Umfrage: Prospekt

Der Prospekt. Wolfsburg, Niedersachsen =)

wahhh… bin mir irgendwie doch nicht mehr sicher oO

ich glaube, ich nutze es unterschiedlich: „Der Prospekt ist toll!“
„Gib mir bitte das Prospekt“

Ja. Definitiv unterschiedlich =)

Der Prospekt

Innsbruck, Tirol

Hallo Herr Müller,

bis 1989 das prospekt, vereinigungsbedingt ab dann der prospekt.
in berlin geboren und uffjewachsen.

Strubbel
#:open_mouth:)

Hallo Herr Müller,

bis 1989 das prospekt, vereinigungsbedingt ab dann der
prospekt.
in berlin geboren und uffjewachsen.

Hallo!
Dankeschön. Könntest du mir noch den Stadtteil/Bezirk von Berlin sagen? Berlin ist groß genug, dass ich da mehrere Punkte reinsetzen kann. :smile:

Danke!

  • André

Tach nochma,

kannick!
Friedrichshain

Strubbel
Y:open_mouth:)

1 „Gefällt mir“

Hallo,

immer nur „der Prospekt“. Bis ich dieses Posting las, hätte ich „das Prospekt“ als Fehler empfunden. Könnte bitte jemand im Video meines Lebens alle entsprechenden Stellen nachkorrigieren? Das ist mir jetzt nämlich echt peinlich …

Aufgewachsen in Bergheim bei Köln („Manta-City“).

Dass es außer Reisebüro- und Werbe-Prospekten noch die Dinger von den Finanzinstituten gibt, habe ich erst im Vorbereitungskurs zur Übersetzerprüfung gelernt („prospectus“).

Gruß,

Myriam

DER Prospekt, Linz (mit Wr. Muttersprache)
Hallo!

Hier nochmal ausführlich:
Meine Mutter ist Wienerin und ist erst bei ihrer Heirat nach Linz gezogen. Von ihr habe ich gelernt: „der Prospekt“.

Mein männlicher Prospekt erhebt also keinen Anspruch auf regionale Aussprache. (Allerdings ist mir auch nicht geläufig, dass ich den Prospekt auch mal sächlich gehört hätte - sowas wäre mir sicher aufgefallen!)

Ach ja, meine Mutter ist im 22. Wiener Gemeindebezirk aufgewachsen. Den männlichen Prospekt kannst Du zumindest dort mit Sicherheit zuordnen.

Kuriositäten gibt es bei uns in Oberösterreich aber schon: In unserer Gegend sagt man das Teller, der Butter, das Marmelade (= Konfitüre; Marmelade ist in Wirklichkeit weiblich)!
Mich gruselt es jedesmal, wenn ich das höre, weil ich es von meiner Mutter richtig gelernt hatte (aber die ist ja auch nicht hier aufgewachsen).

Hanna

Hi,

als Engländerin kann ich selber nicht wirklich weiterhelfen, aber mein Mann kommt aus Wilhelmshaven und sagt DER Prospekt.

LG,
MacD

off topic: Ei, schau an
Moin,

aber mein Mann kommt aus Wilhelmshaven und sagt DER Prospekt.

/t/umfrage-prospekt/5822358/14

Grüße von einem Wilhelmshavener,
mit saarländischem Migrationshintergrund

Pit

Moin auch,

/t/umfrage-prospekt/5822358/14

Tochter: das Prospekt, mit der Anmerkung „Ist doch klar: das Blatt - das Prospekt“:

-D Logisch! :wink:

Leider kann ich mich nicht erinnern, wann ich gelernt habe, dass es „der Prospekt“ heissen soll. Deutsch habe ich in Hessen gelernt, danach folgten 2 J. in Spanien, wo ich hauptsächlich mit Menschen aus Süddeutschland und Österreich zu tun hatte, danach kam ich nach Niedersachen…

Grüße von einem Wilhelmshavener,
mit saarländischem Migrationshintergrund

Das nenne ich 'ne interessante Mischung! :wink:

LG,
MacD
Engländerin schottischer Herkunft

auch im Gesetz: DER Prospekt
Hallo Myriam,

immer nur „der Prospekt“. Bis ich dieses Posting las, hätte
ich „das Prospekt“ als Fehler empfunden. Könnte bitte jemand
im Video meines Lebens alle entsprechenden Stellen
nachkorrigieren? Das ist mir jetzt nämlich echt peinlich …

laß Dich nicht beirren. :wink:
Mir ist rätselhaft, woher das „das“ kommt.

Dass es außer Reisebüro- und Werbe-Prospekten noch die Dinger
von den Finanzinstituten gibt, habe ich erst im
Vorbereitungskurs zur Übersetzerprüfung gelernt
(„prospectus“).

Dazu gibt es ein Gesetz und auch da heißt es unzweifelhaft DER Prospekt:
http://www.gesetze-im-internet.de/wppg/__5.html

Gruß Gudrun

Hier das bisherige Ergebnis (mit Karte!)
Hallo!
Da will ich mal auflösen, worum genau es ging und die bisherige Karte präsentieren…

Also, der Duden behauptet, Hochdeutsch wäre der Prospekt und gibt an, das Prospekt wäre (nur) Österreichisch. Das fand ich seltsam, da ich aus Leipzig nur „das“ gewohnt bin und auch selbst benutze. Also habe ich diese Umfrage gemacht, die nicht wissenschaftlich exakt ist (da ich nicht nach der Herkunft der Eltern, nach dem Alter o.ä. gefragt habe), aber ich halte sie dennoch für relativ repräsentativ.

Hier ist die Karte:
http://en.wikipedia.org/wiki/User:N-true/Maps/Prospekt

Bisher habe ich 174 verschiedene Personen befragt, und habe fast ebensoviele Datenpunkte (vielleicht ca. 10 weniger aufgrund von Überlappungen). Viele Gebiete sind noch stark unterrepräsentiert, v.A. die Schweiz. Das ist sehr schade, vielleicht bekomme ich aber noch ein paar mehr Antworten. Ich werde die Frage auch noch anderswo ein paar mal stellen.

Wie man sehen kann, ist die Dudendiagnose alles andere als zutreffend, da die Realität sich damit gar nicht deckt. Ich kann bisher keine wirklichen Muster in Deutschland erkennen, man scheint überall mal das, mal der zu sagen. Möglicherweise herrscht im westlichen Ostdeutschland „das“ vor, vielleicht auch im südlichen NRW. Auch Österreich verhält sich nicht so, wie der Duden das behauptet.
Prozentual gesehen sieht’s bei den Leuten in meiner Liste übrigens so aus:

das: 50,6 %
der: 42,0 %
beides: 7,4 %

Komisch komisch. Ich hoffe, mit der Zeit noch mehr Punkte zu bekommen und dann irgendwann mal eine eingehendere Analyse zu machen. Vielleicht schreibe ich auch mal an die Dudenredaktion. Das Ergebnis erinnert mich stark an die Frage nach das/die Nutella, da ist das Ergebnis nämlich prozentual ähnlich (mit einem kleinen Vorsprung für „das“) und zeigt regional eine ziemlich zufällige Verteilung.

Spannend!

  • André

Ein Sternchen für dein Engagement :wink:

Ich finde das Ergebnis auch überraschend.
Ist das nur ein „Hobby“ oder ein Forschungsprojekt?

Interessierte Grüße Beatrix

Hallo, André,

Spannend!

Finde ich auch - und Dank für die Mühe!

mfg. a_f
(Wienerin, die das Prospekt sagt, wenn das Zetterl mit „billiger ists nirgendwo“ o.Ä. gemeint ist, und der Prospekt, wenn’s um eine Straße oder einen Teil eines Bühnenaufbaus geht.)

Hallo!
Eigentlich nur ein Hobby… ich werde und kann daraus keine Forschungsarbeit machen, da ich auch nicht wissenschaftlich genug rangegangen bin. Ich hätte dann immer auch nach der Herkunft der Eltern, dem Alter und wie lange jeder wo gewesen ist, fragen müssen.

Ich wollte mir nur einen Überblick verschaffen. Aber der kann ja Basis sein für eine richtig angegangene Forschung im Kleinen. Vielleicht möchte ja ein Germanist oder anderer Linguist ein kleines Paper veröffentlichen? :smile:

Ich sammle noch ein bisschen weiter.

Viele Grüße,

  • André

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Ich hätte dann immer auch nach der
Herkunft der Eltern, dem Alter und wie lange jeder wo gewesen
ist, fragen müssen.

Gesellschaftsschicht, Ausbildung, Briefkontakte … :smile:

Irgendeinen Grund muß das doch haben - ich glaube nicht an völlig zufällige Verteilungen.

War’s vielleicht früher mal geordneter und ist erst durch die Mobiltät der letzten 50 Jahre durcheinandergekommen?

Gibt es Bildungsunterschiede? Der Duden-Eintrag ist natürlich auch eine selbsterfüllende Prophezeihung bei sprachlich besser ausgebildeten Menschen.

Spannend, spannend … Du willst keine Forschungarbeit draus machen? Wirklich nicht? Nicht einmal eine kleine? :smile: Schade.

Gruß,
Max

So, nun auch ich:

DAS Prospekt.

75015 Bretten-Neibsheim. Familie seit mindestens 540 Jahren im Ort ansässig.

sowie ebenfalls DAS Prospekt in 76646 Bruchsal-Untergrombach. Familie seit mindestens fünf Generationen im Ort (genauer weiß ich es leider nicht).

Grüße und Respekt für die Arbeit
Sarah

Kuriositäten gibt es bei uns in Oberösterreich aber schon: In
unserer Gegend sagt man das Teller, der Butter,
das Marmelade (= Konfitüre; Marmelade ist in
Wirklichkeit weiblich)!

Ich weiss etwas O.T. aber woher kommt „das Teller“ und „der Butter“ kenn ich genauso, komme aus Schwaben ist dort gläufig. (nur nicht das Marmelade, weil „des isch des Gsälz“
Gruss Harry

Hanna

Ich weiss etwas O.T. aber woher kommt „das Teller“ und „der
Butter“

die Genus-Schwankung bei diesen beiden Wörtern existiert bereits im Mittelhochdeutschen:

BUTER m(askulin).? f(eminin).? die butter.
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…

TËLLER stm(askulin). stn(eutrum).
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…
.

Siehe auch http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu… :

BUTTER, … Die deutschen stämme, welche das wort annahmen, schwanken in genus und flexion.
.
und TELLER:
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…
.

Einen Überblick über weitere Nomen mit wechselndem Genus gibt http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,432…

Gruß
Kreszenz