Ultraschall schädlich?

Hi,

ich habe es nur in einer Diskussion gehört.

Ultraschall soll im Bauch der Mutter für das Kind unheimlich laut sein (soweit es schon hörfähig ist). Ich denke, das dies auf die Frequenz ankommt. Mit dem Alter nimmt die Hörbarkeit der hohen Töne ab, umgekehrt dazu, hört das Kind die Geräte??? Weitere Beeinflussung halte ich für Gerüchte (Erwärmung des Fruchtwassers etc.). Ist da was dran?

Gruß
André

Hi,

ich habe es nur in einer Diskussion gehört.

Ultraschall soll im Bauch der Mutter für das Kind unheimlich
laut sein (soweit es schon hörfähig ist).

Da ist mit Sicherheit nicht richtig. Kinder können ab einer bestimmten SSW schon hören. Das merkt man, wennn Sie bei bestimmten Geräuschen erschrecken oder einfach nur munter werden. Dies nutzt man auch in der Geburtshilfe aus, um einen Weckversuch mit einer Klingel etc. zu machen.
Bei „guter“ Musik fühlen sie sich ja auch wohl.

Wenn die Ungeborenen unter dem Lärm beim Ultraschall zu leiden hätten, würde man es wohl sehen, wie sie sich bewegen.

Ich denke, das dies
auf die Frequenz ankommt. Mit dem Alter nimmt die Hörbarkeit
der hohen Töne ab, umgekehrt dazu, hört das Kind die Geräte???

Wenn es sich nicht um eine ungeborene Fledermaus handelt - nein. Ansonsten hören sie nur die Lüfter …:wink:

Weitere Beeinflussung halte ich für Gerüchte (Erwärmung des
Fruchtwassers etc.). Ist da was dran?
Gruß
André

Ultraschall kann in bestimmten Konstellationen sehr wohl zu einer Erwärmung führen. Dies betrifft aber nicht den „normalen“ Ultraschall der lt. Mutterschaftsrichtlinien beim FA /FÄ durchgeführt wird.
Es geht dabei um minimale Erwärmungen beim Farbdoppler in der Frühschwangerschaft. Er ist daher dort auch nicht zugelassen.
Dieses Problem spielt daher in der Praxis keine Rolle. Das Fruchtwasser wird man damit auch nicht erwärmen können. Selbst wenn dieses um 1 C geschehen würde, wäre es wohl auch nicht dramatisch, da dies ja beim Fieber auch so ist.

Gruss
H.M.

Hi André! Hi Gemeinde!

Daß Ultraschall für Fötus zu Hörschäden beim Kind führen kann, habe ich auch gehört.

Dazu Dr. Miriam Stoppard in „Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt“ 7. Auflage, Berlin 1998 (Eine Art Bibel für Schwangeren, die wissen wollen was überhaupt passiert):
„Im Gegensatz zu Röntgenstrahlen stellt die Ultraschalluntersuchung, soweit bekannt, keine Gefahr für den Fetus dar. Es wurden auch Fragen zu den langfristigen Auswirkungen der Schallwellen laut, zB. Hörschäden. Neuere Forschungsergebnisse lassen jedoch die Schlußfolgerung zu, daß Ultraschall weder für die Mutter noch für das Kind schädlich ist, da die Schallwellen von geringer Intensität sind. Die Untersuchung kann also mehrmals durchgeführt werden.“

Ausserdem kann so eine Untersuchung Aufschluß darüber geben, ob das Kind gesund ist.

Die Freude der Eltern wenn sie das Kind auf diese Weise zum ersten mal sehen ist nahezu unbeschreiblich. Genauso habe ich das auch erlebt (Den Großeltern ganz zu schweigen!!!)

Ausserdem da ich eine sog. „Risikoschwangerschaft“ darstellte, wurden bei mir viele Ultraschalluntersuchungen durchgeführt (jedenfalls viel mehr wie sonst üblich). Wenn sie schädlich gewesen wären, ich kann Dir, André, schwören mein Sohn wäre jetzt taub. Und er hört bestens (auch vom HNO-Arzt bestätigt)

Schönen Gruß und alles Gute!
Helena

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

jein :smile:
Hi André,

zu der Frage habe ich herumrecherchiert, als ich schwanger war, das interessierte mich auch.

Fazit der Recherche war: Eine Schädigung des Embryos durch Ultraschall ist wissenschaftlich nicht nachweisbar.

So weit, so klar. Tatsache ist aber auch, daß viele Frauenärzte, Hebammen und Schwangere sind einig sind, daß vielen Ungeborenen der Ultraschall auf irgendeine Weise unangenehm scheint. Daher kommt die Theorie mit den Schallwellen.

Ich selber konnte es bei meinem Baby auch beobachten, daß es sich vor CTG und Ultraschall regelrecht verkrochen hat.

Liebe Grüße,
Nike

Hi Nike,

vielleicht spüren sie die Schallwellen, ähnlich den spürbaren Wellen von Infraschall (kennt man ja). Ich weiss nicht, ich bin eben als Neuling in Sachen Kinder echt überbesorgt diesen Gedanken gegenüber, zumal die Schwangerschaft zur Zeit nicht ganz normal verläuft (Blutungen, 7. Woche) und daher noch häufige Untersuchungen anstehen. Gut, das Kleine ist noch kein vollständiger Mensch, aber Sorgen mache ich mir in alle Richtungen…

Gruß und Danke
André

Hallo André,

Schwangerschaft zur Zeit nicht ganz normal verläuft
(Blutungen, 7. Woche) und daher noch häufige Untersuchungen
anstehen.

Bist Du derjenige, der sich vor ein paar Wochen so gefreut hat, im Mai ein Kind zu bekommen? Ich weiss nicht mehr, was Du wissen wolltest, aber ich habe mir sofort ausgerechent, dass die Schwangerschft noch nicht lange bestehen konnte. Und da habe ich gedacht: hoffentlich wissen die beiden (Du und Deine Frau/Freundin), dass die ersten 3 Monate die kritischste Zeit sind. Da kann es zu Aborten kommen, vorallem wenn es die erste Schwangerschft ist. Die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Es ist sehr traurig, wenn man plötzlich Blut in der Toilette hat, das vergisst man nie. Aber es ist bekannt, dass 2/3 (glaube ich) aller Schwangerschaften (ein grosser Teil davon auch wieder umbemerkt (= „verspätete Monatsblutung“) abgehen.

Ich wünsche Euch trotzdem alles Gute, das ist klar. Aber Ihr dürft Euch vor Sorgen auch nicht verrückt machen und verkrampfen, schon gar nicht die Mutter, das kann sonst alles beschwerlicher werden.

Wenn es eine schwierige Schwnagerschaft ist, ist wirklich abzuwägen, ob die US-Untersuchung nicht mehr Nutzen als Schaden anrichtet zur Klärung von fetalen Schäden bzw. Problemene in der Gebärmutter.

Gruss,
Kleiner_König

Blutungen
Hallo André,

Blutungen in dem frühen Schwangerschaftsstadium sind nichts ungewöhnliches, gar nicht so selten, wie man/frau glauben mag und müssen nicht zwangsläufig Schlimmes bedeuten.

Es gibt Frauen, die schon bei einer - auch psychischen - Anstrengung zu Blutungen neigen. In diesem Fall: Schonen! Keine schweren Einkaufstüten schleppen, nicht unnötig Treppensteigen, etc. Wenn Deine Holde Stress im Job hat, können Entspannungsübungen oder Meditation helfen - da bist Du als Eso-MOD Profi, gelle? *g*.

Eine andere Ursache kann die Lage der Plazenta sein: wenn dieselbige zu tief liegt, kann es ebenfalls zu Blutungen kommen; das ‚wächst‘ sich allerdings in der späteren Schwangerschaft (also wenn die Gebärmutter größer wird) sozusagen aus.

Und dann gäbe es noch die sogenannten Kontaktblutungen, die frau sich sowohl beim Sex als auch bei einer ganz normalen Gyn-Untersuchung einhandeln kann. Auch hier gibt es für gewöhnlich keinen Grund zur Panik, auch wenn eine solche Blutung evtl. länger als 24 Stunden dauert. Die Schleimhäute werden in der Schwangerschaft stärker durchblutet und meistens ist es schlicht eine Verletzung eines Blutgefäß.

Auch wenn man in sämtlichen Fällen so schnell wie möglich den Gyn konsultieren sollte, höchste Eisenbahn ist eigentlich nur in zwei Fällen angesagt:

• die Blutungen werden von Schmerzen begleiten;
• das Blut ist hellrot.

In einem solchen Fall gehört die Liebste sofort und ohne jede Diskussion ins Auto oder ins Taxi gepackt und zu dem am nähesten praktizierenden Gyn bzw. noch besser in die nächste Notaufnahme verfrachtet.

Beste Grüße

Tessa

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Blutungen und Über-wachung
Hi André,

ich glaube zumindest, daß sie viel mehr spüren, als wir meinen.

Zu den Blutungen hat Tessa ja schon einen hervorragenden Artikel geschrieben. Ich habe selbst in der6./7. Woche Blutungen gehabt - zu dem Zeitpunkt wußte ich aber noch gar nicht, daß ich schwanger bin, sonst hätte ich mich wohl verrückt gemacht. Aber gerade in der Zeit gibt’s häufiger Blutungen, oftmals zum dem Zeitpunkt, an dem die Periode normalerweise kommen würde.

Psychisch ist das natürlich immer eine Belastung, vor allem, weil die ersten drei Monate so unsicher sind.

Trotzdem finde ich, daß heutzutage bzw. hierzulande auch oftmals Schwangere tot und wieder lebendig überwacht werden. Ich habe mir darüber während meiner Schwangerschaft viele Gedanken gemacht, wenn Du sie lesen willst, findest Du sie hier
http://www.ladymin.de/Baby/gedanken/ueberwachung.htm

Das Wichtigste ist gerade bei Blutungen, daß Deine Frau/Freundin zur Ruhe kommt und sich nicht verrückt macht oder machen läßt!

Liebe Grüße,
Nike

Tach Hoheit,

Und da
habe ich gedacht: hoffentlich wissen die beiden (Du und Deine
Frau/Freundin), dass die ersten 3 Monate die kritischste Zeit
sind.

Halte mich bitte nicht für klugscheißerisch, aber das weiß - denke ich - nun wirklich jede Frau im gebärfähigem Alter…

Da kann es zu Aborten kommen, vorallem wenn es die erste
Schwangerschft ist. Die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Es ist sehr traurig, wenn man plötzlich Blut in der Toilette
hat, das vergisst man nie. Aber es ist bekannt, dass 2/3

Neee, so viele sind es nicht… Ich habe es mal vor zwei Jahren für einen Artikel recherchiert: um die 25 % aller Schwangerschaften enden mit einem unbemerkten spontanen Abort (die von Dir erwähnte verspätete Blutung); erst vom Gyn erfährt man dann, daß man also frau schwanger war.

Wenn es eine schwierige Schwnagerschaft ist, ist wirklich
abzuwägen, ob die US-Untersuchung nicht mehr Nutzen als
Schaden anrichtet zur Klärung von fetalen Schäden bzw.
Problemene in der Gebärmutter.

Weia! Bei einer Sono wird die Frau doch nicht in einen Kernreaktor geschoben…

Beste Grüße

Tessa

Hallo tessa,

Halte mich bitte nicht für klugscheißerisch, aber das
weiß - denke ich - nun wirklich jede Frau im gebärfähigem
Alter…

Ich wusste es nicht, bis ich den Abort hatte, warum auch immer (ich das nicht wusste).

Weia! Bei einer Sono wird die Frau doch nicht in einen
Kernreaktor geschoben…

Nee, ich habe mich unglücklich ausgedrückt, kam aber nicht auf was besseres. ich meinte letztlich schon, dass das hier vermutete Risiko einer US-Untersuchung gegenüber den Schäden, die durch unterlassene US-Untersuchungen nicht/zu spät entdeckt werden, vernachlässigt werden kann, will sagen: besser US und man weiss, wie es um Kind und Gebärmutter steht, als keinen US zu machen und mit (schwerwiegenden) Komplikationen konfrontiert zu werden.

Gruss,
K_K *auch nicht besser, nich’?* :wink:

Beste Grüße

Tessa

Danke + Ergänzung
Hallo Tessa,

vielen Dank für deine Antwort.

Auch Dank an alle anderen.

Nun, gestern Abend hat sich das Kleine verabschiedet. Wir sind zwar noch zum Arzt, aber es war zu spät. Ist nun nicht mehr zu ändern. Aber das Leben ist ja noch lang…, kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.

André

verdammt
Hallo André,

drück Deine Frau/Freundin ganz fest. Ich weiß, wie sie sich fühlt. Laßt Euch Zeit, es zu verarbeiten, und fangt dann - ohne Angst - von vorne an.

Ich denk an Euch.
Liebe Grüße,
Nike