Wie kann man seinen „inneren Schweinehund“ überwinden?
Ich weiß nicht, ob die Frage hierhin passt, aber ich hoffe schon:
Wir sind eine Gruppe junger Leute und viel in Freizeitparks unterwegs. Während eine Person dieser Gruppe früher eigentlich so alles mitgemacht hat (Achterbahnen jeder Art ect.), hat diese Person nunmehr ziemliche Angst vor so einem Nervenkitzel, obwohl sie absolut keinen Grund dazu hat, denn es ist ihr noch nie etwas passiert und ja auch ziemlich unwahrscheinlich, dass je etwas passieren wird.
Man merkt das große Interesse an bestimmten Attraktionen, aber dennoch kann sie sich nicht überwinden vor Angst, was diese Person selbst sehr enttäuscht.
Auch gutes Zureden hilft nichts. Da aber die Vermutung besteht, wie schon bereits eingangs beschrieben, dass nur der „innere Schweinehund“ im Weg steht - was kann man tun, oder soll man überhaupt etwas tun?!?!
Wo liegt der innere Schweinehund begraben?
Hallo!
Sag mal, wo kommt der innere Schweinehund denn so plötzlich her?
Wenn die (oder der?) jenige früher alles mitgemacht hat und jetzt plötzlich nicht mehr, dann kann das doch nicht am inneren Schweinehund liegen…
Ich meine, für mich ist der innere Schweinehund da, wenn ich gemütlich vorm Fernseher sitz und nicht aufstehen mag, um meinen Teller in die Küche zu bringen. Oder er ist auch da, wenn ich Abends nach Hause komme und keinen Sport mehr machen mag… Also eher Faulheitsdinge.
Angst ist für mich eine andere Art der Überwindung, weil sie meistens begründet ist, auch wenn man es selber gar nicht weiß warum man Angst hat.
Die meisten Mensche haben Angst vor Dingen, die ihnen fremd sind (alleine an einen Ort zu gehen, an dem man noch nie war um sich für einen Job zu bewerben, oder auch mit einem Gummiseil an den Beinen von einer Brücke zu springen…) Da überwindet man die Angst dann aber auch leichter, weil man ja weiß wovor man sich fürchtet: Davor sich lächerlich zu machen oder sich zu verletzen usw. Also eigentlich fassbare Angst. Wenn man sie einmal überwunden hat, kann man schon auf eine gute Erfahrung zurückblicken und beim nächsten Mal gehts schon viel leichter.
Jemand der von heute auf morgen nicht mehr in eine Achterbahn einsteigt, obwohl er es früher als lustvoll empfunden hat, muss dafür wohl auch einen Grund haben. Liegt es am Geld? Oder an der Angst? Aber Angst wovor? verletzt zu werden? Viele Menschen sehen im Fernsehen Berichte, die ihnen nicht mehr aus dem Kopf gehen, die Angst verursachen oder ähnliches…
Vielleicht ist es aber auch Angst davor sich lächerlich zu machen. Möglicherweise hat sich etwas geändert. Häufig kann die Einnahme eines Medikaments oder dergleichen Übelkeit verursachen und der Ritt auf einer wilden Achterbahn würde zu einer unschönen Begebenheit führen.
Bevor du nicht weißt wo der Schweinehund begraben liegt, kannst du ihn auch nicht überwinden. Bin mir jetzt aber nicht sicher, ob ich dir raten soll dieser Person dahingehend ein Loch in den Bauch zu fragen. Immerhin besteht auch die Möglichkeit, dass derjenige es selber nicht wirklich weiß, warum er Angst hat.
ich weiß, dass meine Antwort nicht passend ist, aber ich möchte trotzdem mal zitieren, was meine Großmutter mir mal zum Thema innerer Schweinehund geschrieben hat (ich bin ziemlich faul) :
wie wäre es denn, wenn Du bzw. Eure Gruppe Mal den „inneren Schweinehund überwändet“ und der betreffenden Person ohne Manipulationsversuch und Nötigung ihre Entscheidung treffen lasst.
Ausschließlich wenn die Person Dich oder Euch bittet, ihr zu helfen, damit sie z. B. wieder Achterbahn fährt, habt Ihr überhaupt Grund und Recht, Euch damit zu befassen.
Aus Deiner Schilderung habe ich den Eindruck, dass das Verhalten der Person nicht in Eure „Cliquen-Norm“ passt und die Gruppe damit mehr ein Problem hat als die betreffende Person - oder was ist so schlimm daran, wenn jemand nicht mitfährt in der Achterbahn (oder erwartet die Person, dass ihr auch nicht fahrt?)?
Hallo Sandra,
ich frage mich, ob es sowas wie Gruppenzwang bei euch gibt. Ich z.B. würde nie in eine Achterbahn steigen; das hat mit Schweinehundüberwindung nichts zu tun - ich finde es einfach meinem Körper nicht zuträglich, ihn mit einer Riesenportion Stresshormonen zu malträtieren. Mir bekommt das nicht! Von Schweinehundüberwindung würde ich bei anderen Situationen sprechen, z.B. wenn jemand auf der Straße torkelt, sich festhalten muss, und ich nicht abhaue, sondern frage, ob ich helfen kann - kann ja sein, dass derjenige nicht betrunken ist, sondern Diabetiker mit Unterzuckerzustand ist - na ja, solche Situationen halt.
Lass doch die Leute einfach so, wie sie sind - wer weiß, was die „heimlich“ so alles anstellen, wovon du keine Ahnung hast…!
also das, was du da beschreibst, ist für mich in keiner Weise der „innere Schweinehund“. Das hier würde ich eher Intution nennen. Oder eben auch Angst.
Ich verstehe nicht, warum man jemanden/sich selbst dazu überreden muss, Achterbahnen oder sonst was zu fahren, wenn ihm irgendetwas sagt, dass er das nicht will/kann.
Und von wegen, es ist unwahrscheinlich, dass da was passiert… ich meine mich zu erinnern, im vergangenen Sommer von mehreren Unfällen in Vergnügungsparks gehört zu haben… aber das ist ja auch zweitrangig. Es KANN was passieren und wenn sie da halt Respekt vor hat, finde ich das nicht besonders verwerflich. Und wenn sie da selbst von enttäuscht ist, naja, das hat sie für umsonst, ehrlich gesagt. Vielleicht sollte sie auch froh sein, dass ein gewisser Instikt in ihr noch wach ist.
Ich bin früher auch auf jedes Fahrgeschäft aufgestiegen, ob Kopf stehen, Looping etc. egal… das war nur Fun. Heute würde sich mir schond er Angstschweiß in den Handflächen bilden, wenn ich nur an der Kasse stehe. Ich hab auch nie was negatives erlebt. Ist halt so.
Offenbar reagieren Menschen unterschiedlich auf Achterbahnen. Nicht alle empfinden dabei Spaß oder Lust. Das kann sich im Laufe des Lebens auch ändern. Früher machte es Spaß, wenn man älter ist nicht mehr. Oder andersrum.
Kennst du Europapark? Da gibt es den Silverstar. Man fällt mit 130 kmh mit negativem G senkrecht in die Tiefe. Es treten Beschleunigungen wie in einem Kampfjet auf. Ich bin 1x gefahren, auch nur deswegen, weil ich mich breitschlagen ließ. Ich hatte dabei *Todesangst*. Dieses Gefühl kannte ich vorher nicht. Ich würde es NIE WIEDER tun. Eher lasse ich mir vier Weisheitszähne herausoperieren. Mein Mann und mein Bruder fuhren noch zusätzlich zweimal, weil sie es so geil fanden.
Laßt eure Freundin in Ruhe und bringt sie nicht in einen Konflikt aus Zugehörigkeitswunsch und purer Angst. Das ist grausam.