Mit aller Vorsicht!
Moderatoren, den „Bastelhinweis“ in der Brettbeschreibung kenne ich. Ich habe ihn seinerzeit schließlich selbst geschrieben. Aber die beschriebene Situation - also die Geografie - lässt sich mit unseren landläufigen Anforderungen nicht 100&ig vereinbaren. Also bitte ich um Nachsicht.
Ihr seid selbst Experten der Materie und könnt mich ggfs. gerne ergänzen und/oder korrigieren.
nun sitz ich hier in Äthiopien…
Okay, da wird’s mit einer Elektrofachkraft mitteleuropäischer Güte wohl etwas schwierig, denke ich.
Mach folgendes:
Du beschaffst Dir eine Kaltgerätezuleitung, wie sie an Monitoren benutzt wird, die ihre Spannung vom PC-Netzteil beziehen. Da ist nämlich ein Kaltgerätestecker dran. Die Kupplung am anderen Ende scheidest Du ab und legst dort die Adern frei. Es sollten ein blauer Leiter auftauchen, ein grün-gelber und ein dunkler (vermutlich braun oder schwarz oder grau). Mach es bitte ordentlich und konzentriert, beim Entfernen des äußeren Mantels nicht die Aderisolationen quetschen oder einschneiden oder sonstwie verletzen!
Lass den grün-gelben Leiter etwas länger als die beiden anderen, einen oder zwei Zentimeter. Das hat den Zweck, dass die Schutzerde (grün-gelb) immer noch Kontakt hat, wenn durch Zugkräfte (Rabauken und Trottel gibt es überall) die beiden anderen Leiter schon von den Schrauben gerissen wurden.
Weiterhin brauchst Du eine Schuko-Steckdosenkupplung oder die Steckdosenleiste einer Verteilersteckdose. Bei der Steckdosenleiste wird es möglicherweise etwas schwierig, weil die Dinger seit Jahren kaum noch aufschraubbar sind… da musst Du halt gucken.
Die Steckdose (oder Steckdosenleiste), an die Du jetzt die Leitung montieren sollst, hat drei Schrauben. Grün-gelb kommt an den Schutzleiterkontakt. Die farbige Isolation ist etwas zu entfernen, vielleicht - je nach Bauweise der Steckdose - 0,5 bis 1 cm. Dabei - ebenfalls! - darauf achten, dass der Kupferleiter nicht eingeschitten oder eingekerbt wird.
Den Schutzleiterkontakt erkennst Du daran, dass er mit den beiden Schutzkontakten verbunden ist. Das sind diese beiden gegenüberliegenden Drahtbügel, die Du in jeder Schukosteckdose sehen kannst. (Wenn Dir das jetzt aber gar nix sagt und Du nur dicke Fragezeichen in den Augen hast, dann vergiss das ganze Projekt!)
Die beiden anderen Adern werden unter die verbleibenden beiden Schrauben geklemmt. Wenn Du keine Aderendhülsen hast und nicht mit dem Lötkolben umgehen kannst, bleibt Dir nichts Anderes übrig, als die Kupferleiter mit den Fingern zu verdrallen. Da ist prinzipiell zwar Scheiße und auch nicht zugelassen, aber wenn’s nicht anders geht… naja, Äthiopien halt… aber dann achte unbedingt darauf, die Schrauben nicht wie wahnsinnig festzuknallen. Das ist für die feinen Kupferdrähtchen gar nicht gut.
Der äußere Mantel kommt unter die Zugentlastung. Wenn Du jetzt wieder Fragezeichen in den Augen hast und damit gar nix anfangen kannst… wie schon gesagt: Dann vergiss das Projekt!
Sollte das alles funktionieren, dann achte darauf, die neue Leitung nicht „volles Pfund“ zu belasten. Der Leitungsquerschnitt beträgt keinesfalls 1,5 qmm, sondern ist dünner. 1000 Watt oder auch etwas mehr sind kein Problem. Aber ein Bügeleisen und die Klimaanlage und vier bis dreizehn PCs und das alles gleichzeitig… da wird’s brandgefährlich.
Gruß!
Tino