Hallo Martin,
- gefällt es mir überhaupt nicht aus 12V= 230V~ zu machen um
dann wieder auf 12= runter zu transformieren.
Vom Wirkungsgrad her ist das natürlich uneffektiv. In der Praxis ist es aber oft die einfachste, billigste und schnellste Lösung.
- ist der gekaufte Wechselrichter zwar von einer anscheinend
guten Marke (Genius), aber ich hab ihn defekt bekommen, und
mußte ihn bis jetzt 2 mal umtauschen und auf dem Gehäuse liegt
60V~, es zischt wenn ich mit dem Finger übers Gehäuse
streiche, und an der Unterlippe tut es weh… (Ein PC mag
soetwas gar nicht)
Das liegt sicher nur an der nicht vorhandenen Schutzerde. Möglicherweise steht dazu etwas in der Bedienungsanleitung.
Es gibt ein Netzteilprojekt im Internet, da ist es aber, nach
angaben des Bastlers, schon öfter vorgekommen, das Nachbauten
aus unerklärlichen Gründen nicht taten.
Bei Schaltnetzteilen ist das eher die Regel. Die sind nun mal nix für Anfänger.
Ist die Ausgangsspannung bei einem Spannungverdoppler
eigentlich wellig?
Natürlich, denn der Ausgangsstrom muß ja eine halbe Periodendauer dem geladenen Ausgangselko entnommen werden, wobei sich dieser entlädt. Die Spannungsdifferenz hängt von Größe und Qualität des Elkos sowie der Taktfrequenz ab. Die Welligkeit läßt sich mit einem LC-Glied am Ausgang noch deutlich reduzieren.
Gibt es irgendeine gute Möglichkeit auf 5
und 12V verlustarm und preisgünstig zu regeln?
Ja, üblicherweise macht man das bei größeren Strömen mit Abwärtswandlern mit einem PWM-Steuer-IC TL494 oder SG3524. Mit dem IC kann man z.B. einen MOSFET ansteuern, der den nötigen Strom schalten kann.
Die 12 V beim PC müssen nicht geregelt sein. Sie dienen nur der Versorgung der Laufwerks- und Lüftermotoren sowie der seriellen Schnittstelle, die noch zusätzlich -12V benötigt.
Für
Festspannungsregler 5V 10A gibt man ja ein vermögen aus.
Bei diesen Strömen ist eine diskrete Schaltung mit Steuer-IC auf jeden Fall billiger, zumindest hinsichtlich der Bauteilkosten.
Wie
wird das eigentlich in PC-Netzteilen gelöst?
Die sind primär getaktet. Der Trafo hat verschiedene Wicklungen für die verschiedenen Sekundärspannungen. Wirklich geregelt wird nur der 5-V-Ausgang und ggf. noch die 3,3 V. Manchmal ist auch der -12-V-Ausgang mit einem 7912-Regler stabilisiert. Die +12V-Spannung ergibt sich aus dem Windungsverhältnis der Spulen im Trafo und ist deshalb Lastabhängig, insbesondere dann, wenn die geregelte 5-V-Spannung wenig belastet wird.
Jörg