Überweisungskosten ins Ausland

Hallo!

Bei einer Auslandsüberweisung wird ja zumeist doppelt zugelangt. Einmal will die dt. Bank ihren Obulus und die Empfängerbank verlangt zumeist auch noch Gebühren (die wahlweise der Sender oder Empfänger zahlt).

Kann mir jemand sagen, mit welchen Ca-Kosten man auf US-Seite rechnen muss, wenn man z.B. eine Überweisung in Höhe von $100,- in die USA macht.

Besten Dank und Grüße
Falke

Hallo,

das läßt sich nur schlecht prognostizieren, weil die Gebühr nicht zuletzt davon abhängt, ob die Bank des Zahlungspflichtigen und die Bank des Zahlungsempfängers eine direkte Kontoverbindung unterhalten. In Deutschland wird der Auftraggeber eine Gebühr von 5-10 Euro zu zahlen haben, beim Empfänger dürfte es in etwa der gleiche Betrag sein.

Bitte nicht schreien: Auslandsüberweisungen werden auf beiden Seiten größtenteils manuell abgewickelt, was logischerweise gewisse Kosten nach sich zieht.

Wenn Du willst, daß der Empfänger den Betrag brutto für netto erhält, kannst Du Deine Bank auch beauftragen, daß die Überweisung mit der Kennung „our“ ausgeführt wird. Dann gehen alle Gebühren, d.h. auch die Gebühren der Auslandsbank zu Deinen Lasten.

Gruß,
Christian

Hi,
ich habe neulich bei einem Rechnungsbetrag von ca US$ 350 geschlagene US$28 abgedrückt.
Das nächste Mal werde ich per Kreditkarte zahlen …
Ciao R.

Bei einer Auslandsüberweisung wird ja zumeist doppelt
zugelangt. Einmal will die dt. Bank ihren Obulus und die
Empfängerbank verlangt zumeist auch noch Gebühren (die
wahlweise der Sender oder Empfänger zahlt).

Kann mir jemand sagen, mit welchen Ca-Kosten man auf US-Seite
rechnen muss, wenn man z.B. eine Überweisung in Höhe von
$100,- in die USA macht.

Besten Dank und Grüße
Falke

Hallo Falke,

bei uns per Tipanet (ist ein halbautomatisiertes System im Gegensatz zur SWIFT-Geschichte) EUR 7,50 für den Auftraggeber… Begünstigter zahlt nix. Du brauchst allerdings die 9-stellige Fedwire (auch oft Routingnumber oder ABA genannt).

Das dürfte bei anderen Volksbanken nicht anders sein.

Es dürfte bei anderen Banken vielleicht ähnliche Möglichkeiten geben.

Gruß ivo

Hi,

danke schon einmal für eure Antworten. Konkreter Fall:

* Überweisungsbetrag: $120,-
* ABA Routing + SWIFT-Code sind vorhanden (alle anderen Angaben natürlich auch)
* Kosten für mich in DE (Sparkasse): €5,-

–> Angekommen beim Empfänger: $95,-!!!

Sehe hier keinerlei Relation! Der Empfängers hat angeblich die Auskunft von seiner Bank in den USA erhalten, dass die fehlenden $25,- nicht von denen einbehalten wurden! :frowning:

Frage mich nun, wer sich hier bedient hat!!

Gruß
Falke

Hallo,

Sehe hier keinerlei Relation! Der Empfängers hat angeblich die
Auskunft von seiner Bank in den USA erhalten, dass die
fehlenden $25,- nicht von denen einbehalten wurden! :frowning:
Frage mich nun, wer sich hier bedient hat!!

das herauszufinden kann zum Problem werden. Wir hatten im Konzern mehrfach Auslandszahlungen, wo die Auslandsbank ggü. dem Empfänger dem Kunden behauptet hat, wir hätten uns bedient, obwohl das nicht der Fall war. Nach rd. 20 Telephonaten stellte sich heraus, daß doch noch eine Bank zwischengeschaltet war, die sich dachte, beim Transfer von Bank A im Konzern X zu Bank B im Konzern X richtig abkassieren zu können und die Schuld dann wem auch immer im Konzern X zuschieben zu können.

Das nachzuvollziehen und den „Schuldigen“ zu ermitteln ist für Dich ungleich schwieriger als für mich als Mitarbeiter von Kenzern X.

Eine Lösung kann ich Dir auch nicht präsentieren.

Gruß,
Christian

Hi,

na dann werde ich mal mein Glück versuchen. Morgen früh werde ich mich auf zur Sparkasse machen! Als Referenzbank läuft es ja über die Bay. Landesbank. Vielleicht hat die die Hände noch einmal ungefragt aufgehalten.

Weis auch nicht, ob die Summer wieder zurück erstattet werden muss. Schließlich ist mein Vertragsparter die Sparkasse und diese hat für die Leistung „Überweisung von $120,-“ eine bestimmte Gebühr verlangt.

Ist der Auftrag nun nicht erfüllt worden? Die Bedingung "$120,- müssen ankommen, wurde schließlich nicht erfüllt!!! Und wenn die Sparkasse irgendwelche Zwischenhändler einschaltet und diese Kosten falsch oder nicht mitkalkuliert, dann ist dies (sollte) nicht mein Problem. Hoffe, ich komme morgen irgendswo weiter!

Gruß
Falke

Hallöchen,

Ist der Auftrag nun nicht erfüllt worden? Die Bedingung
"$120,- müssen ankommen, wurde schließlich nicht erfüllt!!!

Du hast bei einer normalen Auslandszahlung den Auftrag erteilt, daß 120 $ auf den Weg geschickt werden sollen. Den Auftrag „120 $ sollen ankommen“ hättest Du über den Gebührenschlüssel „our“ separat erteilen müssen.

Gruß,
Christian

Hi Christian,

das Formular habe ich nicht ausgefüllt, sondern der Bank-Angestellte. Gebühren werden i.d.R. oben drauf geschlagen und nicht abgezogen! Sonst wären ja auch sämtliche Inlandsüberweisungen immer um 15 Ct. niedriger, weil die Überweisungsgebühr gleich abgezogen wird. Bin daher davon ausgegangen, dass eventuelle Gebühren separat in Rechnung gestellt werden.

Bin inzwichen auch schon bei meiner Bank gewesen. Dort erhielt ich die Auskunft, das die US-Referenzbank in NY die Hand wahrscheinlich aufgehalten hat.

Halte das komplette System für eine einzige, nicht zu kontrollierende Abzocke! Die Höhe der Gebühren kann nicht genannt werden, man muss sie einfach schlucken und hat keine Möglichkeit, hier entgegen zu steuern. Letztendlich hätte auch nur $1,- ankommen können. Dagegen hätte ich auch nichts machen können und irgendwelche **** Bänker in den USA hätten sich ins Fäustchen gelacht. Ist schon fast ein Fall für den Ombutsmann oder den Verbraucherschutz (der hier wohl nicht zählt).

Gruß
Falke (genervt)

Hallo nochmal,

das Formular habe ich nicht ausgefüllt, sondern der
Bank-Angestellte.

tja, de rhätte nach der Gebührenregelung fragen können. Andererseits sind die geteilten Gebühren der Standard. Der Kellner fragt ja auch nicht jedesmal, ob Du Cola mit Kohlensäure willst.

Gebühren werden i.d.R. oben drauf geschlagen
und nicht abgezogen!

In jedem Bereich gibt es bestimmte Gepflogenheiten, bei Auslandsüberweisungen gilt nun mal diese. Um Dir den Vorgang zu verdeutlichen: Du reichst den Vorgang ein, Deine Bank berechnet ihre Gebühren ab, bucht diese bei Dir zusätzlich zum Überweisungsbetrag ab und leitet die Zahlung in voller Höhe an ihre Korrespondenzbank im Ausland weiter (wenn sie vorher nicht noch innerhalb Deutschlands eine Zwischenetappe einlegt). Je nach Vereinbarung mit der deutschen Bank nimmt sich die Korrespondenzbank noch etwas und schließlich auch die Empfängerbank und wo sollten sie es hernehmen, wenn nicht vom Überweisungsbetrag.

Im Falle der vollen Gebührenübernahme durch Dich würden Dir die Gebühren dann später belastet.

Sonst wären ja auch sämtliche
Inlandsüberweisungen immer um 15 Ct. niedriger, weil die
Überweisungsgebühr gleich abgezogen wird. Bin daher davon
ausgegangen, dass eventuelle Gebühren separat in Rechnung
gestellt werden.

Wem? Dir? Das hast beim Auftrag nicht vereinbart. Wenn man bei etwas, bei dem man sich nicht auskennt, von etwas ausgeht, sollte man - tut mir leid, wenn ich das so hart sagen muß - lieber fragen.

Bin inzwichen auch schon bei meiner Bank gewesen. Dort erhielt
ich die Auskunft, das die US-Referenzbank in NY die Hand
wahrscheinlich aufgehalten hat.

Logisch, die wollen für Arbeit genauso bezahlt werden, wie jeder andere.

Halte das komplette System für eine einzige, nicht zu
kontrollierende Abzocke! Die Höhe der Gebühren kann nicht
genannt werden,

Woher soll die Deutsche Bank AG wissen, was die Savings Bank in Park Falls Wisconsin für Gebühren nimmt?

Gruß,
Christian

Hallo nochmal,

tja, der hätte nach der Gebührenregelung fragen können.
Andererseits sind die geteilten Gebühren der Standard. Der
Kellner fragt ja auch nicht jedesmal, ob Du Cola mit
Kohlensäure willst.

Wurde auch gefragt und die Regelung ist auch klar, aber nicht die Kosten-Höhe! Oder kann dir dein Bänker sagen, wie hoch die Gebühren bei einer tibetanischen Bank sind? Wohl nicht! Und genau aus diesem Grund erhält man hier auch keine Antwort!

wo sollten sie es hernehmen, wenn nicht vom
Überweisungsbetrag.

So wie sonst auch: als separater Posten als Gebühr ausgeführt und direkt vom Konto eingezogen - analog den Kontoführungsgebühren.

Im Falle der vollen Gebührenübernahme durch Dich würden Dir
die Gebühren dann später belastet.

Lt. Information der Bank werden dir bei voller Kostenübernahme pauschal 20,- Euro (bei $100,- Überweisungsbetrag) vorweg belastet. Langt dies nicht, erfolgt eine Nachbelastung!

Wem? Dir? Das hast beim Auftrag nicht vereinbart.

Nein, dem Empfänger natürlich!

Wenn man bei etwas, bei dem man sich nicht auskennt, von etwas ausgeht,
sollte man - tut mir leid, wenn ich das so hart sagen muß -
lieber fragen.

Habe ich ja - nur keine Antwort erhalten! Deine Anwort hätte dementsprechend eher lauten sollen: Wenn man keine Antwort bekommt, es einfach sein lassen und das Geld für 1,- Euro Porto in einen Briefumschlag packen sollen.

Logisch, die wollen für Arbeit genauso bezahlt werden, wie
jeder andere.

Welche Arbeit? Jeder Student im 1. Semester wird wohl ein System programmieren können, welches miteinander korrespondieren kann. Im Zeitalter von Computer, Internet, Paypal und Internet wohl kein Hexenwerk.
Willkürliche Gebühren (OT Sparkasse) haben nichts mit kalkulierten und transparenten Kosten zu tun. In der EU funktioniert dies nun auch - zwar nicht auf betreiben der Banken, sondern erst auf höheren Druck. Und dass das Gebührensystem der Banken nicht gerade verbraucherfreundlich ist und nur Änderungen per Gerichtsbeschluss kommen, ist auch nichts Neues!

Woher soll die Deutsche Bank AG wissen, was die Savings Bank
in Park Falls Wisconsin für Gebühren nimmt?

Richtig (s.o.)! Aber die Information, dass das Geld zwischen DE und USA in 50 Länder transferiert wird und in jedem Land dort 2 Euro bleiben, hätte auch ohne energisches Bohren erfolgen können. Nicht? Nennt man „Kundenservice“.

Ganz einfach z.B. Lösung
a) „Nehmen Sie lieber ein Einschreibebrief in die USA. Kostet zwar 15,- Euro, aber am Ende wahrscheinlich billiger. Es kommt nämlich nicht die gesammte Summe beim Empfänger an!“

b) „Wenn Sie sicherstellen wollen, dass auch 120 Euro beim Empfänger ankommen, überweisen Sie bitte 300 Euro! Der Rest fällt nämlich als Gebühr in den USA an!“

:smile:)

Gruß,
Falke

Hallöchen,

Wurde auch gefragt und die Regelung ist auch klar, aber nicht
die Kosten-Höhe! Oder kann dir dein Bänker sagen, wie hoch die
Gebühren bei einer tibetanischen Bank sind? Wohl nicht! Und
genau aus diesem Grund erhält man hier auch keine Antwort!

na, sag ich doch. Mir ist nicht ganz klar, was Du erwartest. Du kaufst nun mal die Katze im Sack, daran läßt sich aber nichts ändern.

wo sollten sie es hernehmen, wenn nicht vom
Überweisungsbetrag.

So wie sonst auch: als separater Posten als Gebühr ausgeführt
und direkt vom Konto eingezogen - analog den
Kontoführungsgebühren.

Im Falle der vollen Gebührenübernahme durch Dich würden Dir
die Gebühren dann später belastet.

Lt. Information der Bank werden dir bei voller Kostenübernahme
pauschal 20,- Euro (bei $100,- Überweisungsbetrag) vorweg
belastet. Langt dies nicht, erfolgt eine Nachbelastung!

Das Verfahren kenne ich nicht und ich finde es auch ein bißchen schofelig.

Wem? Dir? Das hast beim Auftrag nicht vereinbart.

Nein, dem Empfänger natürlich!

Und wo ist der Unterschied zwischen „vom eingehendenBetrag abgezogen“ und „separat dem Konto des Empfängers belastet“?

Habe ich ja - nur keine Antwort erhalten! Deine Anwort hätte
dementsprechend eher lauten sollen: Wenn man keine Antwort
bekommt, es einfach sein lassen und das Geld für 1,- Euro
Porto in einen Briefumschlag packen sollen.

Naja, das Postverlustrisiko…

Logisch, die wollen für Arbeit genauso bezahlt werden, wie
jeder andere.

Welche Arbeit? Jeder Student im 1. Semester wird wohl ein
System programmieren können, welches miteinander
korrespondieren kann. Im Zeitalter von Computer, Internet,
Paypal und Internet wohl kein Hexenwerk.

Tja, dann programmier das mal. Wenn Du es schaffst, eine Software zu schreiben, die internationale Überweisungen zwischen allen Banken vollautomatisch ausführt, bist Du in kürzester Zeit Milliardär.

Willkürliche Gebühren (OT Sparkasse) haben nichts mit
kalkulierten und transparenten Kosten zu tun. In der EU
funktioniert dies nun auch - zwar nicht auf betreiben der
Banken, sondern erst auf höheren Druck.

Ja, und es verursacht Riesenkosten. Die EU-Standardüberweisungen werden heute noch (Ausnahmen mag es geben) manuell erfaßt.

Und dass das
Gebührensystem der Banken nicht gerade verbraucherfreundlich
ist und nur Änderungen per Gerichtsbeschluss kommen, ist auch
nichts Neues!

Moment, wir reden hier immer noch von einer US-Bank.

Richtig (s.o.)! Aber die Information, dass das Geld zwischen
DE und USA in 50 Länder transferiert wird und in jedem Land
dort 2 Euro bleiben, hätte auch ohne energisches Bohren
erfolgen können.

Da gebe ich Dir recht.

Gruß,
Christian

Tach auch!

Mir ist nicht ganz klar, was Du erwartest.
Du kaufst nun mal die Katze im Sack, daran läßt sich aber
nichts ändern.

Als Kunde darf man doch wohl erwarten, nicht die Katze im Sack zu kaufen. Oder nicht? Kopf in den Sand stecken und sagen "OK egal, machen kann man sowieso nichts gegen Gebühren und die Banken sind sowieso die Engel, die werden es schon richtig machen, ist wohl ziemlich verfehlt! Wohl eher eine Sache für die Verbraucherverbände und Gerichte und nicht für mich!

Langt dies nicht, erfolgt eine Nachbelastung!

Das Verfahren kenne ich nicht und ich finde es auch ein

bißchen schofelig.

Na ja - war halt Originalton Sparkasse! :smile:

Und wo ist der Unterschied zwischen „vom eingehendenBetrag
abgezogen“ und „separat dem Konto des Empfängers belastet“?

Es wäre für den Kunden/Empfänger/Sender nachvollziehbar, wenn auf seinem Kontoauszug deutlich zu ersehen ist:
Position a) Rechnung wurde mit 120,- Dollar bezahlt
Position b) Gebühren aus Pos. a) 15,- Dollar

In der momentanen Situation frägt sich der Käufer, warum ich ihn mit Absicht zu wenig überwiesen habe, seine Bank gibt ihm die Auskunft, dass sie ihm nichts abgezogen hätten, gleich Info von meiner Bank, keiner weis, wo das Geld geblieben ist…

Alles ziemlich im dunkeln und wenig kundenfreundlich! Mehr Transparenz würde den Banken auch mehr vertrauen entgegen bringen. Ist aber für die sowieso nur Peanuts! :wink:

Naja, das Postverlustrisiko…

Nicht so hoch! Habe es schon öfters durchgezogen, weil einfacher!

Tja, dann programmier das mal. Wenn Du es schaffst, eine
Software zu schreiben, die internationale Überweisungen
zwischen allen Banken vollautomatisch ausführt, bist Du in
kürzester Zeit Milliardär.

Die telegraphische Geldanweisung aus dem 19 Jh. war wohl schneller und weltweiter verfügbar, als das heutige System. Soviel dazu! :wink:

Ja, und es verursacht Riesenkosten.

Noch ein Argument, dies auch weltweit per Datenverknüpfung schnell und kostengünstig zu realisieren.

Die EU-Standardüberweisungen werden heute noch (Ausnahmen mag es
geben) manuell erfaßt.

Richtig! Die Sparkasse möchte ab nächstes Jahr diese Funktion in der Online-Version bereits integriert haben. Lt. Info sind sie gerade daran!

Moment, wir reden hier immer noch von einer US-Bank.

Dito deutsche Banken! Kontoschließlungsgebühren - gestrichen per Gesetz! Sehr viele Fake-Gebühren wurden in den letzten Jahren per Gerichtsurteil in Deutschland von der Gebührenliste der Banken gestrichen!

Beste Grüße
Falke

Hallöchen,

Als Kunde darf man doch wohl erwarten, nicht die Katze im Sack
zu kaufen. Oder nicht? Kopf in den Sand stecken und sagen "OK
egal, machen kann man sowieso nichts gegen Gebühren und die
Banken sind sowieso die Engel, die werden es schon richtig
machen, ist wohl ziemlich verfehlt!

also nochmal: Natürlich wäre es fein gewesen, wenn der Bankmensch Dir gesagt hätte, daß die Gebühren im Ausland erheblich sein können. Natürlich hätte man in den USA nachfragen können, was die Überweisung kostet und natürlich hätte man auch vorher ein neues Zahlungsverkehrssystem mit automatischer Bearbeitung entwickeln können.

Nun darf man sich aber auch gerne vor Augen führen, daß es für einen Bankmenschen das normalste von der Welt ist, daß bei einer Auslandszahlung auch im Ausland Gebühren anfallen. Auf den Gedanken, daß das jemand nicht, weiß, ist man da wahrscheinlich nicht gekommen. Oder anders formuliert: Auf den Gedanken, daß jemand glaubt, daß eine ausländische Bank für eine Überweisung aus Deutschland kostenlos arbeitet, ist man schlicht weg nicht gekommen.

Wohl eher eine Sache für
die Verbraucherverbände und Gerichte und nicht für mich!

Au ja.

Und wo ist der Unterschied zwischen „vom eingehendenBetrag
abgezogen“ und „separat dem Konto des Empfängers belastet“?

Es wäre für den Kunden/Empfänger/Sender nachvollziehbar, wenn
auf seinem Kontoauszug deutlich zu ersehen ist:
Position a) Rechnung wurde mit 120,- Dollar bezahlt
Position b) Gebühren aus Pos. a) 15,- Dollar

Tja, da kannst Du Dich ja mal an die ausländische Bank wenden, und fragen, warum die das anders handhaben, als die deutschen Banken (die ich kenne). Normal ist hier, daß die Gebühren offen ausgewiesen werden. Ich habe allerdings mal den Fall gehabt, daß in Holland ein ähnliches Ding abgelaufen ist. Unserem Kunden wurde erklärt, wir hätten da zwei mal Gebühren abgezogen, was glatt gelogen war. Im Ausland scheint man das also mitunter gelassener zu sehen. Aber auch hier wieder: Ausland, nicht Deine Bank.

In der momentanen Situation frägt sich der Käufer, warum ich
ihn mit Absicht zu wenig überwiesen habe, seine Bank gibt ihm
die Auskunft, dass sie ihm nichts abgezogen hätten, gleich
Info von meiner Bank, keiner weis, wo das Geld geblieben
ist…

Ja, aber was beschwerst Du Dich dann hier? Das waren die Gebühren der Auslandsbank, was kann Deine Bank dafür?

Tja, dann programmier das mal. Wenn Du es schaffst, eine
Software zu schreiben, die internationale Überweisungen
zwischen allen Banken vollautomatisch ausführt, bist Du in
kürzester Zeit Milliardär.

Die telegraphische Geldanweisung aus dem 19 Jh. war wohl
schneller und weltweiter verfügbar, als das heutige System.

Tja ich weiß nicht. Wir als relativ kleine Bank haben rd. 350 Korrespondenzbanken weltweit, so daß wir mit diesen taggleich Zahlungen abwickeln können. Das war m.W. vor 100 Jahre noch nicht ganz so, aber ich werde mal recherchieren :wink:

Die EU-Standardüberweisungen werden heute noch (Ausnahmen mag es
geben) manuell erfaßt.

Richtig! Die Sparkasse möchte ab nächstes Jahr diese Funktion
in der Online-Version bereits integriert haben. Lt. Info sind
sie gerade daran!

Ja, ich bin da mal gespannt. M.W. hat Ivo da interessante Geschichten zu erzählen, was IBAN- und BIC-Standardtreue im Ausland angeht.

Moment, wir reden hier immer noch von einer US-Bank.

Dito deutsche Banken! Kontoschließlungsgebühren - gestrichen
per Gesetz! Sehr viele Fake-Gebühren wurden in den letzten
Jahren per Gerichtsurteil in Deutschland von der Gebührenliste
der Banken gestrichen!

Fake-Gebühren? Dann überleg Dir mal, wo die gestrichenen Gebühren geblieben sind. Ich sags Dir: Die sind bei anderen Gebühren miteinbezogen worden. Wo früher Gebühren den Kosten entsprechend berechnet wurden, wird heute an anderer Stelle intransparent mitkassiert. EU-Überweisung zum Inlandstarif? Kein Problem, dann erhöhen wir eben die Kontoführungsgebühr um einen Euro oder den Zinssatz für Überziehungen um 0,05%. Wer zahlt? Genau, nicht der Verursacher, sondern alle bzw. andere Kunden. Gerecht? Eher nicht, aber wenn Justitia das so will…

Gruß,
Christian

Salve,

also nochmal: Natürlich wäre es fein gewesen, wenn der
Bankmensch Dir gesagt hätte, daß die Gebühren im Ausland
erheblich sein können. Natürlich hätte man in den USA
nachfragen können, was die Überweisung kostet und natürlich
hätte man auch vorher ein neues Zahlungsverkehrssystem mit
automatischer Bearbeitung entwickeln können.

Ob ein „Zahlungsverkehrssystem mit automatischer Bearbeitung“ sowas revolutionäres ist, kann ich mir nicht vorstellen. Wie funktionieren Kreditkarten? Zahlung in den USA, sofortiger Check der Gültigkeit, automatische Abbuchung vom dt. Konto innerhalb weniger Tage, einzelnd aufgeführte Gebührenposition, kostengünstig, schnell, weltweit funktionierend…

Ich hoffe doch nicht wirklich dass du selber glaubst, dass ein weltweites Banksystem (evtl. mit direkten Überweisungsmöglichkeit von jedem Konto zu jedem) ein unmögliches Hexenwerk darstellt. Wie überleben denn Kreditkartenunternehmen? Indem Karteikärtchen per Hand ausgefüllt werden und der aktuelle Kreditstand täglich ergänzt wird und per Eselboten ins Heimatland transportiert werden…??? :wink: *nichtübelehmen*

Nun darf man sich aber auch gerne vor Augen führen, daß es für
einen Bankmenschen das normalste von der Welt ist, daß bei
einer Auslandszahlung auch im Ausland Gebühren anfallen.

Sicherlich richtig!

Auf den Gedanken, daß das jemand nicht, weiß, ist man da
wahrscheinlich nicht gekommen.

Wahrscheinlich auch richtig!

Auf den Gedanken, daß jemand glaubt, daß eine ausländische Bank für
eine Überweisung aus Deutschland kostenlos arbeitet, ist man
schlicht weg nicht gekommen.

Na ja - welche Arbeit fällt denn wirklich an im Zeitalter von Computer, Online-Verbindung, Standleitungen…?? (außer: siehe Beispiel Karteikarten…)

Wohl eher eine Sache für
die Verbraucherverbände und Gerichte und nicht für mich!

Au ja

Nachfragen kostet ja nichts! Der Verbraucherverein in Berlin ist m.W. in dieser Branche sehr engagiert! :wink: Den Stein des Anstoßes für EU-Überweisungen kenne ich nicht. Vielleicht auch ein Verbraucherverband! :smile:

Tja, da kannst Du Dich ja mal an die ausländische Bank wenden,
und fragen, warum die das anders handhaben, als die deutschen
Banken (die ich kenne). Normal ist hier, daß die Gebühren
offen ausgewiesen werden. Ich habe allerdings mal den Fall
gehabt, daß in Holland ein ähnliches Ding abgelaufen ist.
Unserem Kunden wurde erklärt, wir hätten da zwei mal Gebühren
abgezogen, was glatt gelogen war. Im Ausland scheint man das
also mitunter gelassener zu sehen. Aber auch hier wieder:
Ausland, nicht Deine Bank.

Absolut richtig! Die Korrespondenzbank in den USA hat ja auch die Hand aufgehalten und der Empfänger hatte mich in Verdacht!

Ja, aber was beschwerst Du Dich dann hier? Das waren die
Gebühren der Auslandsbank, was kann Deine Bank dafür?

In erster Linie nichts, ist aber ja wohl mein Vertragspartner - und daher erster Ansprechpartner. Oder nicht? Wie dies streng juristisch aussehen würde, würde mich allerdings interessieren. Theoretisch würde ich hier an der Quelle sitzen, da eine Freundin von mir Juristin in einer Bank ist! :wink:

Tja ich weiß nicht. Wir als relativ kleine Bank haben rd. 350
Korrespondenzbanken weltweit, so daß wir mit diesen taggleich
Zahlungen abwickeln können. Das war m.W. vor 100 Jahre noch
nicht ganz so, aber ich werde mal recherchieren :wink:

Mit der Internationalen Bankleitzahl und Internationalen Kontonummer sollte doch wohl bald eine direkte Überweisung von Konto zu Konto möglich sein! In alle Länder und zu jedem Erdenbürger!

Ja, ich bin da mal gespannt. M.W. hat Ivo da interessante
Geschichten zu erzählen, was IBAN- und BIC-Standardtreue im
Ausland angeht.

An einen Start am 1.1. glaube ich allerdings auch nicht - siehe TollCollect, was man von solchen Aussagen halten kann! :wink: Wird sowieso wohl vorerst meine letzte außer-europäische Überweisung sein. Freunde in den entsprechenden Ländern müssen hier dann wohl aushelfen! eMail machts kostengünstig möglich!!! :wink:)

Fake-Gebühren? Dann überleg Dir mal, wo die gestrichenen
Gebühren geblieben sind. Ich sags Dir: Die sind bei anderen
Gebühren miteinbezogen worden. Wo früher Gebühren den Kosten
entsprechend berechnet wurden, wird heute an anderer Stelle
intransparent mitkassiert. EU-Überweisung zum Inlandstarif?
Kein Problem, dann erhöhen wir eben die Kontoführungsgebühr um
einen Euro oder den Zinssatz für Überziehungen um 0,05%. Wer
zahlt? Genau, nicht der Verursacher, sondern alle bzw. andere
Kunden. Gerecht? Eher nicht, aber wenn Justitia das so will…

Es ist klar, dass die Gebühren umgelegt werden. Dies ist in jeder Branche so und zählt zum Standard-Marketing.
Doch wofür zahle ich Kontoführungsgebühren, wenn zusätzlich noch für jeden Handstrich eine Extra-Gebühr verlangt wird. Manchmal kommt mir es so vor wie bei den Zulagen manch Staatsdiener (Taucher bekommt Extra-Geld, wenn er ins Wasser geht. Ist aber als Taucher angestellt :smile:))

Manch Gebühr wurde ja auch für die Grundaufgaben einer Bank (z.B. Bareinzahlung, Kontoauszüge…) verlangt. Insbesondere dies haben die Gerichte ja kritisiert und bei dieser Gelegenheit gleich ein wenig Wildwuchs ausgemistet.

Aber sowieso egal: Das Kind ist in den Brunnen gefallen und bevor sich eine US-Bank einen Furz um etwas schert, was ein Deutscher sagt, wird die Nacht zum Tag. Abgehackt und dem Punkt „Lebenserfahrung“! :wink:))

Gruß
Falke

Hallo Falke,

hierzu ein ganz allgemeine Antwort.

Meine Erfahrungen zeigen, dass es sich zumeist um ausländische zwischengeschaltete Banken handelt, die sich bedienen. M.W. ist das in Deutschland für zwischengeschaltete Banken nämlich gar nicht erlaubt.

Die Bayrische Landesbank möchte ich in dem Fall vom Verdacht beinahe freisprechen… die teilt sich die Gebühr mit der lokalen Sparkasse.

Meine Erfahrung sagt auch, dass amerikanische Banken unverhältnismäßig hohe Gebühen für Überweisungen haben.
So hat mir ein Kunde der für eine große Firma hier 2 Jahre in den USA gearbeitet hat, bestätigt, dass für Tipanetzahlungen lediglich unsere 7,50 Euro angefallen sind und in den USA nichts, die Gegenrichtung allein in den USA 40 USD gekostet hätte und er deswegen den bei uns viel teueren Scheck gewählt hat.

Gruß Ivo

Salut,

Ob ein „Zahlungsverkehrssystem mit automatischer Bearbeitung“
sowas revolutionäres ist, kann ich mir nicht vorstellen. Wie
funktionieren Kreditkarten? Zahlung in den USA, sofortiger
Check der Gültigkeit, automatische Abbuchung vom dt. Konto
innerhalb weniger Tage, einzelnd aufgeführte Gebührenposition,
kostengünstig, schnell, weltweit funktionierend…

das System der kreditkartenabrechnung ist etwas völlig anderes. Da gibt es eine zentrale Clearingstelle (Kreditkartengesellschaft), die dann die Beträge belastet/gutschreibt. Ein internationales Zahlungssystem Bank an Bank ist von einem völlig anderen Kaliber.

Auf den Gedanken, daß jemand glaubt, daß eine ausländische Bank für
eine Überweisung aus Deutschland kostenlos arbeitet, ist man
schlicht weg nicht gekommen.

Na ja - welche Arbeit fällt denn wirklich an im Zeitalter von
Computer, Online-Verbindung, Standleitungen…?? (außer: siehe
Beispiel Karteikarten…)

Die Auslandsbank erhält eine Nachricht, die einer email vergleichbar ist. In dieser email ermächtigt die auftraggebende Bank die empfangende Bank, das Konto das diese beiden Banken miteinander haben, in entsprechender Höhe zu belasten. Alle Vorgänge in diesem Zusammenhang erfolgen manuell, d.h. die Nachricht wird gelesen, die Veschlüsselung geprüft, das Konto der anderen Bank belastet und dann die Gutschrift auf das Kundenkonto.

Suboptimal? Aber hallo. Derzeit anders darstellbar? Eher nicht.

Ja, aber was beschwerst Du Dich dann hier? Das waren die
Gebühren der Auslandsbank, was kann Deine Bank dafür?

In erster Linie nichts, ist aber ja wohl mein Vertragspartner

  • und daher erster Ansprechpartner. Oder nicht?

Schwierig. Der Gesetzgeber hat bei Inlandszahlungen die Bank des Auftraggebers voll in die Haftung für Fehler der Bank des Zahlungsempfängers genommen. Das halte ich für wenig vernünftig, aber das ist nun mal geltendes Recht. Im länderübergreifenden Zahlungsverkehr wird das nicht unbedingt einfacher.

Mit der Internationalen Bankleitzahl und Internationalen
Kontonummer sollte doch wohl bald eine direkte Überweisung von
Konto zu Konto möglich sein! In alle Länder und zu jedem
Erdenbürger!

Tja, ein Traum, der die nächsten 15 Jahre mit einiger Sicherheit nicht erfüllt wird.

Gruß,
Christian

Ciao,

das System der kreditkartenabrechnung ist etwas völlig
anderes. Da gibt es eine zentrale Clearingstelle
(Kreditkartengesellschaft), die dann die Beträge
belastet/gutschreibt. Ein internationales Zahlungssystem Bank
an Bank ist von einem völlig anderen Kaliber.

Und wieder was gelernt!

Vorgänge in diesem Zusammenhang erfolgen
manuell, d.h. die Nachricht wird gelesen, die Veschlüsselung
geprüft, das Konto der anderen Bank belastet und dann die
Gutschrift auf das Kundenkonto.

So schlimm habe ich es mir nun wirklich nicht vorgestellt! :wink:

In alle Länder und zu jedem
Erdenbürger!

Tja, ein Traum, der die nächsten 15 Jahre mit einiger
Sicherheit nicht erfüllt wird.

Wohl war!

Gruß und Gute Nacht
Falke

Hi Christian

Die EU-Standardüberweisungen werden heute noch (Ausnahmen mag es
geben) manuell erfaßt.

Richtig! Die Sparkasse möchte ab nächstes Jahr diese Funktion
in der Online-Version bereits integriert haben. Lt. Info sind
sie gerade daran!

Ja, ich bin da mal gespannt. M.W. hat Ivo da interessante
Geschichten zu erzählen, was IBAN- und BIC-Standardtreue im
Ausland angeht.

Also ich war ziemlich erstaunt, als mir ein deutscher Bekannter erzählte, daß Überweisungen in den EU-Raum nicht standardmäßig in seinem Onlinebanking-Programm enthalten ist. Das sind sie bei uns schon seit langen, sogar schon vor der Einführung der EU-Standardüberweisungen funktionierte es reibungslos. Jetzt sogar noch besser, weil durch die integrierte IBAN-Prüfziffernrechnung viel weniger Tippfehler bei der Empfängerkontonummer vorkommen.

Über IBAN- und BIC-Standardtreue könnte ich Dir auch einiges erzählen *g*, aber das betrifft kaum Überweisungen, die von unseren Kunden per Onlinebanking selber durchgeführt werden.

Warum deutsche Banken das nicht auf die Reihe zu kriegen scheinen, verstehe ich nicht.

Gruß
Edith