Umdrehungszahl VS PS verstehe ich nicht

Hallo, was ich bis heute nicht verstehe und wo ich mich als „Mann“ auch schäme. WIESO sagen meine Arbeitskollegen und Freunde das die Umdrehungszahl eines Autos wichtiger ist als die Ps Zahl?

also… anscheinend dreht sich etwas am Motor… ich nehme mal an die Stange welche aus dem Motor rausguckt und welches mit dem Kolben verbunden ist.

Meine Logik.
PS= eine bestimmte Stärke zb. ein Pferd auf einem Fahrrad

so, wenn man ein Pferd auf dem Fahrrad hat, dann könnte dieses Pferd entweder im leichtestengang viele umdrehungen schaffen bis dem die Beine wegfliegen beim Auto wäre es Motor und der erste gang und durchgedrückter Gaß.
Oder das Pferd könnte im letzten gang wenig umdrehungen schaffen aber dafür sind die umdrehungen bei höheren geschwindigkeiten für das Pferd also auch für den Motor einfacher da wie das Pferd auch das Motor sich nicht überhitzen müssen.
SOO, ein Starkes PFERD=PS könnte auch mehr UMDREHUNGEN machen und ein schwaches Pferd bzw. ein schwacher Motor könnten nur wenig umdrehungen machen. dann kömmen die dummen aussagen… ja die übersetzung… mehr PS im 1Gang bléiben IMMER stärker als wenig PS mit einer höheren umdrehung… vorallem sollte ja weniger PS nicht eine höhere umdrehung machen können… HILFT mir ich übersehe da etwas.

Versucht erst BItte mich zu verstehen bevor ich mir antwortet weil sonst werde ich auch nicht eure Ansicht verstehen. danke

Hi
vergessen sie alles was Sie in dem zusammenhang unvollständig zusammengefügt haben, denn es ergibt keinen Sinn.

Die PS , bzw die KW die ein Motor leistet , kommt aus dem Schwung und der Kraft die ein Motor entwickeln muss , um eine gewisse Leistung zu bringen.

sagen wir 2 Motorvarianten , ein kleiner 1,4 Liter 4 Zylinder und ein 2,0 Liter sollen beide 100 Ps bringen.
der kleine hat weniger Hubraum um muss deshalb mehr schwung haben.
Beispielweise der Peugeot Motor hat 1,4 Liter , 7400 U/min und bringt dabei 100 Ps ,
Techniche Folge , bei niedriger Drehzahl weniger leistung aber auch geringerer Benzinverbrauch , aber bei Vollgas so hohe Drehzahl das er richtig heftig säuft .
im bergischer Landschaft braucht dieser Motor in einem Peugeot 1006 rund 17 Liter obwohl er bei konstant 90 mit 6,4 Litern angegeben ist.
im gegenzug der alte Opel Rekord Motor , 100 Ps aus 2,0 Liter Hubraum bei 4900 U/min . techniche Folge , durch den grösseren Hubraum etwas mehr verbrauch bei 90 km/h ( ca 10 Liter ) aber bei Vollgas hällt er sich in grenzen , mehr als 13 Liter habe ich nie verbraucht.

Toni

Hallo,

Die PS , bzw die KW die ein Motor leistet , kommt aus
dem Schwung

also Drehzahl

und der Kraft

sagen wir Drehmoment, das ist Kraft an einem Hebelarm

der kleine hat weniger Hubraum um muss deshalb mehr schwung haben.

Nicht zwangsläufig. Einem kleineren Motor kann man durch Zwangsbeatmung (Aufladung) das Drehmoment erhöhen, so dass kein höheres Drehzahlniveau nötig ist.

Gruß
Karl

Hallo,

ich habe vor allem den letzten Absatz auch nicht so ganz verstanden, möchte aber trotzdem noch etwas zufügen:

Dass die Drehzahl wichtiger ist als die Leistung kann man pauschal nicht sagen. Kennst Du den Spruch „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch mehr Hubraum“?
Oder bist Du schon mal im Linienbus mitgefahren und hast einen Blick auf den Drehzahlmesser geworfen? Die drehen selten höher als 2500 U/min und beschleunigen damit „etwas“ mehr Masse als ein PKW.

also… anscheinend dreht sich etwas am Motor… ich nehme mal
an die Stange welche aus dem Motor rausguckt und welches mit
dem Kolben verbunden ist.

Ja, falls Du die „Stange“ meinst, auf der die Keilriemen sitzen. Die Nennt sich übrigens Kurbelwelle und ist mit den Kolben im Prinzip so verbunden, wie beim Fahrrad das Kettenblatt mit den Pedalen.

PS= eine bestimmte Stärke zb. ein Pferd auf einem Fahrrad

Ja, wobei ein Pferd je nach Rasse deutlich höhere Leistung hat.

Damit ein Motor möglichst viel Leistung (früher in PS, seit mehreren Jahrzehnten in KW angegeben) hat, braucht man:

  • eine Aufladung (Kompressor, Turbo), um möglichst viel Luft (und damit Kraftstoff-Luft-Gemisch) verbrennen zu können
  • einen möglichst großen Verbrennungsraum (bei den dicken Ami-Motoren fragt keiner nach Leistung sondern nur nach Hubraum)
  • oder hohe Drehzahl (Motoren in der Formel-1 haben nicht ohne Grund eine etwa doppelt so hohe Drehzahl wie ein straßentauglicher Sportwagen

Was das Pferd auf dem Fahrrad betrifft: Das Grundprinzip eines Fahrrades und eines Autos ist sehr ähnlich. Eine Hoch-Runter-Bewegung (beim Fahrrad von den Beinen, beim Auto von den Kolben im Motor) wird so umgelenkt, dass sich zum Schluss die Räder drehen. Da Pferde aber selten solche Fahrzeuge benutzen, fahren wir doch selber mal eine Runde:
Schalte in den höchsten Gang, halte an und versuche mal anzufahren. Du brauchst viel Kraft. Im ersten Gang dagegen kann man mit relativ wenig Kraft fahren. Allerdings nicht besonders schnell, da die eigene Drehzahl (also Trittfrequenz) irgendwann nicht mehr gesteigert werden kann. Nun schalten wir einen Gang (oder wenn genügend Gänge vorhanden sind auch mehrere) hoch und können mit etwas mehr Kraft aber geringerer „Drehzahl“ deutlich schneller fahren. Wenn wir jetzt aber im zu hohen Gang fahren und plötzlich ein Berg im Weg steht, merken wir recht schnell, dass irgend wann die Kraft nicht mehr ausreicht, um die Geschwindigkeit zu halten. Unsere „Drehzahl“ wird immer geringer, außer wir erhöhen die Leistung (was irgendwann nicht mehr geht). Also erhöhen wir lieber die Drehzahl, indem wir wieder herunter schalten.

Alles klar?

Beste Grüße
Guido

Hallo, was ich bis heute nicht verstehe und wo ich mich als
„Mann“ auch schäme. WIESO sagen meine Arbeitskollegen und
Freunde das die Umdrehungszahl eines Autos wichtiger ist als
die Ps Zahl?

Weil sie keine Ahnung haben?

also… anscheinend dreht sich etwas am Motor… ich nehme mal
an die Stange welche aus dem Motor rausguckt und welches mit
dem Kolben verbunden ist.

Meine Logik.
PS= eine bestimmte Stärke zb. ein Pferd auf einem Fahrrad

Nein. PS ist eine Leistung, keine Stärke oder Kraft.

so, wenn man ein Pferd auf dem Fahrrad hat, dann könnte dieses
Pferd entweder im leichtestengang viele umdrehungen schaffen
bis dem die Beine wegfliegen beim Auto wäre es Motor und der
erste gang und durchgedrückter Gaß.
Oder das Pferd könnte im letzten gang wenig umdrehungen
schaffen aber dafür sind die umdrehungen bei höheren
geschwindigkeiten für das Pferd also auch für den Motor
einfacher da wie das Pferd auch das Motor sich nicht
überhitzen müssen.

Hier wird es relativ richtig.
Wenn man an einer Welle anpackt und diese in Drehung versetzt, dann benötigt man dazu ein Drehmoment.
Das wird so berechnet:
Nimm eine Welle und schweiße einen 1m langen Pinn dran. Dann drücke den Pin mit 1 Newton in Drehrichtung (1 N ist ca. die Kraft, die eine Tafel Schokolade als Gewichtskraft auf die Unterlage ausübt).
Dieses Drehmoment ist dann 1 Newton mal Meter, kurz 1 Nm.
Doppelte Länge der Stange = doppeltes Drehmoment bei selber Kraft.
Doppelte Kraft bei selber Stangenlänge = doppeltes Drehmoment.

Wie errechnet sich nun die Leistung?
Aus dem Drehmoment, multipliziert mit der Drehzahl und 2pi.
Hast Du einen Motor, der 100Nm Drehmoment bei 3000 Umdrehungen/min (also 50/s) hat, dann sind das:
100 Nm * 50/s * 2 * pi = 31,4 kW, also etwa 43PS.
Da sich das maximale Drehmoment eines Verbrennungsmotors je nach der aktuellen Drehzahl verändert (das sieht man an der Drehmomentkurve), ergibt sich für jede Drehzahl eine maximale Leistung.
Bis zu einer bestimmten Drehzahl erhöht sich das Drehmoment, bevor es wieder weniger wird.
Einfach nur stur die Drehzahl zu erhöhen, bringt also irgendwann nicht mehr, sondern weniger Leistung.

Um den „Charakter“ eines Motors zu verstehen, sollte man niemals nur auf Drehmoment, Leistung oder Drehzahl alleine schauen.
So hatten ältere Turbomotoren oft jämmerlich niedrige Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen, bis dann irgendwann mal der Turbo einsetzt und richtig Druck (und Leistung) bei höheren Drehzahlen macht.
Daher fühlen sich Diesel oft so „bärenstark“ an, weil sie in unteren Drehzahlbereichen recht viel Drehmoment haben. Aber durch den Abfall des Moments bei höheren Drehzahlen und der Begrenzung des Motors auf eine niedrigere Maximaldrehzahl gegenüber einem Benziner fühlen die sich dann „obenrum“ wie „zugeschnürt“ an.

Der Begriff Drehmoment spielt eine große Rolle.
Aufs Fahrrad übertragen wäre das Drehmoment die Beinkraft des Fahrers,
beim Motor ist das Drehmoment die Kraft, die der Kolben auf die Kurbelwelle bringt.

Dazu muss gesagt werden, dass die Verbrennung in einem Motor je nach Drehgeschwindigkeit unterschiedlich effektiv abläuft. Das erkennt man in Drehmoment-Diagrammen; bei „zu niedriger“ oder „zu hoher“ Drehzahl ist das Drehmoment niedrig, da die Verbrennung nicht optimal abläuft, oder nicht optimal auf den Kolben wirkt.
Bei welcher Drehzahl ein Motor optimal wirken kann hängt von vielen konstruktiven Faktoren ab.

Die Leistung ist hingegen ein rein rechnerischer Wert, das wurde ja bereits gut erklärt.
http://zrm.de/con/cms/upload/bilder/4_werkstatt/leis…

Das Drehmoment (Nm) gibt also Auskunft darüber, wie kräftig ein Motor ist; ob er gut Anhänger ziehen kann, bei Bergfahrten die Geschwindigkeit hält usw.
Die Leistung (kW/PS) sagt mehr über die Höchstgeschwindigkeit und die Dynamik eines Fahrzeugs aus.
An der Höchstdrehzahl (U/min) allein lässt sich sehr wenig ablesen, bestenfalls wie häufig man zum Schaltknüppel greifen muss.

Einige interessante Vergleiche:
BMW 745i - 2.025kg - 333PS @ 6.100U/min - 450Nm - 250km/h
Suzuki GSXR - 168kg - 163PS @ 10.800U/min - 110Nm - 290km/h
MAN TGA - 10.920kg - 440PS @ 1.900U/min - 2.200Nm - 120km/h