diese wörter garantieren reibungslosen internationalen
austausch. oder wäre es besser, wissenschaft, kunst und
geschäft blieben ausschließlich innerhalb der deutschen
sprachgrenze?
genau das tun sie nämlich nicht immer, diese Wörter, sondern führen gerade in der betrieblichen Praxis oft zu mehr Verwirrung. Natürlich ist der Begriff „Soft Skills“ (um den ging es ja ursprünglich) in der Fachwelt der Erwachsenenbildung ein terminus technicus (schön, gelle?), aber ich kann doch nicht voraussetzen, dass dieser von aller Welt so verstanden wird. Eine Interpretation ins Deutsche kann da durchaus hilfreich sein, da meines Wissens in diesem unseren Lande doch noch einige dieser Sprache mächtig sind und sie sogar besser verstehen als andere Sprachen.
Es gibt hierzu auch interessante Untersuchungen, nämlich dass bestimmte Produkte weltweit schlechter abgesetzt werden seit sie im Sinne der überbeanspruchten Globalisierung plötzlich in englische Begriffe umbenannt werden.
Nachdem ein Rasenmähermodell eines Großkonzerns von „Rasenmäher 3000T“ in „Garden now or never set“ umbenannt wurde, kauft ihn in Japan kein Mensch mehr.
Und der altbewährte Hersteller für Heimwerkerbedarf in Hessen (der sowieso nicht exportiert) erlitt einen wirtschaftlichen Einbruch in der Heimat, seit er nicht mehr Pinsel in verschiedenen Stärken verkaufte, sondern seine Modelle in „Paint-Server“, „Paint-Master“ und „First Paint-Helper“ umbenannte. Der bisherige Konkurrent, der weiterhin unter „Müller-Pinsel“ verkaufte, übernahm fast das gesamte Segment.
Und was nützt es denn dem Hausmeister in einem mittelständischen Unternehmen in Thüringen oder im Allgäu, wenn er plötzlich für Facilities und Logistics zuständig ist und nicht mehr weiß, was er nun eigentlich zu tun hat.
Also, es geht ja hier nicht um kategorische Ablehnung von Fremdwörtern - du liebe Güte, was müsste ich da alles aus dem Vokabular streichen - ich denke nur, es ist etwas kurzsichtig, wenn man jeden Amerikanismus unter dem Schlagwort „Globalisierung“ billigt und sich damit das Nachdenken erspart. Die Folgen dieser Nachlässigkeit können tatsächlich wirtschaftlich verheerende Folgen haben, um mal nicht nur rein aus sprachlicher Sichtweise heraus zu sprechen.
Meinungen von Ausländern, die sich noch die Mühe machten deutsch zu lernen (denn auch die gehören ja zur Globalisierung *grins*) - jetzt sinkt die Möglichkeit, diese Sprache zu verstehen, endgültig.
In diesem Sinne werde ich mich weiterhin bemühen, weniger großzügig mit Amerikanismen umzugehen.
sehe jetzt deine perspektive
danke lilly, für deine ausführliche erklärung.
ich habe wohl etwas vorschnell hier hereingepostet, ohne dich genau angehört zu haben. ich gebe dir recht, wenn du sagst, daß in den amerikanismen eine politische dimension verborgen ist, stichwort kulturimperialismus. auf der anderen seite gab es aber immer weltweit führende nationen, die auch ihre sprache exportiert haben, zum beispiel die griechen unter alexander, oder die römer. heute machen das die amerikaner…
mich stört überhaupt gequatsche, das mangelnde kompetenz durch fremdwörter ausgleichen will. das gabs immer. früher faselten die leute französisch oder latein, heute englisch. ist also nichts unbedingt modernes.
My dear Mr. singing club …
Uschi is heavy on wire. Now I make myself me nothing, you nothing out of the dust and scrape the curve. Else become I still one too much here! I wish you all a beautiful party-evening.
On againseeing
kw