Überweisung notwendig?

Hallo Leute,
ich bräuchte eine Überweißung zum Internisten, und wollte fragen, ob ich dazu unbedingt eine Überweißung vom Hausarzt brauche? Ich würde die 10 Euro auch dort nochmal bezahlen, wenn das dann geht. Ich will ja nicht meine Probleme jedem erzählen. Außerdem haben wir in der nähe auch ein Klinikum mit Internisten abteilung. Brauche ich dafür ne Überweißung oder kann ich einfach anrufen und Termin machen?
Also braucht man generell eine? DANKE!

Hallo Cluster,

du kannst zu jedem Arzt ohne Überweisung gehen und wirst behandelt, wenn du 10 Euro zahlst, habe ich schon öfter gemacht, wenn ich zeitlich total im Stress war (Überweisung hat nichts mit der Farbe „weiß“ zu tun sondern kommt von „überweisen“). Wie es im Klinikum ist, weiß ich nicht, ruf doch einfach an.
Übrigens: Ich vermute, dass es deinen Hausarzt viel weniger interessiert, warum du zum Internisten must, als du denkst!

Gruß!
Karl

Hallo,

in Kliniken ist es zumindest oft so, dass man dort nur als NOtfall oder eben nur mit Überweisung dran kommt. Bei den niedergelassenen Ärzten geht es dann auch ohne, dann eben mit der Zahlung von zehn Euronen.

Wenn ich irgendwo zehn Euro gezahlt habe, funktioniert der Rest wie bei Otto… Ich muss nur ansagen, wo ich hinmöchte und die Überweisung wird ausgestellt. Ob das bei anderen auch so ist, weiss ich natürlich nicht.

Gruß
Monroe

Hallo,

dein Hausarzt ist die Zentrale. Wenn du Beschwerden hast, gehst du zu ihm, der untersucht dich und überweist dich dann zu einem Internisten (10 Euro zahlen, Überweisung beim Internisten vorlegen, dann sind keine 10 Euro für den Internisten fällig).

Wenn du mit der Überweisung (ohne Termin) ins Klinikum gehst, geht es üblicherweise erstmal über die Zentrale Notaufnahme, wo jeder Patient (liegend und gehend) erfasst wird. Dies wird als Notfall ausgelegt, also sind dann noch mal 10 Euro fällig (auch wenn du eine Überweisung hast).

Durch diese Regelung soll verhindert werden, dass man 20 Ärzte nacheinander für die ein und die selbe Sache konsultiert.

Befunde, egal ob aus dem Klinikum oder vom Internisten, werden an den Hausarzt übermittelt, um die Nachbehandlung zu gewährleisten (nehmen wir an, deine Gallenblase muss raus, übernimmt nicht das Krankenhaus deine Nachbehandlung, sondern dein Hausarzt, um die Liegezeiten kurz zu halten).

Gruss GDA

Hallo,

dein Hausarzt ist die Zentrale. Wenn du Beschwerden hast,
gehst du zu ihm, der untersucht dich und überweist dich dann
zu einem Internisten (10 Euro zahlen, Überweisung beim
Internisten vorlegen, dann sind keine 10 Euro für den
Internisten fällig).

So, wie du das beschreibst, gilt das nur für die Hausarztzentrierte Versorgung, in der der Patient aber nicht automatisch drin ist. Der Standardfalls ist, wie hier schon beschrieben:

Der Patient kann zum Arzt seiner Wahl gehen, muss dann allerdings ohne Überweisung die 10 Euro zahlen. Mit Überweisung - es reicht in aller Regel zu sagen, wohin man überwiesen werde möchte, ich kenne es auch nicht, dass nachgefragt wird, warum - zahlt man nichts.

Ob das sinnvoll / wirtschaftlich ist, dass das der Patient das alleine entscheidet, sei mal dahin gestellt und ist ja nicht die Frage gewesen.

Wenn du mit der Überweisung (ohne Termin) ins Klinikum gehst,
geht es üblicherweise erstmal über die Zentrale Notaufnahme,
wo jeder Patient (liegend und gehend) erfasst wird. Dies wird
als Notfall ausgelegt, also sind dann noch mal 10 Euro fällig
(auch wenn du eine Überweisung hast).

Auch das stimmt so nicht. Die 10 Euro werden nur bei Notfällen fällig. Mit Überweisung zur Behandlung - was voraus setzt, dass das KH hierfür die Ermächtigung hat - wird das behandelt wie beim Arzt auch: keine weiteren 10 Euro.

Befunde, egal ob aus dem Klinikum oder vom Internisten, werden
an den Hausarzt übermittelt, um die Nachbehandlung zu
gewährleisten (nehmen wir an, deine Gallenblase muss raus,
übernimmt nicht das Krankenhaus deine Nachbehandlung, sondern
dein Hausarzt, um die Liegezeiten kurz zu halten).

Das ist eine der Gründe, warum auch ich es grundsätzlich für sinnvoll halte, einen Lotsen zu haben, einen Hausarzt. Dennoch kann es Situationen geben, in denen eine andere Vorgehensweise zumindest punktuell besser ist. Wobei das Beispiel ungünstig ist. Gallenblase raus geht ja nun nur wieder mit Ein weisung. Dann geht das Ganze an den einweisenden Arzt. Was nicht zwangsläufig der Hausarzt sein muss - auch das ist sinnvoll. Bspw. ist bei orthopädischen OPs in jedem Fall sinnvoller, dass die Doku an den Orthopäden geht.

LG Petra

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