ich habe mir heute eine etwas teuerere Uhr gekauft. Ich wollte euch jetzt deshalb fragen, ob man die Uhr noch versichern muss. Ich habe derzeit eine Hausratsversicherung. Fällt die Uhr darunter? Oder muss ich noch etwas anderes abschließen?
Wie teuer war die Uhr denn? Wertvolle Gegenstände sind in der Hausrat-
versicherung mitversichert. Aber meist prozentual sowie mit Beträgen begrenzt. Steht in deinen Vertragsbedingungen.
Gruß J.K.
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Wie teuer war die Uhr denn? Wertvolle Gegenstände sind in der
Hausrat-
versicherung mitversichert. Aber meist prozentual sowie mit
Beträgen begrenzt. Steht in deinen Vertragsbedingungen.
Die Uhr hat rund 3k€ gekostet. Also doch schon ein Preis, der andere zu Straftaten anlockt.
Meine Hausratsversicherung habe ich über 90.000€ abgeschlossen. Dies sind 800€ pro Quadratmeter. Ich habe jetzt die Police nicht hier, aber laut der weltweiten Müllhalde steht da drin, dass Wertsachen insgesamt 20% der Versicherungssumme und eine Außenversicherung zu insgesamt 30% der Versicherungssumme abdeckt.
Im worst case (20%) wären das also 18k€. Aber: Ich habe meinen Versicherungsvertreter vor einiger Zeit mal angesprochen, ob mein Notebook auch mit versichert ist. Er meinte dann daraufhin zu mir, dass Notebooks, Handys und Flachbildschirme nicht in der Außenversicherung enthalten sind.
Mir geht es wie gesagt nicht darum, dass die Uhr Schaden nimmt, sondern dass die Uhr entweder bei einem Raub (auf der Straße) oder einem Trickdiebstahl („eben grade war die Uhr doch noch an meinem Handgelenk“) wegkommt.
Die Uhr hat rund 3k€ gekostet. Also doch schon ein Preis, der
andere zu Straftaten anlockt.
Hallo,
wer es sich leisten kann, 3000 € in eine Uhr zu investieren, dem sollten erst recht nicht das Abhandenkommen des Stückes durch zB Diebstahl (Wahrscheinlichkeit deutlich weniger als 10%) solche großen wirtschaftlichen Probleme bereiten, dass dafür eine Versicherung angesagt ist.
Grundsätzlich: Eine Versicherung (Verteilung des Risikos auf die Schultern der Gesamtheit der Versicherungsnehmer) wird nur dort benötigt, wo bei Eintritt des Risikofalles „Holland in Not“ wäre.
Gruß
Karl
wer es sich leisten kann, 3000 € in eine Uhr zu investieren,
dem sollten erst recht nicht das Abhandenkommen des Stückes
durch zB Diebstahl (Wahrscheinlichkeit deutlich weniger als
10%) solche großen wirtschaftlichen Probleme bereiten, dass
dafür eine Versicherung angesagt ist.
seit wann steht es einem Aussenstehenden zu, über den Sinn oder Un-Sinn einer Versicherung zu urteilen?
Der Themenstarter hat offensichtlich das Bedürfns einen - nicht unerheblichen - Sachwert abzusichern. Aus der Tatsache, dass er sich eine Uhr für 3.000 € geleistet hat, zu schließen, dass er gefälligst auch genug Geld für den Fall eines Verlustes zu haben hat, ist reichlich vermessen.
Grundsätzlich: Eine Versicherung (Verteilung des Risikos auf
die Schultern der Gesamtheit der Versicherungsnehmer) wird nur
dort benötigt, wo bei Eintritt des Risikofalles „Holland in
Not“ wäre.
Und die Defintion von „Holland in Not“ erfolgt im besten Fall durch jeden Versicherungsnehmer ganz individuell. Ob andere das auch oder anders machen würden, steht nicht zur Debatte.
Ich hoffe Du hast Dein Auto nicht kaskoversichert, das wäre
nach Deiner Interpretation nämlich auch überflüssig!
Also meins ist zumindest nicht vollkaskoversichert… was ist an seiner Logik denn falsch? Jetzt wo du’s sagst, frage ich mich auch, ob die Teilkasko überhaupt Sinn macht. Klär mich auf .
es geht um die Aussage, wenn ich 3000€ für ne Uhr ausgeben,
ist es quatsch diese zu versichern, da ich ja bestimmt wieder
3000€ für ne Neue habe.
Folglich muss dies ja auch für z.B. Autos und Immobilien gelten.
Ich bringe aus meinem Ausgangsposting in Erinnerung:
Grundsätzlich: Eine Versicherung (Verteilung des Risikos auf die Schultern der Gesamtheit der Versicherungsnehmer) wird nur dort benötigt, wo bei Eintritt des Risikofalles „Holland in Not“ wäre.
Das heisst, ich brauche die Versicherung dort, wo bei Eintritt des Risikofalles „Holland in Not“ wäre. Also : wenn der Verlust des Auto mich finanziell so hart treffen würde, dass ich auf fremde Hilfe (die der Versichertengemeinschaft) angewiesen wäre, dann ist es gut, versichert zu sein. Dafür bin ich als Versicherungsnehmer auch gerne bereit, mit meinem Versicherungsbeitrag anderen Versicherungsnehmern in der Notsituation auszuhelfen.
So ergibt sich, dass für sehr viele eine Kaskoversicherung des fahrbahren Untersatzes eigentlich unklug ist. Die Versicherung einer Immobilie gegen Totalverlust oder schwere Beschädigungen hingegen, die macht für die Mehrzahl der Bürger schon Sinn.
Abschließend bin ich bin kühn und behaupte, dass nach dieser (meiner Ansicht nach schlüssigen) Logik mindestens die Hälfte der abgeschlossenen Versicherungsverträge unsinnig sind, zB Reiserücktritt, Rechtschutz (auch für Bagatellfälle). Auf jeden Fall sollte man vor Abschluss eines Versicherungsvertrages für sich prüfen, ob ein Tarif mit Selbstbeteiligung nicht eher angesagt ist, mit einem idR deutlich niedrigerem Beitragssatz.
Dann hast Du Dich entsprechend Deiner Risikoeinstellung versichert. Du sollten anderen aber auch zugestehen, sich gemäß deren Vorstellungen abzusichern.
Gruß
CM
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Das heisst, ich brauche die Versicherung dort, wo bei Eintritt
des Risikofalles „Holland in Not“ wäre.
So definierst DU Deine Risikoeinstellung. Dies muss aber nicht für alle Menschen so sein!
Abschließend bin ich bin kühn und behaupte, dass nach dieser
(meiner Ansicht nach schlüssigen) Logik mindestens die Hälfte
der abgeschlossenen Versicherungsverträge unsinnig sind, zB
Reiserücktritt, Rechtschutz (auch für Bagatellfälle).
Ich hätte eher die Glasversicheurung genannt. Ob z.B. eine Rechtsschutzversicherung nötig ist, muss doch jeder für sich selber entscheiden, auch das kann man nicht pauschal beurteilen!
Auf
jeden Fall sollte man vor Abschluss eines
Versicherungsvertrages für sich prüfen, ob ein Tarif mit
Selbstbeteiligung nicht eher angesagt ist, mit einem idR
deutlich niedrigerem Beitragssatz.
Vor allem sollte man den Versicherungsumfang überprüfen, da sind die Baustellen größer, als bei der Selbstbeteiligung.
Ob eine Selbstbeteiligung sinnvoll ist, hängt wiederum von der individuellen Schadenerwartung ab. Subjektiv schadenarme Personen tendieren zur Selbstbeteiligung, schadenreiche Personen nicht. Somit ergibt sich sogar ein negative Selektion, die die Versicherung mit Selbstbeteilgigung überproportional günstiger macht (tendenziell besserer Schadensverlauf).