwieriger, weil du da ja schon per Definition das
Arschloch bist. Was meinst Du, warum ich auf manche Klischees
so empfindlich reagiere?

Ja, DICH verstehe ich in dieser Hinsicht. Dieses Frauen-sind-per-se-besser ist schlimm.

Es geht nicht um den Spiegel.
Ich bin da mit einer Macke konfrontiert, die ich bisher nie zu bearbeiten hatte. Und man sagt doch, man nähme sich mit und deshalb habe man immer dieselben PRbleme, bis die gelöst seien.
Nun habe ich das Problem, mit Ehrlichkeit und Wahrheit nicht landen zu können, weil ich sofort eimerweise Sachen übergekübelt kriege, die ich nicht nur von keinem anderen je gehört habe, dafür aber beim Gegenüber deutlich sehe. Bis hin zu Betrugsvorwürfen.

Darum wage ich die Vermutung, dass das Phänomen eher dort als hier ist.
Zumal das in seinem Leben angeblich häufiger vorkam, jedoch von ihm negiert wird.

Tilli

Hallo!

Unerträglich sind die Vorwürfe, die sich aus einem Umhängen
ergeben würden.

Weißt du … manchmal muß auch eine Frau tun was eine Frau tun
muß, die Arschbacken zusammenkneifen und den Vorwürfen die
Stirn bieten …

Klaro.

Ich frag mich dann aber, ist nicht irgendwo da ei Fürsorgegedanke gewesen?
Klar kriegt LIebe einen Alki nicht trocken, aber „zugucken oder gehen“ ist doch etwas simpel.

Irgendwo hatten wir mal Paranoia: Was, wenn der andere leidet? Muß man wirklich zusehen, bis der Krug vorm Brunnen bricht?

Wenn jemand Haus und Hof verspielt, darf mannicht bremsen? Das betrifft dann doch auch andere?
Oder kommt das nun ins Philosophiebrett?

TIlli

Hallo!

Ich frag mich dann aber, ist nicht irgendwo da ei
Fürsorgegedanke gewesen?

Um was geht es der Frau denn: Möchte sie ihm helfen oder sich selbst helfen? Oder beiden? Ich galube, in jedem Fall sollte sie das tun, was sie für richtig hält. Normalerweise würde ich da vorwegschicken, daß sie ihr Verhalten vorher gut selbstreflektieren soll, aber daran mangelt es hier nicht. :smile:

Klar kriegt LIebe einen Alki nicht trocken, aber „zugucken
oder gehen“ ist doch etwas simpel.

Weder noch. Einfach nur das tun, was man für richtig und angemessen und womit amn selbst leben kann. Das muss weder zugucken noch gehen sein. Im Gegenteil: Das man einen Alki nicht trocken kriegt heißt ja nicht, daß man aus Liebe alles still erleiden muss, was er tut.

Irgendwo hatten wir mal Paranoia: Was, wenn der andere leidet?

Dann ändert klein beigeben aber auch nichts, wenn man nicht davon überzeugt ist.

Wenn jemand Haus und Hof verspielt, darf man nicht bremsen?

Wo steht das? Man sollte das tun, was man für richtig hält. Aber nicht, weil man den anderen umerziehen will, sondern weil man selbst betroffen ist und sich auch selbst schützen darf.

Ist der mann jetzt reigentlich ein Alki, Messi oder Spieler? Oder waren das nur Metaphern?

Gruß,
Max

Ist der mann jetzt reigentlich ein Alki, Messi oder Spieler?
Oder waren das nur Metaphern?

Naja,
Metaphern.

Der Mann ist anders.
Verschlossen. Mißtrauisch, vor allem weil er nicht mitkriegt, was Frau will.
Er will aber auch keine Details hören.
Selbstherrlich? Er hält seine Verträge für besser als die eines Notars. Angstvoll? Er rückt nichts raus, er mag nicht teilen.

Unterm Strich sieht die Welt aber anders aus, als er sie stricken möchte.
Er teilt zwangsweise, ohne es vielleicht zu ahnen (Ehe).
Er schreibt Mistverträge, die ihm schaden.
Drauf angesprochen wird er wild und vermutet Habgier und Neid.

Der Krempel und der Müll sind danebem peanuts.

Jedenfalls ist der Mann ein Rätsel, auch, weil er mit niemandem recht spricht. Und nur froh scheint, wenn der Mantel des Schweigens und der scheinbaren Idylle über allem liegt.

Das alles macht das Gegenüber anstregend, weil nervös und so haben wir einen Teufelskreis.
Denn anstrengende Nervöse sind nicht immer angenehm im Umgang.