Umgang mit depressivem menschen

Bin seit einiger Zeit mit einem Mann befreundet, mit dem
ich ab und zu was unternehme (Kino, Konzerte usw.). Er hat sich vor 2 1/2 Jahren von seiner Frau getrennt und
ist inzwischen geschieden, aber noch freundschaftlich mit dieser verbunden. Beruflich ist er emotional meistens
sehr gefordert. Heute erzählt er mir, dass er manchmal
total antriebslos ist und die letzten 2 Tage z.B. nichts
erledigt hat von dem was er wollte (er hat zur Zeit Urlaub), außerdem hat er manchmal auch Angst bestimmte
Dinge nicht zu schaffen. Da Depression bei ihm in der Familie liegt (beide Eltern) hat er nun Angst, dass sich
bei ihm nun in diese Richtung was abzeichnet und er nicht
weiß, was er dahingehend unternehmen soll. Ich bin eine gute Zuhörerin, will ihm aber keine falschen Ratschläge geben, deshalb habe ich mich heute auch
relativ bedeckt gehalten. Wie kann ich ihm helfen,
es liegt mir sehr viel an ihm?
Vielen Dank für eventuelle Antworten!

Hallo,

du verhälst dich sehr vorbild in deiner vorgehensweise.
So wie ich es verstehe liegt keine akute depressive phase vor. Es ist richtig das depression zu teilen vererbar ist. Seine Haltung hört sich aber ein bischen so an als ob er sich eine selbsterfüllende prophezeiung aufbaut. Die größte herrausforderung die ich beim umgang mit „diagnostiziert depressiven“ menschen sehe ist die automatischen negativen spiralen zu verhindern und umzukehren.

  1. Dinge würde ich empfehlen.
    Für dich selber:
    abbonieren folgenden Podcast
    http://feeds.feedburner.com/SelfPsychologyPodcast

Folge 51. behandelt genau das thema: helping a loved one overcoming depression.

Dür euch beide:
Vereinbart ein Erstgespräch beim professionellen Psychologen. (Tel.Nr.: findest du in den gelben seiten) Termine für erstgespräche werden in der regel recht schnell vergeben (4-6 wochen). Entscheidet ob ihr beide dort hin wollt oder ob das gespräch einzeln stattfinden soll. Das hängt natürlich vom grad der vertrautheit in eurer beziehung ab.
Wichtig ist das Gespräch wirklich als erstgespräch zu benennen und nicht als anfang der therapie. Aufgabe dabei soll nur sein zu ermitteln ob weitere handlungbedarf besteht oder nicht.

Ich wünsche euch beiden viel glück und willenskraft.

P.S. für weitere fragen stehe ich gern zu verfügung

einen Facharzt für Psychiatrie aufzusuchen
Ich würde ihm Raten einen Facharzt für Psychiatrie aufzusuchen. Je früher Depressionen erkannt und behandelt werden, desto weniger schwer verlaufen sie.

Dieser kann Klären, ob es sich um eine behandlungsbedürftige Depression handelt.

Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken ist, wenn beide Eltern an Depressionen litten, in der Tat erhöht.

Da man Depressionen heutzutage sehr gut behandeln kann, ist ein Arztbesuch das beste.

Der Arzt wird evtl. Antidepressiva verschreiben, die der Patient dann auch einnehmen sollte.

Persönlichkeitsveränderungen oder Abhängigkeit sind dabei nicht zu befürchten.

Hallo du,

es hoert sich sehr nach einer Depression an, nicht weil er nichts schafft, sondern weil sich deshalb Sorgen macht, aber trotzdem nichts besser machen kann. Ich hatte selbst 8 ziemlich schwerwiegende Phasen aber bin trotzdem kein Experte. Versuch ihn zu einem Psychologen zu bringen (ein Freund von mir…) aber Vorsicht, nur einer der auch wirklich neue Patienten aufnehmen kann und nicht nur Geld mit einem einzigen Termin machen will, denn das bringt gar nichts und ist auch fuer ihn furchtbar. Mir hat die Therapie schon ein wenig geholfen (in Australien) Anti Depressiva gar nicht.
Der Grund warum ich aber denke nie wieder eine Episode zu erleben ist aber weder das eine noch das andere, sondern ein wunderschoenes Meditiationszentrum namens Nilambe in den Bergen von Sri Lanka. Wenn es mir heute schlecht geht muss ich nur daran denken und alles ist besser.
Der Grund warum 4 Millionen Menschen allein in Deutschland an Depression erkrankt sind, liegt einfach daran, dass wir uns durch den Druck der heutigen Gesellschaft zu weit von uns selbst entfernt haben, uns und unseren Beduerfnissen fremd geworden sind. Und so etwas lernt man in einem Meditionszentrum, wenn man es moechte: wie finde ich wieder zu mir, wer bin ich und wie lerne ich mich lieben, auch wenn ich Urlaub hab aber trotzdem nichts schaffe… Viel Erfolg!

Bin seit einiger Zeit mit einem Mann befreundet, mit dem

ich ab und zu was unternehme (Kino, Konzerte usw.). Er hat
sich vor 2 1/2 Jahren von seiner Frau getrennt und
ist inzwischen geschieden, aber noch freundschaftlich mit
dieser verbunden. Beruflich ist er emotional meistens
sehr gefordert. Heute erzählt er mir, dass er manchmal
total antriebslos ist und die letzten 2 Tage z.B. nichts
erledigt hat von dem was er wollte (er hat zur Zeit Urlaub),
außerdem hat er manchmal auch Angst bestimmte
Dinge nicht zu schaffen. Da Depression bei ihm in der Familie
liegt (beide Eltern) hat er nun Angst, dass sich
bei ihm nun in diese Richtung was abzeichnet und er nicht
weiß, was er dahingehend unternehmen soll. Ich bin eine gute
Zuhörerin, will ihm aber keine falschen Ratschläge geben,
deshalb habe ich mich heute auch
relativ bedeckt gehalten. Wie kann ich ihm helfen,
es liegt mir sehr viel an ihm?
Vielen Dank für eventuelle Antworten!

Hallo Pfingstrose,

im Prinzip sollte dein Freund fachliche Hilfe in Anspruch nehmen, je eher, desto besser. Also ich denke da vor allem an Psychotherapie. Medikamente scheinen mir eher nicht nötig zu sein, da er ja nicht durchgängig klinisch depressiv zu sein scheint. Aber das kann letztendlich nur er entscheiden, wie und womit und ob überhaupt er sich helfen lassen möchte.

Bei seiner Familiengeschichte liegt es jedenfalls nahe, dass er in einer Umgebung aufgewachsen ist (depressive Eltern), die ihn durchaus psychisch sehr beeinträchtigt haben könnte …

Du als Freund/in kannst eigentlich leider hier gar nicht so viel machen. Ich würde ihm auch erst mal keine Therapie oder den Gang zum Facharzt vorschlagen, bevor er selbst nicht soweit ist. Denn das sind Sachen, die sehr angstbesetzt sind und leider immer noch für viele einen negativen Beigeschmack haben.

Du kannst ihm zuhören, damit er jemanden hat, wo er nicht immer eine Maske tragen muss. Das ist unheimlich wichtig. Allerdings bist du nicht für ihn und sein Leben verantwortlich! An der Ecke ist es besser, sich abzugrenzen, was nicht ganz einfach ist, gerade, wenn man jemanden sehr mag.

Vielleicht wäre es noch wichtig (wenn sich mal die Möglichkeit ergibt) zu erfragen, ob er an Selbstmord denkt. Wenn ja, dann besteht allerdings großer Handlungsbedarf und er sollte sich umgehend in Behandlung begeben!!

Und du solltest unbedingt auch an dich und deine Grenzen denken. Viele Angehörige lassen sich „einsaugen“ vom Leid des Depressiven. Hier ist es wichtig, dass du für dich eine Grenze ziehst. Du kannst ihm nur helfen, wenn du auch auf dich selbst und deine Kräfte achtest. Wenn du dich übernimmst, wirst du dich irgendwann von ihm zurück ziehen (müssen), und damit hilfst du ihm dann sicherlich nicht. Schließlich hat er sich dir ja auch ein wenig geöffnet, also gibt es wohl eine gewisse Vertrauensbasis.

Im Übrigen gibt es viele Ratgeber zum Thema Depression, in denen es auch häufig Tipps für Angehörige gibt. Vielleicht wäre es gut, da mal reinzuschauen. Das Thema ist extrem komplex und ich könnte dir hier noch tausend Dinge dazu schreiben und wäre immer noch nicht fertig. vielleicht kann ein Buch dann besser weiter helfen.

Ich wünsch dir und deinem Freund jedenfalls alles Gute!
A.

Hallo zurück,

vielen Dank für Deine Antwort und dass ich mich bei
weiteren Fragen wieder an Dich wenden darf, worauf ich
bestimmt in nächster Zeit zurückkommen werde.

Liebe Grüße

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort,

liebe Grüße

Hallo zurück,

vielen Dank für Deine Antwort,

liebe Grüße

Hallo Annette,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe gestern zu dem Thema ein bißchen im Internet gestöbert und denke dass
es bei ihm mit der Trennung von seiner Frau zusammenhängt. Die beiden waren über 10 Jahre zusammen,
Trennungsgrund war, dass sie ihn betrogen hat und mit
dem Mann jetzt wohl auch zusammenlebt, allerdings in
einem anderen Land. Er hat aber mehrfach erwähnt, dass
sie sich immer noch mögen, letzte Woche war sie z. B.
zu Besuch da und sie haben einen Ausflug zusammen gemacht. Deshalb habe ich auch nicht den Eindruck, dass
er an einer neuen Beziehung interessiert ist, er hat auch schon mehrfach erwähnt, dass er nicht mehr heiraten will. Ich find es schön, dass er so viel Vertrauen zu mir hat und mir solche Dinge anvertraut, bin mir aber jedes Mal unsicher wieweit ich mit Fragen meinerseits gehen kann ohne dass er mich für neugierig
hält und sich schlimmstenfalls von mir zurückzieht. Er
fragt mich zum Beispiel auch nie nach meinen vergangenen Beziehungen (interessiert ihn anscheinend
nicht). Zu Hause fühlt er sich momentan auch nicht so wohl, weil er Ärger mit seinem Vermieter hat, aber da
kann ich ihm ja auch nicht helfen. Es gibt noch so manches was ich jetzt schreiben könnte, aber ich will Dir ja auch keinen Roman schreiben, es wäre aber sehr
hilfreich und schön für mich, nochmal von Dir zu hören.

Liebe Grüße

Hallo Pfingstrose,
selber kann ich nur berichten aus der Sicht des selbst betroffenen.
Deine Schilderung hat eine gewisse Ähnlichkeit, wie es bei mir vor einigen Jahren anfing. Ob durch Vererbung eine erhöhte Disposition besteht kann ich nicht beurteilen.
Super ist, du schreibst das du eine gute Zuhörerin bist, das hilft wenn er sich vertrauensvoll aussprechen kann. Durch eine gehörige Portion Energie, Geduld, Verständnis und Hilfe von deine Seite wird sich sicher enorm positiv auswirken. Vermeidet so gut wie es geht Stress, wichtig ist gesunde Lebensweise, viel frische Luft und Bewegung an der frische Luft, Joggen oder nur Spazieren gehen wirken sehr positiv.
Auf keinen Fall unterschätzt die Krankheit nicht, sucht professionelle Hilfe, jedoch nicht jeder Hausarzt ist ausreichend kompetent genug, keine Angst vor Antidepressiva, sie machen nicht abhängig, und keine Scheu vor einen Therapeuten. Jedoch in letzter Konsequenz muss dein Freund den Weg aus der Krise selbst herausfinden, ihr alle könnt ihm nur behilflich sein.
Ich selber hatte dieser Krankheit vor Jahren nicht akzeptiert, „da ich so etwas nicht bekommen kann“ hatte auch Pech das sie anfänglich nicht diagnostiziert wurde, die Episoden verschwanden, kamen jedoch wieder und jedes Mal stärker und länger.
Eins noch, war aufgrund der Depression mehrere Monate in Kliniken, hatte gesehen, die Patienten kommen von allen Schichten kreuz und quer, von Lastwagenfahrer, Lehrer, Polizisten, Handwerker auch Ärzte werden nicht verschont, die meisten Depressiven sind gute Menschen, wollen alles besonders gut machen, sind sehr hilfsbereit, vielleicht ist das auch ein bisschen der Problem den sie haben.
Hoffe dass ich wenigstens etwas informativ war, bin jederzeit weiterhin bereit zur weiteren Info.

geo2008

[email protected]

Hallo geo2008,

vielen Dank für Deine Antwort.

Was Du über gesunde Lebensweise usw. schreibst weiß ich von ihm, dass er das alles macht was Du empfiehlst.
Und Du hast auch recht, dass er ein guter und hilfs-
bereiter Mensch ist, der deshalb mit „weniger guten“
Menschen manchmal so seine Probleme hat (geht mir aber
auch manchmal so).
Ich kenne ihn schon seit einigen Jahren als Kunden von
meiner Arbeitsstelle her, seit gut einem Jahr sind wir
befreundet, so wie ich es in meiner Anfrage beschrieben habe. Ich denke mal, dass er die Trennung von seiner Frau noch nicht verarbeitet hat, die inzwischen mit ihrem neuen Freund in einer anderen Stadt lebt, mit der er aber wie er mehrfach erwähnt hat noch freundschaftlich verbunden ist. Erst letzte
Woche war sie zu Besuch und sie haben einen Ausflug
zusammen gemacht. Deshalb habe ich auch nicht den Ein-
druck, dass er an einer neuen Beziehung interessiert ist, er hat auch schon mehrfach erwähnt, dass er nicht mehr heiraten will. Ich finde es schön, dass er so viel
Vertrauen hat und mir solche Dinge anvertraut bin aber
unsicher, wie weit ich mit meinen Fragen gehen kann ohne neugierig zu wirken und er sich schlimmstenfalls von mit zurückzieht. Es gibt so manches was ich jetzt
noch schreiben könnte aber das soll ja kein Roman werden, es wäre aber sehr hilfreich und schön für mich
nochmal von Dir zu hören.

Liebe Grüße

Hallo Pfingstrose,
nach deiner Schilderung fühle mich etwas hilflos um einen guten Rat zu geben. Meine Probleme und Erfahrungen sind und waren etwas anders gelagert.
Kann mich jedoch erinnern das, in einer Klinik eine Mittpatientin etwa ähnliche Probleme hatte. Sie lebte mit ihren neuen Lebenspartner, könnte jedoch gelegentlichen Kontakt zur ihren geschiedene Partner nicht wiederstehen. Sie war sich ihrer prekäre Lage bewusst, sie litt darunter sehr, könnte sich selber nicht helfen. Sie hatte ein Glück, da sie betreut von einer sehr erfahrenen Psychologin.
Kann mich auch noch erinnern, das allen deren Problem in der Beziehung lag immer wieder gesagt wurde, sie können den anderen nur schwer ändern, jedoch sich selber leicht.
Sehe nicht was dein Freund in dir sieht, eine Freundin, Kumpel Partner oder? Fürchte jedoch das dir in Augenblick eher eine passivere Rolle zusteht, und lasse dich nicht nur benutzen.
Kann nicht beurteilen in wie weit und wie schwer die Probleme bei deinen Freund sind, vielleicht wäre eine professionelle Hilfe bei deine Freund nicht die schlechteste Alternative.
Es tut mir wirklich leid das ich nicht mehr helfen kann, bin jederzeit weiterhin bereit zur weiteren Info.
Geo2008

Hallo Geo2008,

macht nichts, Du hast mir allein schon durchs „zuhören“
geholfen.
Frag mich in letzter Zeit immer öfter, was er in mir sieht, manchmal habe ich das Gefühl, dass er 2 Schritte auf mich zugeht und dann aber wieder 1 Schritt zurück. Ich denke, ich werd jetzt erstmal ab-
warten was die nächste Zeit bringt und einfach versuchen dazusein, sollte er mich brauchen ohne mich
ausnutzen zu lassen.
Danke nochmal!

Informationen zur Krankheit Depression / Selbsttest
Auf meiner Website findest du einige von mir zusammengestellte Informationen zur Krankheit Depression; außerdem den Link zu einen Selbstest:

http://www.thies-martens.de/

Hallo Pfingstrose,

was Du so schreibst, finde ich persönlich nicht allzu beunruhigend.
Wenn jemand beruflich sehr gefordert ist, dann ist es doch völlig normal,
wenn er mal 2 Tage zu nichts Lust hat.
Die Angst bestimmte Dinge nicht zu schaffen - wer hat das nicht?
Wenn er wirklich Angst hat, eine Depression zu bekommen/zu haben,
wird er wegen der elterlichen Vorgeschichte irgendwann Klarheit bei einem Fachmann suchen.

Zuhören ist gut, aber
man sollte ihn auch „stark“ reden.
D.h. Mut machen,
sagen, dass man ihm vertraut, dass er seine „Probleme“ - so er sie unangenehm findet - lösen kann.
Ratschläge und Mitleid sind sicher nicht angemessen.

Alles Gute
Marik

  • Zitierten Text anzeigen -

Hallo Pfingstrose,

wünschst du dir denn eine feste Beziehung zu ihm …? Das hab ich jetzt hier so raus gehört … oder habt ihr „nur“ eine freundschaftliche Beziehung, und das soll von deiner Seite auch so bleiben?

Gruß,
A.

Hallo Annette,

Du kannst gut zwischen den Zeilen lesen, ich würde mir tatsächlich mehr von ihm wünschen, aber wie schon gesagt denke ich, dass er noch nicht dazu bereit ist.
Deshalb halte ich mich momentan auch eher bedeckt und
lasse ihn auf mich zukommen, höre ihm aber zu, wenn er
das Bedürfnis hat mir was anzuvertrauen. Ist für mich
auch nicht so einfach, weil ich natürlich (wie das bei
Frauen halt meistens so ist) schon wieder mal viel zu viele Gefühle investiert habe. Na ja, mal schauen wie es weitergeht, war aber schön, dass Du dich nochmal gemeldet hast!

Viele Grüße

Hallo Marik,

vielen Dank für Deine Antwort!

Viele Grüße

Hallo Pfingstrose,

pass halt auf, dass du dich nicht allzu sehr für ihn aufreibst. Wahrscheinlich ist er auch sehr mit sich selbst beschäftigt, wenn es ihm nicht immer so gut geht, und du solltest dich nicht nur als reine Stütze missbrauchen lassen. Auf die eigenen Grenzen zu achten ist wichtig. Aber das hatte ich ja schon geschrieben …

Alles Gute für dich und Grüße,
A.

Hallo,
so, wie Du es schilderst, kann es bei Deinem Freund noch normal sein.
Man lässt halt manchmal alle Fünfe gerade sein, lässt sich eine Weile hängen, wenn man im Beruf zu viel Stress hatte.
Und ich glaube, die Angst, bestimmte Dinge nicht zu schaffen, kennt auch jeder.

Nun ist es einerseits falsch, wenn solche Sachen kommen, sie mit schweren Geschützen austreiben zu wollen. Genau so wie es andererseits falsch sein kann, dem gar keine Beachtung zu schenken.

Ein gesundes Mittelmaß ist hier auch am besten. Beobachten - und wenn diese antriebslosen Phasen mehr werden oder länger andauern, dann sollte er was unternehmen.
Helfen kann da auch schon ein Gespräch mit einem Arzt oder Psychologen - muss ja nicht gleich ne ganze Therapie sein.

Du kannst ihm helfen, indem Du ihm einfach nur zuhörst. Denn es kann schon befreiend sein, wenn man über seine Probleme reden kann.
Vielleicht hilft ihm das auch schon, denn Ratschläge kann er keine erwarten. Er wird ja wissen, dass Du in dieser Beziehung absoluter Laie bist.

Viel Glück wünsche ich Euch
Marion