Eine Frage an die Schweizer:
Kann ich (als Deutscher ohne Konto auf einer CH-Bank) in der Schweiz in eine Bank gehen und eine Einzahlung/Überweisung auf eine andere Bank veranlassen ?
Auf welche Bank müsste ich das gehen ?
Hintergrund: Ein Geschäft mit einer Schweizer Firma, ich kann es von Deutschland überweisen, oder in die Schweiz fahren(nur wenige km) und dort einzahlen, was ist günstiger?
hallo Hans,
laut EU-Gesetz dürfen Banken für Auslandsüberweisungen nicht mehr als für Inlandsüberweisungen verlangen… wenn sie sich daran halten würden!
grüße
Raimund
nur für Überweisungen in EURO innerhalb der EUVO-Länder (EU-Verodnungsländer) bis EUR 12.500,00 die per EU-Standardüberweisung machbar sind, wenn die Daten vorliegen
da hast du recht, die Schweiz mag zwar der UNO nähegekommen sein, nicht aber der EU und wird somit auch weiterhin Geld kosten.
Zahlungen in die schweiz werden anders gecleart als die demnchst in Grenzüberscheitenden Zahlungsverkehr stattfindenden Zahlungen.
Im GZV (Grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr) wird alles über eine zentrale Clearingstelle geschickt, jeder Schaltermitarbeiter kann das erfassen
Die Angaben von IBAN und BIC werden nicht geprüft, es gibt ein Formular und das war es, dass muss vom Kunden ausgefüllt werden
Eine Zahlung in die Schweiz läuft immer noch diverse Korrespondzbanken, was verschiedene Dispositionen nach sich zieht. Immer noch alles Basierend auf SWIFT-System wie bisher.
das ist richtig…nur sage mir bitte, wo liegt der
Kostenunterschied zu einer Überweisung nach England oder
Frankreich?
es ist auf jeden Fall ein Mehraufwand, weil die Zahlungen einen anderen Weg nehmen. Laut unser Kostenkalkulation sind Auslandsüberweisungen Fremdwährung rd. 70% teurer als Euro-Zahlungen.
Die EU ist allerdings der Ansicht, daß die Kosten für Auslandsüberweisungen nicht höher sind, als für Inlandsüberweisungen, was definitiv falsch ist. Insofern findet die Ausgleichsbewegung schon statt, Inlandsüberweisungen werden nämlich teurer. Bisher subventionierten die Auslandsüberweisungen die Inlandsüberweisungen ganz erheblich, die in Deutschlands so billig sind, wie m.w. sonst nirgends auf der Welt.
Hier geht der Schuß - wie so oft, wenn die EU in Sachen Verbraucherschutz aktiv wird - nach hinten los. Auslandsüberweisungen werden nämlich zu 95% von Unternehmen getätigt. Aus der Erhöhung der Gebühren für die Inlandsüberweisungen ergibt sich aber eine Belastung von allen - mit dem feinen Unterschied, daß Firmenkunden oft Sonderkonditionen genießen.
Kann ich (als Deutscher ohne Konto auf einer CH-Bank) in der
Schweiz in eine Bank gehen und eine Einzahlung/Überweisung auf
eine andere Bank veranlassen ?
Geh auf die Post, die machen das. Du brauchst nur den roten Einzahlungsschein und schon geht es (Den Einzahlungsschein kannst Du auch in der Post ausfüllen). Wenn Du in CHF einzahlst, fallen AFAIK keine Gebühren an.
Auf welche Bank müsste ich das gehen ?
Post. Die anderen Banken zicken evtl. etwas (meine Erfahrung), wenn Du dort nicht Kunde bist.
Hintergrund: Ein Geschäft mit einer Schweizer Firma, ich kann
es von Deutschland überweisen, oder in die Schweiz fahren(nur
wenige km) und dort einzahlen, was ist günstiger?
Na ja, das kommt auf den Wechelkurs, die Bankspesen usw. an und ob du wirklich mit Bargeld über die Grenze willst.
(Ergänzung) Post: roter Einzahlungsschein
Vielleich noch ein Nachtrag, welche Daten erforderlich sind, da in der Scheiz die Dinge anders als in Deutschland funktionieren:
(Der Begünstigte = derjenige, der das Geld bekommt)
von (https://www.onba.ch/hilfe/agi/de/geldverkehr/roteres…) ausgeliehen:
"Der Empfänger der Zahlung mit einem roten Einzahlungsschein kann folgendes sein:
• Eine Bank als Inhaberin des Postkontos, bei der der Begünstigte ein Konto unterhält. […] Die Eingabe des Begünstigten ist hingegen obligatorisch. Die Zahlung erfolgt in diesem Fall direkt von Ihrer Bank an das Finanzinstitut des Begünstigten.
• Der Begünstigte als Inhaber des Postkontos.
• Dem Empfänger kann mit der Zahlung eine kurze Mitteilung übermittelt werden. "
Im Klartext: Du zahlst auf ein Postkonto ein, das entweder dem Empfänger selbst (wenn er ein Postkonto hat) oder aber seiner Bank gehört. Im zweiten Fall muss die Bank nun ihrerseits das Geld dem Konto des Begünstigten gutschreiben. D.h. in diesem Fall brauchst du zwei Kontonummern: Diejenige der Bank bei der Post und die des Begünstigten bei der betreffenden Bank.
Vielleicht kann ein schweizer Bänker das genauer erklären.
Inlandsüberweisungen ganz erheblich, die in Deutschlands so
billig sind, wie m.w. sonst nirgends auf der Welt.
Doch, bei uns in Österreich sind/waren Inlandszahlungen noch billiger als in D. Aber durch die Hilfe der EU erhöhen auch hier die Banken die Kosten für die Inlandszahlungen. Die Fast-Nur-Inlandszahlungs-Kunden werden der EU sicher dankbar sein.
BTW: ich dachte, daß die Regelung erst ab 1.7.2003 gilt.
sofern ein Schweizer Zahlschein dieser Art vorliegt ist es relativ einfach zu sehen.
Oben am Formular steht Einzahlung Post Giro o.ä. im Formular.
Über dem Betrag ist eine Kontonummer bz. 12-3456-7.
Das ist die Postgirokontonummer.
Variante 1: Es steht nur ein Begünster drauf, so ist es dessen Konto.
Variante 2: Steht eine Bank mit Ort als Begünstigter dran, z.B. Thurgauer Kantonalbank ist das Feld zugunsten von Firma xxx ausgefüllt. Oftmals steht dort eine Nummer vor dem Namen die die kontonummer bei der entsprechenden Bank ist.
Mit Überweisungen an die Post bin ich immer ziemlich unglücklich, da die Post nicht an das SIC (Swiss Interbank Clearing) angeschlossen ist… sprich es wir teuer da was hin zu überweisen. Ist ziemlich schwierig einem Kunden zu vermitteln, warum das ca. doppelt so teuer wird als an andere Banken drüben.
Dann doch lieber direkt an die in Variante 2 angegebene Bank, falls vorhanden.