Hallo ihr Wissenden,
heute habe eine Frage zu den Gebühren, die bei einer Überweisung aus den USA auf ein
deutsches Konto anfallen. Ein Anruf bei meiner bank brachte keine Klarheit.
Der Fall:
Mehrere US Amerikaner möchten eine Veranstaltung in Deutschland besuchen und dafür Karten
bestellen, die ihnen in die USA gesandt werden. Der Veranstalter besteht auf
Vorabüberweisung des Betrags. (Kredikarten, Paypal, Schecks: keine Chance!)
Aus den USA ist es nun offenbar nicht möglich, herauszufinden, wie hoch die Gebühren der
deutschen Empfängerbank(en) sind. Die Kunden schätzen also die entstehenden Kosten und sehr
häufig stellt sich heraus, dass sie a) zuviel bezahlt haben (das Geld ist dann aber futsch)
oder b) zu wenig bezahlt haben.
Letztes bedeutet, dass sie die Karten in Deutschland an der Kasse abholen müssen, um die
Differenz zu begleichen. Hört sich nicht so schlimm an, ist es aber, weil man da schon mal
mehrere Stunden anstehen muss - in strömendem Regen oder glühender Sonne!
Die Anweisung:„Ich komme füe alle entstehenden Kosten auf“, funktioniert auch nicht bei
allen US- Banken.
Meine Frage: Erhebt eine Bank in Dtl. nicht immer die gleichen Gebühren bei einer
eingehenden Auslandsüberweisung? Werden die Gebühren unberechenbar, wenn zwischen Sender-
und Empfängerbank keine Direkt-Verbindung besteht?
Für Erleuchtung dankbar
Lil
Hallo Lilly,
also zunächst mal sind die deutschen Banken völlig frei in Ihrer Preisgestaltung. Daher kann jede Ihre Gebühren selbst festlegen und in so fern kann die US Bank nicht wissen was an Kosten im Empfängerland anfällt (umgekehrt übrigens auch nicht).
Die meisten Banken handhaben dies mit einem Mindestbetrag zwischen 5-20 Euro bzw. bei höhren Beträgen mit einem Promillesatz zwischen 1 und 2%o. Eventuell zzgl. Courtage, eventuell zzgl. Auslagen.
Inwiefern eventuell zwischengeschaltete US Banken vom Auftragsbetrag Gebühren abziehen dürfen bzw. dies einfach machen, weiss ich nicht. In Deutschland ist es jedenfalls untersagt.
Die Gebühren deiner Bank solltest du allerdings problemlos in Erfahrung bringen.
Solltest du viel Geschäft dieser Art mit US Kunden machen, solltest du dir überlegen ob ein Händlervertrag mit einem Kreditkartenunternehmen vielleicht doch sinnvoll wäre.
Gruß Ivo
… nur damit keine Missverständnisse aufkommen, es handelt sich nicht um meine Firma oder
‚meine‘ Bank. 
Vielen Dank für die Info. Wenn ich dich richtig verstehe, müsste es also für den Käufer aus
USA ausreichen, die Kosten zu erfragen, die entstehen, bis das Geld in Dtl. angekommen ist.
Wenn er dann die Bank in Deutschland anriefe und deren Gebühr erfragte, hätte er die
Zusätzlich Kosten herausgefunden?
Das müsste sich doch machen lassen. 
Gruß
Lil
Hallo Lil,
warum so kompliziert?
Was das den US Teil der Gebühren kann der Käufer dort erfragen, die Gebühren der Empfängerbank teilt ihm der Begünstigte vorab mit oder schlägt sie gleich auf den Kaufpreis drauf.
Noch einfach ist, dass der Auftraggeber per „OUR“ Regelung alle Gebühren übernimmt. Sollte es teuerer sein wie seine Bank vermutet erfolgt noch eine Nachbelastung.
Die Behauptung dass dies bei manchen Banken nicht gehe ist schlicht erlogen und liegt wohl darin begründet, dass die US Banken für Überweisungen ganz schön zuschlagen. USD 40,00 sind da keine Seltenheit bei Gebührenteilung.
Je nach dem was da verkauft wird (und natürlich abhängig vom Wert) ist aber Gebührenteilung (jeder Zahlt was in seinem Land anfällt) die übliche Regelung unter Geschäftspartnern.
Gruß Ivo
… nur damit keine Missverständnisse aufkommen, es handelt
sich nicht um meine Firma oder
‚meine‘ Bank. 
Vielen Dank für die Info. Wenn ich dich richtig verstehe,
müsste es also für den Käufer aus
USA ausreichen, die Kosten zu erfragen, die entstehen, bis das
Geld in Dtl. angekommen ist.
Wenn er dann die Bank in Deutschland anriefe und deren Gebühr
erfragte, hätte er die
Zusätzlich Kosten herausgefunden?
Es scheint sich also um Bekannte oder Verwandte zu handeln?
Dann überweisen sie doch einfach das Geld an Dich und Du bestellst die Karten. Eventuelle Differenzen gleicht ihr dann vor Ort aus.
Vielleicht??!
Gruß Grüne
Das wäre vermutlich die beste Lösung, wenn es sich um Bekannte handelte. Aber das
Überweisungsproblem haben mehrere Hundert Leute, die gerne Pfingsten zum WGT (Gothic-
Festival) in Leipzig reisen wollen. Ich habe von den Schwierigkeiten in einer Newsgroup
erfahren und dachte, man könne von hier aus evtl. unkompliziert helfen.
Der Veranstalter scheint aber allgemein technisch nicht ganz auf der Höhe zu sein, denn auch
das innerdeutsche Bestellsystem ist etwas antiquiert.
Dennoch Danke für deinen Rat.
Lil
Es scheint sich also um Bekannte oder Verwandte zu handeln?
Dann überweisen sie doch einfach das Geld an Dich und Du
bestellst die Karten.
Hallo Ivo,
was du vorschlägst, klingt plausibel, scheint aber nicht immer zu klappen. Dennoch vielen
Dank, dass du dich meiner Sorgen angenommen hast.
Viele Grüße
Lil
Was das den US Teil der Gebühren kann der Käufer dort
erfragen, die Gebühren der Empfängerbank teilt ihm der
Begünstigte vorab mit oder schlägt sie gleich auf den
Kaufpreis drauf.
Noch einfach ist, dass der Auftraggeber per „OUR“ Regelung
alle Gebühren übernimmt.
Hallo Lil,
du meinst das mit der Gebührenübernahme durch den Auftraggeber?
Wenn ich mir bei einem ganz sicher bin, dann dabei dass nur am unwillen des Auftraggebers (oder der Beratung durch seine Bank) liegen kann, da das SWIFT-System weltweit einheitlich funktioniert.
Aber die USA sind eh ein besonders Völkchen. Die haben mir vor 2 Jahre eine USD Zahlung nach England kurzzeitig eingefroren weil im Verwendungszweck das Wort „Havanna“ vorkam und erst wieder freigegeben, nachdem wir erklärt hatten, dass es sich um das Eröffnungsevent der neuen Messe handelt das nun mal „Havanna Night“ heißt und dass dies nichts mit Cuba zu tun hat…
Gruß Ivo