Umformer

Hallo!
Ich habe einen alten Umformer auf mechanischer Basis daheim: Ein 12V-Akku treibt einen Motor an, der über eine Welle ein Generator antreibt und der liefert dann die gewünschten 220V / 50Hz. Meine Frage nun, weil ich modernere im Laden gesehen habe, die anscheinend darauf verzichten und voll elektronisch sind: Wie funktionieren die prinzipiell und vielleicht einen Internetlink zu einem fertigen Schaltplan, könnte mir sehr weiterhelfen.

Greuß Christian

Hallo,

Du meinst so was:
http://www.pearl.de/p/PE8300-Kfz_Spannungskonverter_…

Das Prinzip:
ein elektronischer Spannungswandler zerhackt erstmal die Gleichspasnnung und macht im Prinzip eine 12V Wechselspannung.
Wechselspannung kann man mit einem Trafo auf eine höhere Wechselspannung z.B. 220V transformieren.

Hier ist die Bauanleitung:
http://home.t-online.de/home/Wolf-GuenterG/

mfg: Josef

Danke!
Gruß Christian

Spannungsverdoppler

Hier ist die Bauanleitung:
http://home.t-online.de/home/Wolf-GuenterG/

Wow, ich wollte eigendlich gerade nachfragen, wie ich mit einem oder meheren Elkos Spannungen verdoppeln kann - dann hat sich das ja schon erledigt… Ich wollte mir ein Netzgerät fürs Auto Basteln, um da einen PC bereiben zu können. Ich hoffe das geht mit der da vorgestellten Schaltung? 60W ist ja noch einbischen wenig, aber ich denke das kann man ja noch ändern - oder?

Danke auch,

Martin

Wenn es nachher Gleichspannung sein soll, kommst du mit einer Villardschaltung aus Kondensatoren und Dioden besser hin, weil diese Schaltung die Spannung nachher viel exkater verdoppelt als wie die Sache mit dem Trafo. Ich hatte insgeheim auch auf eine Antwort ohne Verwendung eines Trafos gehofft, da es ohne viel genauer ist - du brauchst Gleichspannung und ich dummerweise halt Wechselspannung.

Gruß Chrsitian

Hallo,
mit Spannungsverdopplung über Kondensatoren kann man nur einige
wenige mA aus der Schaltung entnehmen.
Für den Betrieb eines Computers nicht geeignet!
Wechselrichter mit einer Belastbarkeit von 150W gibt es für 49€
bei der Elektronikversand Conrad.
Bei diesem Preis lohnt sich es nicht das Teil selbst zu bauen.

mfg: Josef

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Josef,

mit Spannungsverdopplung über Kondensatoren kann man nur
einige
wenige mA aus der Schaltung entnehmen.

Da irrst Du. Solche Schaltungen lassen sich für beliebige Leistungen und mit sehr hohem Wirkungsgrad aufbauen. Bei hohen Strömen >20A ist die Belastbarkeit der Elkos allerdings ein zunehmendes Problem.

Jörg

Da irrst Du. Solche Schaltungen lassen sich für beliebige
Leistungen und mit sehr hohem Wirkungsgrad aufbauen. Bei hohen
Strömen >20A ist die Belastbarkeit der Elkos allerdings ein
zunehmendes Problem.

Jörg

Hört sich gut an. Ich hab mir schon einen Wechselrichter gekauft. Nur bin ich damit alles andere als zu frieden.

  1. gefällt es mir überhaupt nicht aus 12V= 230V~ zu machen um dann wieder auf 12= runter zu transformieren.
  2. ist der gekaufte Wechselrichter zwar von einer anscheinend guten Marke (Genius), aber ich hab ihn defekt bekommen, und mußte ihn bis jetzt 2 mal umtauschen und auf dem Gehäuse liegt 60V~, es zischt wenn ich mit dem Finger übers Gehäuse streiche, und an der Unterlippe tut es weh… (Ein PC mag soetwas gar nicht)

Es gibt ein Netzteilprojekt im Internet, da ist es aber, nach angaben des Bastlers, schon öfter vorgekommen, das Nachbauten aus unerklärlichen Gründen nicht taten. (Eine Lösung mit Übertrager) Außerdem läßt die Leistung etwas zu wünschen übrig.

Ist die Ausgangsspannung bei einem Spannungverdoppler eigentlich wellig? Gibt es irgendeine gute Möglichkeit auf 5 und 12V verlustarm und preisgünstig zu regeln? Für Festspannungsregler 5V 10A gibt man ja ein vermögen aus. Wie wird das eigentlich in PC-Netzteilen gelöst?

Danke!

Martin

Hallo Martin,

  1. gefällt es mir überhaupt nicht aus 12V= 230V~ zu machen um
    dann wieder auf 12= runter zu transformieren.

Vom Wirkungsgrad her ist das natürlich uneffektiv. In der Praxis ist es aber oft die einfachste, billigste und schnellste Lösung.

  1. ist der gekaufte Wechselrichter zwar von einer anscheinend
    guten Marke (Genius), aber ich hab ihn defekt bekommen, und
    mußte ihn bis jetzt 2 mal umtauschen und auf dem Gehäuse liegt
    60V~, es zischt wenn ich mit dem Finger übers Gehäuse
    streiche, und an der Unterlippe tut es weh… (Ein PC mag
    soetwas gar nicht)

Das liegt sicher nur an der nicht vorhandenen Schutzerde. Möglicherweise steht dazu etwas in der Bedienungsanleitung.

Es gibt ein Netzteilprojekt im Internet, da ist es aber, nach
angaben des Bastlers, schon öfter vorgekommen, das Nachbauten
aus unerklärlichen Gründen nicht taten.

Bei Schaltnetzteilen ist das eher die Regel. Die sind nun mal nix für Anfänger.

Ist die Ausgangsspannung bei einem Spannungverdoppler
eigentlich wellig?

Natürlich, denn der Ausgangsstrom muß ja eine halbe Periodendauer dem geladenen Ausgangselko entnommen werden, wobei sich dieser entlädt. Die Spannungsdifferenz hängt von Größe und Qualität des Elkos sowie der Taktfrequenz ab. Die Welligkeit läßt sich mit einem LC-Glied am Ausgang noch deutlich reduzieren.

Gibt es irgendeine gute Möglichkeit auf 5
und 12V verlustarm und preisgünstig zu regeln?

Ja, üblicherweise macht man das bei größeren Strömen mit Abwärtswandlern mit einem PWM-Steuer-IC TL494 oder SG3524. Mit dem IC kann man z.B. einen MOSFET ansteuern, der den nötigen Strom schalten kann.
Die 12 V beim PC müssen nicht geregelt sein. Sie dienen nur der Versorgung der Laufwerks- und Lüftermotoren sowie der seriellen Schnittstelle, die noch zusätzlich -12V benötigt.

Für
Festspannungsregler 5V 10A gibt man ja ein vermögen aus.

Bei diesen Strömen ist eine diskrete Schaltung mit Steuer-IC auf jeden Fall billiger, zumindest hinsichtlich der Bauteilkosten.

Wie
wird das eigentlich in PC-Netzteilen gelöst?

Die sind primär getaktet. Der Trafo hat verschiedene Wicklungen für die verschiedenen Sekundärspannungen. Wirklich geregelt wird nur der 5-V-Ausgang und ggf. noch die 3,3 V. Manchmal ist auch der -12-V-Ausgang mit einem 7912-Regler stabilisiert. Die +12V-Spannung ergibt sich aus dem Windungsverhältnis der Spulen im Trafo und ist deshalb Lastabhängig, insbesondere dann, wenn die geregelte 5-V-Spannung wenig belastet wird.

Jörg

Das liegt sicher nur an der nicht vorhandenen Schutzerde.
Möglicherweise steht dazu etwas in der Bedienungsanleitung.

Ich habe schon überlegt, ob ich das Gehäuse einfach an Masse lege, war mir aber nicht sicher ob das so gut für die Bordelektrik ist.

Ja, üblicherweise macht man das bei größeren Strömen mit
Abwärtswandlern mit einem PWM-Steuer-IC TL494 oder SG3524. Mit
dem IC kann man z.B. einen MOSFET ansteuern, der den nötigen
Strom schalten kann.
Die 12 V beim PC müssen nicht geregelt sein. Sie dienen nur
der Versorgung der Laufwerks- und Lüftermotoren sowie der
seriellen Schnittstelle, die noch zusätzlich -12V benötigt.

Prima, ich hab gerade mal eines meiner alten Netzteile geöffnet.
Da sitzt ein IR3M02 drin, laut google Recherche handelt es sich anscheinend schon um einen TL494. Im Datenblatt ist diese Schaltung zu finden:

http://www.martin-messmann.de/inet/neu-2.gif

Da müßte ich dann nur einen leistungstärkeren MOSFET an Stelle des Transistors nehmen oder?

Ach ja, was sind das für Kondensatoren in der Schaltung?

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Danke!(sehr)

Martin

Ich habe schon überlegt, ob ich das Gehäuse einfach an Masse
lege, war mir aber nicht sicher ob das so gut für die
Bordelektrik ist.

kann ich mir nicht vorstellen

Prima, ich hab gerade mal eines meiner alten Netzteile
geöffnet.
Da sitzt ein IR3M02 drin, laut google Recherche handelt es
sich anscheinend schon um einen TL494. Im Datenblatt ist diese
Schaltung zu finden:

http://www.martin-messmann.de/inet/neu-2.gif

Da müßte ich dann nur einen leistungstärkeren MOSFET an Stelle
des Transistors nehmen oder?

Im Prinzip ja und zwar ein P-Kanal-Typ. Eventuell muß die Gate-Ansteuerung noch optimiert werden.
Natürlich müssen dieanderen Leistungsbauteile auch angepasst werden (Elkos größer, Spule kleiner)

Ach ja, was sind das für Kondensatoren in der Schaltung?

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Das sind normale Elkos.

Jörg

Hallo,

Im Prinzip ja und zwar ein P-Kanal-Typ. Eventuell muß die
Gate-Ansteuerung noch optimiert werden.
Natürlich müssen dieanderen Leistungsbauteile auch angepasst
werden (Elkos größer, Spule kleiner)

Ok, alles klar, aber ich hab noch eine letzte Frage:
Also für den Spannungsverdoppler brauche ich 2 Schottky- oder Fast-Recovery-Dioden
mit mindestens 20A. Da ich die Leistung steigern will (verdoppeln) brauche ich also mindestens Typen die ich mit 40A belasten kann(ich hoffe jetzt einfach mal daß das Ganze linear ansteigt). Da wird es dann aber schon schwierig was zu finden. Bei Reichelt hört es bei 5A auf, Conrad und SEGOR-ELECTRONICS haben eine mit 200A im Angebot für 30-35Euro, das ist aber definitiv zu teuer. Dann gibt es aber noch eine mit 2x 30A, die ist bezahlbar, nur eine der 2 Dioden ist wahrscheinlich zum Tode verurteilt, falls ich sie nicht parallel schalten kann.

Naja, ich muß jetzt also wissen ob ich irgendwo noch eine mit ~60A herbekommen kann, oder ob es möglich ist die Dioden parallel zu schalten. -Natürlich ist es möglich, - nur ergeben sich dadurch irgendwelche Nachteile?

Danke!

Martin

PS:Tschuldige Christian, das ich hier deinen Artikel so entfremdet hab…

Ok, alles klar, aber ich hab noch eine letzte Frage:
Also für den Spannungsverdoppler brauche ich 2 Schottky- oder
Fast-Recovery-Dioden
mit mindestens 20A.

Bei niedrigeren Spannungen sollten schon Schottky-Dioden sein. Ansonsten leidet der Wirkungsgrad.

Da ich die Leistung steigern will
(verdoppeln) brauche ich also mindestens Typen die ich mit 40A
belasten kann(ich hoffe jetzt einfach mal daß das Ganze linear
ansteigt).

Die Dioden müssen im Prinzip nur den Ausgangsstrom aushalten. Der Spitzenstrom ist natürlich größer, aber das verkraften sie. Überdimensionierte Dioden erhöhen allerdings die Betriebssicherheit und den Wirkungsgrad.

Da wird es dann aber schon schwierig was zu finden.
Bei Reichelt hört es bei 5A auf, Conrad und SEGOR-ELECTRONICS
haben eine mit 200A im Angebot für 30-35Euro, das ist aber
definitiv zu teuer. Dann gibt es aber noch eine mit 2x 30A,
die ist bezahlbar, nur eine der 2 Dioden ist wahrscheinlich
zum Tode verurteilt, falls ich sie nicht parallel schalten
kann.

Die meisten Schottky-Leistungsdioden sind Doppeldioden. Die lassen sich wegen ihrer gleichen Daten und guter thermischer Kopplung problemlos parallelschalten. Das ist auch gängige Praxis in professionell hergestellten Schaltnetzteilen.

Naja, ich muß jetzt also wissen ob ich irgendwo noch eine mit
~60A herbekommen kann, oder ob es möglich ist die Dioden
parallel zu schalten. -Natürlich ist es möglich, - nur ergeben
sich dadurch irgendwelche Nachteile?

Wenn die Dioden in verschiedenen Gehäusen sind, kann die Stromverteilung sehr ungleichmäßig sein. Im schlimmsten Fall wird dann die Diode, die den größten Strom abbekommt, zerstört.

Jörg