vor Kurzem habe ich hier gepostet, dass über meine Frauenärztin Gerüchte verbreitet wurden.
Diese Gerüchte stammen aus der ehemaligen Gemeinschaftspraxis, von der sich meine Frauenärztin im Streit getrennt hat.
So, dann habe ich ihr direkt ne Email geschrieben und gefragt, was an dem Gerücht dran ist (besser als über 100 Ecken - nettes Patienten-Ärztin-Verhältnis – wenn man das so sagen kann…).
So, gut eine Woche später rief mich gestern abend meine Ärztin an und hat sich natürlich gedacht, woher dieses Gerücht kommt (ich habe mal vorerst nichts dazu gesagt), und hat mich gebeten bei ihr vorbeizukommen und das nochmal zu besprechen, wofür ich auch bereit bin.
Nun meine Frage: Sie sprach von übler Nachrede, ich würde ihr natürlich gerne sagen, dass sie mit ihrem Verdacht richtig liegt.
Welche Konsequenzen würden daraus für den Gerüchteverbreiter entstehen?
Oder was würde evtl. auf mich zukommen?
Haltet ihr das für ne gute Idee - steht doch dann Aussage gegen Aussage, oder?
Wie gesagt, ich wäre bereit, ihr das zu sagen was ich weiß, denn sowas kann echt rufschädigend sein (keine Ahnung, wem und wievielen Menschen die Sprechstundenhilfe der anderen Praxis das noch erzählt hat!)
halt Dich da raus. Das ist der einzige Tipp. So schön kann doch kein Doc sein, dass Du deshalb eine Mordsrennerei und Ärger in Kauf nimmst. Für Dich würde kein Arzt einen anderen lang machen (das mit der Krähe…)
warte es ab was Du davon hast, wenn die Streithähne dich vor Gericht zerreiben zwischen Ihren eigenen Fronten … halt Dich da raus ist echt besser für Dich …
nein, ich finde es überhaupt nich OK, sich da raus zuhalten. Schließlich versucht man der Ärztin ihre Existenz zu rauben, und dies ist kein Kavaliersdelikt. Und nur wenn es unabhängige Dritte als Zeugen oder andere gerichtsverwertbare Beweise gibt, hat sie eine Chance, dass Gerichte dafür sorgen werden, dass die Schuldigen bestraft werden, und ggf. auch zivilrechtlich zu Schadenersatz / Schmerzensgeld verurteilt werden. Und dies hat nicht mit der Frage zu tun, ob die Betroffene Ärztin, Arbeiterin oder … ist. Zivilcourage ist in D leider zum Fremdwort geworden und wenn ich mir in der Kanzlei ansehe, wieviele eigentlich eindeutige Fälle nur deshalb zu Lasten des ohnehin schon Geschädigten dann auch noch vor Gericht baden gehen, weil Leute keine Lust haben mal eben ein paar Minuten auch vor Gericht zu bezeugen, was sie gesehen und gehört haben, dann wird mir schlecht.
Jeder, der wie die beiden bisherigen Poster antwortet sollte sich fragen, wie er die Sache sehen würde, wenn er z.B. Opfer eines unklaren Verkehrsunfalls mit großem Schaden werden sollte, und dann zwar zig Leute den Unfall gesehen hätte und die Unschuld belegen könnten, die aber einfach keinen Bock haben und man dann mit zigtausend Euro Schaden, ggf. einer ruinierten Gesundheit dasteht, und Schädiger und Versicherung nicht zahlen.
Mein direkter Tipp an dich: Wenn du davon überzeugt bis, dass jemand vorsätzlich falsche Dinge über deine Ärztin verbreitet, die geeignet sind, dieser einen Schaden zuzufügen, dann biete ihr an, dies in Form einer Eidesstattlichen Versicherung schriftlich zu bestätigen und ggf. auch vor Gericht als Zeugin auszusagen. Schreibe in die Erklärung rein, was du genau selbst gehört und gesehen hast, beschuldige niemand direkt wegen Dingen vom Hörensagen, sondern bringe zum Ausdruck, wo Dinge nur vom Hörensagen und und von wem sie stammen, und verzichte auf Vermutungen. Damit hilfst du deiner Ärztin und fügst du niemand Unrecht zu. Ein gegnerischer Anwalt wird ggf. zwar versuchen, dich vor Gericht anzugreifen, aber so sind da nun mal die Spielregeln. Wer nicht vorsätzlich vor Gericht lügt oder Leute ins Blaue hinein beschuldigt, hat nichts zu befürchten.