Hallo Marion,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe in den letzten Tagen einige Antworten erhalten, die mir sehr geholfen haben das ganze nicht ganz so dramatisch zu sehen, denn
ein wenig erschreckt hat mich seine Befürchtung schon.
Aber ich finde es gut, dass er darüber redet und ich
finds auch schön, dass er so viel Vertrauen in mich hat
und mir so etwas anvertraut. Ich werde also weiterhin
versuchen dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen und für ihn da sein wann immer ihm danach ist.
Danke nochmal und liebe Grüße
Jutta
Hallo Pfingstrose,
ich kann Dir nur meine Sicht als Betroffener sagen. Wenn bei Deinem Freund schon eine entsprechende Vorbe-
lastung besteht und er entsprechende Smptome verspürt sollte er auf alle Fälle einen Arzt, Psychologen oder
Neurologen, aufsuchen und sein derzeitige gesundeheit-
liche Situation schildern. Aber ich weiß aus eigener
Erfahrung, wie schwer dieser erste Gang fällt. Ohne ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe wird er beim Vorliegen einer Depression immer tiefer in die Krankheit sinken. Deine Hilfe besteht in Anteilnahme und Bestärkung zum Arztbesuch. Ich will Dich nicht erschrecken, aber am Ende einer schweren Depression besteht in 15% der Fälle der Suizid. Ich weiß, wovon ich spreche, da ich selbst schon kurz davor stand. Ich rate also zunächst zu einer Untersuchung mit entsprechender Diagnose, ggf. auch durch einen zweiten Arzt. Wichtig ist, dass er diese Diagnose auch akzeptiert und versucht danach zu handeln.
Herzlichen Gruß
Erhard
Hallo Erhard,
vielen Dank für Deine Antwort und Deine Offenheit.
Mein Freund hat inzwischen mit einem Psychotherapeuten gesprochen, der jetzt noch keine direkte Gefahr für eine Depression sieht, ihm aber geraten hat, einfach mal einen Gang zurückzuschalten, da das ganze wohl
in Richtung Erschöpfung/Burnout geht. Ich werde ihn
aber auf jeden weiter „beobachten“ und ihm natürlich
helfend zur Seite stehen, wenn er mich braucht.
Dir alles Gute und liebe Grüße
Pfingstrose
Entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt antworte! In meiner iegenen Beladenheit habe ich die Anfrage übersehen.
Falls es für Sie nicht interessant ist: Empfehlen Sie Ihrem Freund doch, einen Depressiontest zu machen (Goldbergtest, ist zu finden bei www.kompetenznetz-depression.de). Das Ergbnis kann dann genutzt werden, um einen Facharzt aufzusuchen (Psychiater), was ich aber nach Ihren Schilderungen sehr empfehle. Dieser wird dann helfen.
Viele Grüße
Nikolaus G. Stöger