Hallo zusammen!
Heute habe ich mal eine Frage:
Ich war gestern bei meine Gynäkologen (hatte vor kurzem gewechsel, weil bei meinem alten ARzt so schwer Termine zu bekommen waren) wegen akuter Beschwerden. (Hier Erhärtung in der Brust mit Schmerzen und Sekretabsonderung). Er untersuchte, machte eine Abstrich und meinte nach dem Tastbefund, dass er eine Erhärtung fühlt und ich unbedingt eine Mammographie machen lassen sollte. Ich bekam eine Überweisung.
Heute habe ich dann - gottseidank gibt es auch gute Praxen - eine Mammographie machen lassen und darauf konnte man wegen zu dichtem Gewebe nichts erkennen. Die Radiologin moniert, dass der Arzt nicht direkt gestern ein Ultraschall gemacht habe und meinte im Befund schreibt sie in jedem Fall rein, dass ein US der Brust erforderlich ist.
Ich direkt wieder zum Gynäkologen und ihm berichtet, dass ein Ultraschall der Brust gemacht werden muss. Erst wollte man mich vertrösten, weil der Befund ja noch nicht da wäre. Ich weiß aber, dass er Sonographie der Brust anbietet, weil im Wartezimmer dies als IGEL-Leistung (40,- EUR selbst zahlen) im Rahmen der Vorsorge angeboten wird.
Er meint er stellt mir natürlich eine Überweisung zur Sonographie aus. Ich habe dann gefragt, ob er dies nicht mehr anbietet und die Möglichkeit nicht hat. Da bekam ich zur Antwort: „Wissen Sie… ich bekomme für ein Ultraschall der Brust von der Krankenkasse 0,59 Cent Bezahlung. Glauben Sie ernsthaft, dafür schmeiße ich mein Gerät an? Das hat eine halbe Million gekostet, wenn mir da eine Sicherung rausspringt, wer bezahlt dann die Reparatur?“
Also ich war erstmal sprachlos und habe ihm dann erklärt, es ginge ja um meine Gesundheit und meine Beschwerden und ich wäre auch bereit das privat selbst zu zahlen.
Nööö… er hatte wohl keine Lust das Gerät anzuschmeißen. Diskutierte noch mit mir über die schlechte Bezahlung der Ärzte und mangelnde Versorgung von Kassenpatienten und drückte mir dann die Überweisung in die Hand mit einer Telefon-Nr. vom Krankenhaus.
Dort habe ich jetzt natürlich erst am nächsten Montag einen Termin bekommen. D.h. weiter Beschwerden und wieder warten und ich weiß immer noch nicht, ob es etwas schlimmes ist.
Mal abgesehen von der menschlichen Seite: Darf der Arzt - obwohl er selbst die Möglichkeit zur Diagnostik hat - einfach aus Kostengründen die Diagnostik verweigern?
Muss man so etwas als Patient hinnehmen?
Habe mit der Krankenkasse telefoniert und diese meinte ich soll den Arzt wechseln. Beschwerden bei der kassenärztlichen Vereinigung siene meist erfolglos, weil ich ja keine Zeugen hätte. Nein Zeugen habe ich keine. Aber einen Internetauftritt in dem er mit dem US der Brust wirbt und einen Überweisungsschein.
Mir geht es da eigentlich um das Prinzip, ob man sich als Kassenpatient wirklich alles bieten lassen muss. Ich arbeite und zahle nicht wenig Beitrag. Dass ich nicht privat versichert bin, kann ich mir leider nicht aussuchen. Ich bin dieses Jahr das zweite Mal überhaupt beim Arzt gewesen. War überhaupt noch nicht AU dieses Jahr, bin also eigentlich wirklich kein Patient, der wegen jedem Kinkerlitzchen auf der Matte steht.
Danke für Eure Meinung und Ratschläge!
Grüße
Mela
- ganz offenbar missverstanden hast.