hat jemand damals die Reihe „der verdammte Krieg“ oder danach „Hitlers willige Vollstrecker“ gesehen? Damals ein Novum, da Guido Knopp und sein ZDF-Team kurz die Öffnung der Sowjetischen und einiger amerikanischen Archive genutzt hatte und nun dem deutschen Publikum nun auch mal ein neues Bild vermitteln konnte mit neuen Erkenntnissen. Auch die für die Wissenschaft, wichtige Vertreter der Öffentlichkeit, Zeitzeugen und das Allgemeine Publikum nahm nun an Podiumsdiskussionen z.B. bei der Goldhagen-Debatte. Die Geschichts-Doku im TV im neuen Unterhaltungsstil mit Wochenschauausschnitten unterlegt mit einem Erzähler, kurz geschnitten in abwechslung mit Interviews von Zeitzeugen sprach anscheinend das Volk an.
Heutzutage erweckt es den Eindruck, das die neuen Sendungen nur noch vom Fliessband produziert werden. Schaut man sich auch den sonstigen Reportage-Stil an ist es fast der gleiche, wie fast bei allen Sendungen der sogenannten Reportagen, wie Wir bauen ein Haus, kriegen ein Baby, sitzen auf dem Klo, Essen Spaghetti…
Findet ihr diesen Stil gut? Trash-Reportagen über die Geschichte als Unterhaltung. Oder würdet ihr lieber gut recherchierte, vielleicht auch eher etwas trockenere Reportagen im alten Stil, wie sie damals von den Landesanstalten produziert wurden?
Würde mich freuen, das mal hier zu diskutieren, also postet alle schön eure Meinung
Guido Knopp ist keiner Diskussion wert!
Er hat auch nie ein „Novum“ geschaffen!!
Knopp beleidigt die spartanischste Ausprä-
gung von Intelligenz.
Nicht umsonst ist er nur als Hauptschul-
Hero bekannt. (Er soll sich mit diesem
Titel einen Traum erfüllt haben!? …)
Gibt es einen Titel, den GK nicht freudig
annähme für 500 Euro??!
x-nada
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Natürlich ist Mr.History GK des öffentlich rechtlichen Rundfunks heutzutage nicht mehr im besten Ruf. Ich kann mich aber noch an Zeiten erinnern, da er noch versuchte gute Sendungen zu produzieren. Es liegt auf der Hand, das sobald sich ein Gesicht etabliert hat, dieses für alles herhalten muss, was auch nur annähernd mit dem Thema zu tun hat. Es geht ja auch hier nicht um Hr. Knopp, sondern allgemein um das Thema moderne historische Reportage. GK steht hierbei aber für einen „Mit-“ Erschaffer einer neuen Generation von Reportagen. Somit war es damals schon eine ganz neue Art von Doku als man sie bisher kannte. Es wurde z.B. die Focussierung auf die deutsche Kriegsschuld und Kriegsverbrecherfrage herausgenommen, wie es bisher immer geschah. Gleichzeitig führte er die pseudo-globalisierung mit oral-history ein, indem er abwechselnd die Parteien der Beteiligten zu Wort kommen liess. Und vor allem das Breitenspektrum ist zu beachten. Waren früher oft die Themen spezialisiert wurden hier Serien-Staffeln produziert. Ich denke was immer man von ihm halten mag, er hat damals eine „Marktlücke“ im deutschen zuschauer entdeckt, der deutsche Zeitgeschichte anders als als Anklage erlebt haben möchte. Wobei mir persönlich mal gesehen auch nicht alles gefällt. Die Sendungen sind durchweg political correct und pseudo-neutral, d.h. keine Seite wird allzusehr in ein Licht der Kritik und Anklage gerückt.
meinereiner hats lieber trocken, aber dafür mit viel Information. Die Effekteheischerei geht mir ehrlich gesagt auf die Nerven. Wenn eine Reportage fünfzehn Minuten um den heissen Brei redet, um eine Information an den Tag zu legen, die nicht mal eines Nebensatzes würdig wäre, dann kann ich die Zeit wirklich besser anlegen.
Neulich kam auf Arte eine Sendung über Religion und Terror, da hat ein gewisser Volhard Kracht (oder Krecht) einen Vortrag gehalten, der war zwar derart trocken, dass der Staub aus den Lautsprechern gerieselt ist, aber dafür war da wirklich Information drin. Davon hätte ich gerne mehr…
hat jemand damals die Reihe „der verdammte Krieg“ oder danach
„Hitlers willige Vollstrecker“ gesehen?
Ja, ich.
Damals ein Novum, da
Guido Knopp und sein ZDF-Team kurz die Öffnung der
Sowjetischen und einiger amerikanischen Archive genutzt hatte
und nun dem deutschen Publikum nun auch mal ein neues Bild
vermitteln konnte mit neuen Erkenntnissen. Auch die für die
Wissenschaft, wichtige Vertreter der Öffentlichkeit,
Zeitzeugen und das Allgemeine Publikum nahm nun an
Podiumsdiskussionen z.B. bei der Goldhagen-Debatte. Die
Geschichts-Doku im TV im neuen Unterhaltungsstil mit
Wochenschauausschnitten unterlegt mit einem Erzähler, kurz
geschnitten in abwechslung mit Interviews von Zeitzeugen
sprach anscheinend das Volk an.
Mich hat es angesprochen (gehöre ja auch zum Volk).
Leider hat man ja wenig Auswahl, wenn man sich für Geschichte interessiert.
In den USA habe ich öfter den History Channel gesehen. DAS ist populistisch. Man meint, dass Geschichte nur aus Kriegen besteht.
Die Idee Originalbilder und Zeitzeugen zu kombinieren finde ich eigentlich gut.
Heutzutage erweckt es den Eindruck, das die neuen Sendungen
nur noch vom Fliessband produziert werden. Schaut man sich
auch den sonstigen Reportage-Stil an ist es fast der gleiche,
wie fast bei allen Sendungen der sogenannten Reportagen, wie
Wir bauen ein Haus, kriegen ein Baby, sitzen auf dem Klo,
Essen Spaghetti…
Ich schaue nicht viel fern (aber die WH von ALF sind Pflicht ), aber die von dir genannten Titel (klingt nach RTL2) schrecken mich schon bei der Vorschau ab. Ein Vergleich zu G. Knopp ist aber doch ein wenig übertrieben.
Findet ihr diesen Stil gut? Trash-Reportagen über die
Geschichte als Unterhaltung. Oder würdet ihr lieber gut
recherchierte, vielleicht auch eher etwas trockenere
Reportagen im alten Stil, wie sie damals von den
Landesanstalten produziert wurden?
Auf jeden Fall würde ich mich über mehr Auswahl freuen.
Würde mich freuen, das mal hier zu diskutieren, also postet
alle schön eure Meinung
hab ich.
was bitte hat knopp neues ans licht gebracht?
nichts, was ich nicht aus der schule wusste oder aus vorherigen dokumentationen (den 2.wk betreffend).
weil in ard+zdf nicht vorher aus sowjetischen archiven schöpften, heißt das noch lange nicht, daß er der erste gewesen wäre.
auch gab es bereits sehr gute reportagen z.b. von zur mühlen zum thema. sogar ebenfalls so schrecklich mit künstlichen geräuschen unterlegt.
herr knopp macht nur mehr geräusch um sein werk.
meine lieblingssender sind für reportagen phönix und xxp.
Ich sehe gerne Doku’s. Die letzten die ich sah, waren vom ZDF über Stalingrad (mit Interviews von alten Soldaten, Wochenschauen, etc.), das Bernsteinzimmer, Hitler und seine Mannen, eben das ganze 1000jährige Reich. Fand ich gut gemacht. Die RTL „Doku“ zum Bernsteinzimmer war dagegen peinlich.
Ich sehe mir, wenns geht, gerne solche Geschichts Doku’s an, auch über die Antike. Die der BBC sind inzwischen ja schon „Verfilmungen“ der Geschichte, finde ich nicht gut, auch wenns eingänglicher ist. Echte Ägyptologen oder Archäologen kommen nur selten zu Wort. Alles wird am Computer gemacht oder in „zeitgenössischen“ Kostümen nachgespielt. Es wird auch nur eine „Meinung“ vertreten. Das es mehrere Theorien gibt, wird meist nicht gezeigt.
Gut sind auch die Sendungen der öffentl. rechtl. oder der regionalen Sender. Letztens kam war über die „Schratzellöcher und Höhlen in Bayern“ in Bayern3. Sehr gut gemacht und über lange Zeitepochen thematisch verbunden.
Mehr solche Sendungen wären mir lieber. Aber sind wohl zu teuer und nicht main-streamig genug.
auch wenn Du auf dem Glauben beharrst, es ist nicht so:
Guido K. hat nichts in die TV-Landschaft gesetzt, was es
nicht schon gab. Herr K. hat von BBC und NBC kopiert, was
das Zeug hält.
Mit einem Unterschied!!
Weder die BBC noch das US-TV hat sich je so seriös und ernst
genommen, wie Guido K.
Der Vorwurf an Guido K. ist auch nicht, daß er Themen so oder
so artikuliert, sondern daß er in dem was er tut einfach
nur schlecht/unfähig/inkompetent ist.
Der Mann ist kein Historiker, sondern ein Geschichtsgroupy.
x-nada
p.s.: Wer niemals liest ist bei GK richtig! (Die sich
andernfalls aufwerfenden Fragen sind mehr als hinderlich.)
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