Umfrage: russisch!

Hallo Malte!

Ohne Dich zu nahe treten zu wollen:
Mit diesem Satz:

Mich interessiert der Osten bspw. nicht, was soll ich also mit
russisch?

Liegst du imho falsch. Denn mit deinen 27 Jahren, weiß Du noch nicht wo Dich das Leben führen wird. Es kann durchaus sein, daß du in zB 10 Jahren Dein Traumjob findest und die Firma starke Verbindungen zu der damaligen Sowjetunion hat (BITTE NUR ALS BEISPIEL ANNEHMEN!!!). Was dann?

Deine Interesse sind zwar nett und schön aber es ändert absolut nichts an der Tatsache, daß diesen Block demnächst eine sehr wichtige wirtschaftliche Rolle in der Welt spielen wird. Ich glaube das wird jetzt keiner leugnen. Wer schon der Sprache mächtig ist, hat Trumpf.

Ausserdem finde ich, das Interesse wird erst dann geweckt, wenn man sich ein bißchen „das Objekt“ nähert. Damit meine ich, wenn ich von einer Kultur absolut nichts weiß, dann wird all was aus diesem Land kommt, an mir prallen. Wenn man aber ein bißchen hinterfragt warum und weshalb; ein bißchen darüber liest oder gar Musik hört;… viellicht dann wird Dein Interesse geweckt und plötzlich stellst du fest, daß Du gerne die Landessprache lernen möchtest. Ich glaube aber, daß du Dir so etws absolut nicht vorstellen kannst, aber auf verschiedenen Ebenen habe ich das selbst mehrmals erlebt.

Ansonsten nur noch eine kleine Anmekung:

Ich bin Spanierin, durch und durch. Ich liebe dieses Land und dort lebt meine ganze Familie (siehe ViKa). Ausserdem ist es mir durchaus bewußt, daß es über 300 Mio Muttersprachler der spanischer Sprache gibt. Daß ich diese Sprache liebe (und die Katalanische), versteht sich von selbst. Und trotzdem denke ich, daß die Bedeutung der spanischen Sprache nie größer wird als es jetzt (ohnehin) ist. Das im krassen Gegensatz zu Russisch, eine übrigens äußerst melodische und (in meinen Ohren) wunderschöne Sprache.

Liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena

Spasibo-Danke!!!
HI LEUTE!!!
Vielen, vielen Dank für eure zahlreichen und sehr verschiedenen Meinungen!!! Ich muss zugeben das ich bis vor kurzem auch noch ziemlich viele Vorurteile gegen Russen hatte, aber seit ich in Weißrussland war und viele Russen persönlich kennengelernt habe sind die Vorurteile wie weggeblasen!!! Ich gehe auf jeden Fall nocheinmal dahin…meine Gastfamilie hat mich auch herzlich eingeladen sie wieder zu besuchen!!! Und ich versuche jetzt auch mich in der Schule mehr anzustrengen…irgendwann will ich ja dann mal richtig Russisch sprechen!!! ABER: nichts gegen die Franzosen!!! Ich war schon oft in Frankreich und ich finde dieses Land sehr schön!!!
Liebe Grüße von Laura…;o)

Hi,

Mich interessiert der Osten bspw. nicht, was soll ich also mit
russisch?

Liegst du imho falsch. Denn mit deinen 27 Jahren, weiß Du noch
nicht wo Dich das Leben führen wird. Es kann durchaus sein,
daß du in zB 10 Jahren Dein Traumjob findest und die Firma
starke Verbindungen zu der damaligen Sowjetunion hat (BITTE
NUR ALS BEISPIEL ANNEHMEN!!!). Was dann?

Ja, aber das ist unwahrscheinlich. Es ist wahrscheinlicher - aber mindestens genauso möglich - daß der Job in Ouagadougou liegt, und da brauch in dann Französisch und Suaheli or whatever. Soll ich deshalb russisch lernen? Nein. Fall das dennoch der Fall sein sollte, kann ich das immer noch dann tun, wenn es notwendig ist.

Deine Interesse sind zwar nett und schön aber es ändert
absolut nichts an der Tatsache, daß diesen Block demnächst
eine sehr wichtige wirtschaftliche Rolle in der Welt spielen
wird. Ich glaube das wird jetzt keiner leugnen. Wer schon der
Sprache mächtig ist, hat Trumpf.

Nö. Mag sein, daß da ein bißchen was kommt, aber das heißt noch lange nicht, daß das die einzige wichtige Hemisphäre sein wird. So what, sollen sich andere um den Osten kümmern, im Westen gibt’s immer noch genug zu tun. Und wie gesagt, im Zweifelsfall kann ich immer noch umschwenken.

Ausserdem finde ich, das Interesse wird erst dann geweckt,
wenn man sich ein bißchen „das Objekt“ nähert. Damit meine
ich, wenn ich von einer Kultur absolut nichts weiß, dann wird
all was aus diesem Land kommt, an mir prallen. Wenn man aber
ein bißchen hinterfragt warum und weshalb; ein bißchen darüber
liest oder gar Musik hört;… viellicht dann wird Dein
Interesse geweckt und plötzlich stellst du fest, daß Du gerne
die Landessprache lernen möchtest. Ich glaube aber, daß du Dir
so etws absolut nicht vorstellen kannst, aber auf
verschiedenen Ebenen habe ich das selbst mehrmals erlebt.

Äh ja, aber wenn ich die Wahl habe: Rußland oder Frankreich, warum sollte ich mich nicht für Frankreich entscheiden? Oder Spanien? Oder Portugal? Oder Norwegen?

Soll heißen, das ist alles nicht verkehrt, was Du sagst, aber das sind alles keine Alleinstellungsmerkmale. Und genau die waren hier gefragt.

Gruß,

Malte.

Hallo Martin,
also, französisch mag ich, ijnsbesondere, wenns von Brel gesungen wird! Aber -offen gestanden- gehts mir ähnlich wie MALTE - Russisch mag ich ebenfalls nicht. Das mag ja alles furchtbar subjektiv sein, aber wir sollten doch einfach mal spontan antworten, oder?
Gruss, Branden

Hi Laura
Eigentlich finde ich es am esten, wenn man sich die zweite Fremdsprache aus einem „anständigen“ Angebot in der Schule heraussuchen kann. Meine Kinder lernen / lernten z.T. englisch als este Fremdsprache, z.T. aber auch Latein als erste. Manche wiederum als zweite Griechisch, andere Französisch (ich habe vier Kinder).
Fest steht für mich, dass ich DIE Sprachen, die ich als Teenager lernte, also in den 60er Jahren, dass ich dese Sprachen eher spontan sprechen kann als alles, was ich an neuen Sprach-Lern-Versuchen später unternommen habe. Wie oft habe ich versucht, mein Itlaienisch aufzubessern - ohne odr nur mit vorübergehendem Erfolg! Bei Sprachen gilt wirklich: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Ich persönlich habe für die beiden Fremdsprachen, die ich in der Schule lernte, einen faible: Englisch und Französisch. Latein hatte ich auch, ging „aber nicht an mich“.
Ich persönlich finde ein britisches Englisch wunderschön und ein von Jacques Brel gesungenes Französisch auch. Die slawischen Sprachen gehen überhaupt „nicht an mich“, aber auch z.B. Türkisch nicht.
Kann man nix machen, ist total subjektiv, diese Geschichte.
Gruss, Branden

Hi,

ich wüßte keinen vernünftigen Grund, der gegen Russisch
sprechen würde… Ich selbst habe - damals noch in Polen und
zwar als erste Fremdsprache (war damals ab der 5. Klasse
Pflicht) - Russisch gelernt und fand es überhaupt nicht
schlimm; im Gegenteil!

Naja soweit ist polnisch auch wieder nicht vom Russischen weg, oder?

Ich fand den Russischunterricht schrecklich, die vielen Fälle hab ich nie verstanden und mit der Schrift hatte ich auch Probleme. Was mir sehr gefehlt hat war die praktische Anwendung, bei Englisch war das einfacher - da konnte man immer paar Songtexte übersetzen usw… Witzigerweise hab ich als das Lied „Ya Shola S Uma“ von Tatu rauskam den Text zu 80% verstanden, obwohl ich eigentlich dachte das ich gar kein Russisch mehr kann. Inhalt und Klang haben mir auch viel besser gefallen als die englische Version. Aber ich liebe ja auch die sowj. Revolutionslieder und russische Volkslieder hör ich auch gern.

Russisch ist eine sehr schöne Sprache wenn man mit ihr klarkommt. Ich finde Russland auch viel spannender als die USA.

Gruss Jan

hi!

also zur dt. sprache für nicht-muttersprachler: die grammatik würde mich wahrscheinlich umbringen, wenn ich nicht deutsch sprechen würde, ohne zu überlegen, warum ich hier welchen artikel und welchen fall nehme! also hut ab vor allen, die das halbwegs fehlerfrei hinkriegen.
(ok, russisch mit 6 und finnisch mit 14 oder 15 fällen ist dann doch schwieriger).
gruß
yvi

ABER: nichts gegen die Franzosen!!! Ich
war schon oft in Frankreich und ich finde dieses Land sehr
schön!!!

*G* so ists brav *GGG*…aber mir glaubt ja immer keiner, dass frankreich so schön ist! (vor allem in der schule nicht :frowning: )
gruß
yvi

Hallo Branden!

Bei Sprachen gilt wirklich:
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Ich bin mit dieser Aussage nicht ganz einverstanden.

Nun etwas konkreter: Ich habe gehört, um eine Fremdsprache akzentfrei zu reden, muß man diese als Kind lernen, üben und vorallem von Muttersprachler dauernd hören. Man tut sich leichter eine Sprache als Kind überhaupt zu lernen. Aber mit der Aussage, daß man als Erwachsener eine Sprache nicht lernt, kann ich nicht einverstanden sein.

Ich weiß nicht wie Du meine Deutschkenntnisse einstufst. Tatsache ist aber, daß ich bis zu meinem 20. Geburtstag nur zwei Wörtern auf diese Sprache kannte, nämlich „kaputt“ und „kartoffel“. An diesen Oktobertag fing ich an Deutsch zu lernen. Bis heute…

Ganz liebe Grüße
Helena