Umgang mit Lebensgefährten bei kranker Mutter

Hallo liebe Leute,
hört sich einfacher an als es ist. Meine Mutter hat vor Jahren eine Person einziehen lassen vor die alle gewarnt haben. Dieser „Lebensgefährte“ hat sich auch so entwickelt wie wir alle(Sohn,Tochter,Verwandte,Freunde und Bekannte)es vorausgesehen haben.Er gebärdet sich als schlauste Person der Welt, ist aber nicht in der Lage sich die „Schuhe zu zu binden“ ! Jetzt ist meine Mutter an Krebs erkrankt und dieser Mann macht die schon ziemlich angespannte Atmosphäre fast unerträglich.Er bestellt Pflegedienste und sagt ab.Wenn sie Zuhause ist sitzt er am Computer oder geht zu unwichtigen „Sitzungen“.Setzt sich über alles mögliche hinweg.Es gibt noch hunderte Beispiel die einem die Tränen in die Augen treiben(Füllt Wasser ins Öl beim Auto,legt sich mit allen Leuten an,usw).Ein 299% Beamter mit einem völlig verquertem Rechtsverständniss.
Meine Schwester wohnt im Süden und versucht so oft zu helfen wie sie kann- die muss ich bremsen das sie den Mann nicht „Umbringt“.Ich bin eher der „Ruhigere“ in der Familie und versuche auszugleichen, aber in mir kocht es. Wir alle würden in am liebsten rausschmeißen.Die Situation und die Einstellung meiner Mutter dazu verbieten dies aber.
Sie hat sich (Wie in ihrem ganzen Leben)mit der Situation arrangiert!
Spruch : Sonst wäre ich ja ganz alleine!
Ich würde gern öfter mit meiner Mutter etwas machen oder da sein,aber dieser Mensch schnürt einem den Atem ab.Versuche schon immer alles allein mit ihr zu regeln(Was auch besser ist,weil alle die Augen verdrehen wenn dieser Mann kommt).Meine Mutter leidet doppelt zur Zeit -ist aber natürlich viel zu schwach um jetzt noch etwas zu ändern.Sie will es vielleicht auch gar nicht wirklich.
Aber wie kann ich damit umgehen ohne meinen Magen vollends zu ruinieren? Muß ich das wirklich „ertragen“ die Zeit die noch bleibt?

Mikel

HI Mikel,

ich kann Deine Schwester und Dich verstehen, aber auch Deine Mutter.

Sie hat sich (in einer Zeit als es ihr gut ging) gegen Euere Ratschläge für diesen Mann entschieden. Ich gehe davon aus, dass sie bereits damals wusste bzw. voraussehen konnte, wie ihre Entscheidung das Verhältnis zu ihren Kindern beeinflussen würde. Dennoch hat sie (sich) so entschieden und gehandelt.

Erstens ist fraglich, ob sie heute anders entscheiden und handeln würde und Zweitens darf davon ausgegangen werden, dass sie in ihrer derzeitigen Situation keine andere Entscheidung treffen würde/wird.

Euch als Kinder bleibt m. E. nichts anderes als ihre Entscheidung mit allen Konsequenzen zu akzeptieren.

hi mikel,

deine mutter sagt: sonst wäre ich ja ganz alleine…

das heisst nun erstmal für die gegenwart nur - sie will nicht gerne allein sein. aber es heisst doch nicht, dass sie sich nicht trennen würde - habt ihr aktuell mal mit ihr gesprochen ohne jedweden vorwurf oder ihr angeboten, dass ihr ihr helfen würdet, wenn sie sich trennen wollte? - habt ihr ihr mal anregungen gegeben dass ihre gesundheit ja nicht gerade gefördert wird, wenn es ihr mies geht - und sie mal überlegen könnte wann es ihr schlechter ginge, - als single der an der gesundung arbeitet oder als frau in einer partnerschaft mit einem menschen der ihr schadet.

will sagen - ich würde meine mutter natürlich auch nicht überreden - aber ich würde versuchen ihr türen zu öffenen - für neue andere blickwinkel für die sie evtl offener ist weil sie krank ist und ich würde ihr angebote machen auf die sie sich verlassen kann.
und ich würde ihr - wobei ich pers. daran ja grundlegend auch glaube - mitteilen das alleinsein nicht automatisch einsamkeit bedeutet und das sie immer wieder wen finden kann - aber kaum einen bei dem es ihr schlechter geht - sie also eigentlich nur gewinnen kann.
(würd da sogar im internet nch einem mann für sie suchen - bei parship oder so - hätte da ja keine hemmungen*g)

will heissen - deine mutter hat angst davor allein zu sein - diese angst verschliesst ihr den blick für das was los ist und auch das was sein kann - evtl findet ihr auf grund ihrer krankheit doch heute einen anderen zugang - vor allem dann wenn sie das gefühl hat fehler machen zu dürfen als mutter ohne belehrt zu werden und dennoch aufgefangen.
und das es eben doch noch alternativen gibt und ihr weg nicht zuende ist…das da noch was kommen kann…und jemand…

nun weiss ich natürlich nicht ob ihr derartiges nicht gerade erst versucht habt… und ich weiss eben nicht inwieweit eure mutter am ihr bekannten festhält weil ihr das andere angst macht - und welche erfahrungen sie mit dem alleinsein hat ausserdem - und was man ihr anbeiten kann das es nicht so ist wie sie es evtl mal erlebt hat.

sprich - wie kann man erreichen das für sie das singlesein reizvoller erscheint - so das sie freier eine entscheidung fällen kann…
wenn sie z.b angst hat euch zur last zu fallen… wird sie eher bei dem mann bleiben - diese und andere dinge sind sicher oft entscheident wenn man älter ist. -und so überlege ich, was kann man ihr anbieten - damit sie eben perspektiven sieht und auch im alleinsein zumindest eine weile eine alternative zur gegenwart erkennt.

ich habe mich sicher umständlich ausgedrückt aber es ging leider nicht besser - aber evtl hilft´s ja dennoch ein wenig weiter.

LG
nina

Hallo Nina,
du hast in sehr vielen Dingen die Sache richtig gesehen.All deine Vorschläge sind zur jetzigen Zeit und in der Zeit davor schon angedacht,vermittelt,vorgeschlagen,… worden. Es gab Zeiten(Auch schon vor der Krankheit)wo sie selber solche Gedanken hatte. Aber diese Angst „Allein“ und von anderen-sogar den eigenen Kindern -abhängig zu sein, ist riesen groß und auch durch ihr Leben begründet (Mein Vater war immer auf Montage und hat sich im Ausland "Vergnügt- sie alles alleine leisten müssen).Meine Schwester war sogar bereit sie in ihr Haus im Süden(Eigene Wohnung) aufzunehmen-ohne Erfolg. Sie fühlt sich für diesen Tauge Nichts verantwortlich: Ohne mich ist der aufgeschmissen-was passiert mit ihm wenn ich nicht mehr bin?Sie sieht nicht die Belastung, den Ärger, den Streit mit Ihm.Es hat bis jetzt nicht wenige gegeben die uns zur Seite genommen haben mit dem Hinweis: Der hat ihr den Rest gegeben !Es ist ein Trauerspiel, wo man ständig das Gefühl hat: Ich möchte so viel tun,aber mir sind die Hände gebunden.Der Spruch:smiley:eine Mutter ist alt genug,sie weiß schon was richtig oder falsch ist-kann ich aber so auch nicht gelten lassen.Wie gesagt :Ich versuche ihn zu ignorieren,Termine ohne ihn zu arrangieren,all das zu erledigen wie Fahrerei in Kliniken und zu Ärzten, hier und da mal Blümchen und nette Worte,dosierte Kritik wenns zu doll wird,Vertrauliche Gesräche mit den Ärzten,etc,…
Aber ich merke das ich dabei an meine Grenzen komme.Auch ich habe nach
fast 30 Jahren Partnerschaft/Ehe und einer Trennung so meine Probleme.

Na ja - thats Life

Danke an Alle

Mikel

hi

. Wir alle würden
in am liebsten rausschmeißen.Die Situation und die Einstellung
meiner Mutter dazu verbieten dies aber.

Deine Mutter möchte, dass er bleibt, du solltest ihren Wunsch respektieren - sie ist kein unmündiges Würstchen sondern ein erwachsener Mensch und es ist IHRE Entscheidung mit wem sie ihre Wohnung teilt

Spruch : Sonst wäre ich ja ganz alleine!

Das wäre sie auch - und solange ihre Angst vor dem Alleinsein für SIE schlimmer ist, als die Gesellschaft ihres Partners wird sie an die4ser Beziehung festhalten - ob du willst oder nicht

Ich würde gern öfter mit meiner Mutter etwas machen oder da
sein,aber dieser Mensch schnürt einem den Atem ab.

was DU willst interessiert aber nicht - es geht darum was deine Mutter will - es ist IHR Leben

schon immer alles allein mit ihr zu regeln(Was auch besser
ist,weil alle die Augen verdrehen wenn dieser Mann
kommt).

„Alle“ müssen aber nich tmit ihm auskommen sondern deine Mutter -sie kommt mit ihm aus - „Alle“ sollten vor ihrer eigenen Haustür kehren

Meine Mutter leidet doppelt zur Zeit -ist aber
natürlich viel zu schwach um jetzt noch etwas zu ändern.

sagt SIE das oder MEINST DU das ?

Sie will es vielleicht auch gar nicht wirklich.

nicht nur vielleicht - sie will es garnicht.

Und sie wird noch viel weniger wollen, dass ihre Kinder meinen sich auch noch in ihre Partnerschaft einmischen zu müssen

Aber wie kann ich damit umgehen ohne meinen Magen vollends zu
ruinieren? Muß ich das wirklich „ertragen“ die Zeit die noch
bleibt?

Ach soooooo es geht um DICH, nicht um deine Mutter … ich wunderte mich schon - vorher klang es eher nach : „wie können wir meine Mutter überzeugen, ihn loszuwerden“

Du könntest versuchen, dich mit der Situation zu arrangieren - IHRE Wünsche zu akzeptieren und ihn schlicht zu ignorieren.

Wenn du das nicht willst, wird dir nur übrigbleiben sie weniger zu sehen, mehr mit ihr zu telefonieren und anderweitig den Kontakt zu halten, wenn du mit IHM ein solches Problem hast.

Gruß H.

Hi
glaube schon Antworten auf einige Sachen im anderen Artikel gegeben zu haben.

  1. Von einem „unmündigen Würstchen“ war wohl nicht die Rede

2.Es ist ihr Leben und wird auch so akzeptiert, aber jetzt ist nur noch ein enger Zeitkorridor da- muß man sich diese Zeit kaputt machen lassen ?

3.Es ist schon merkwürdig wenn man überall seit Jahren angesprochen wird: Muss deine Mutter mit diesem Typen zusammen sein.Keiner müsste mit ihm auskommen-richtig ! Aber meine Mutter ist überall beliebt und Ortsbekannt- jetzt meiden die Leute sie, weil er alle vergrault.

4.Ihre Würde und ihr Willen wird nicht von uns getreten, sondern von Ihm ! Es geht auch nicht um uns, es geht um sie. Ihr Leben ist begrenzt und sollte in der zu verbleibenden Zeit so angenehm wie möglich verlaufen. Es ging ihr definitiv besser ohne ihn- und sie weiß das auch(Sie ist manchmal froh im Krankenhaus zu sein- da ist sie dann allein und er kommt nicht mal zu Besuch!?) !

  1. Wir werden es-tun dies ja schon sehr lang- auch weiterhin so akzeptieren. Aber man möchte schon - wie bei eigenen Kindern- alles Schlechte von lieben Menschen forthalten.Ich glaube nicht das wir als Kinder übers „Ziel“ hinausgeschossen sind.

LG

Mikel

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Hallo,

glaube schon Antworten auf einige Sachen im anderen Artikel
gegeben zu haben.

  1. Von einem „unmündigen Würstchen“ war wohl nicht die Rede

Dann rede nicht so über sie.

2.Es ist ihr Leben und wird auch so akzeptiert, aber jetzt ist
nur noch ein enger Zeitkorridor da- muß man sich diese Zeit
kaputt machen lassen ?

Redest von eurer Zeit mit ihr oder von ihrer Zeit?
Seid ihr so sicher, dass ihr wisst, wie eure Mutter die Zeit verbringen will?

3.Es ist schon merkwürdig wenn man überall seit Jahren
angesprochen wird: Muss deine Mutter mit diesem Typen zusammen
sein.Keiner müsste mit ihm auskommen-richtig ! Aber meine
Mutter ist überall beliebt und Ortsbekannt- jetzt meiden die
Leute sie, weil er alle vergrault.

Auch das wird deiner Mutter nicht entgangen sein. Und sie hat sich trotzdem für diesen Mann entschieden.

4.Ihre Würde und ihr Willen wird nicht von uns getreten,
sondern von Ihm !

In deinen Augen.

Es geht auch nicht um uns, es geht um sie.
Ihr Leben ist begrenzt und sollte in der zu verbleibenden Zeit
so angenehm wie möglich verlaufen. Es ging ihr definitiv
besser ohne ihn-

sagst du.

und sie weiß das auch

sagst du.

(Sie ist manchmal froh
im Krankenhaus zu sein- da ist sie dann allein und er kommt
nicht mal zu Besuch!?) !

Du widersprichst dir hier selbst.

  1. Wir werden es-tun dies ja schon sehr lang- auch weiterhin
    so akzeptieren. Aber man möchte schon - wie bei eigenen
    Kindern- alles Schlechte von lieben Menschen forthalten.Ich
    glaube nicht das wir als Kinder übers „Ziel“ hinausgeschossen
    sind.

Das kann ich nicht beurteilen. Aber so wie du schreibst, klingt es schon so, als wolltest du (respektive ihr Geschwister) bestimmen, wie es eurer Mutter gut zu gehen hat.
Ihr macht ihr das Leben nicht leichter, wenn ihr immer wieder durchblicken lasst, dass ihr ihre Wahl nicht gut findet. Respektiert sie wenigstens.

Gruß
Elke

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Hallo,
warum reden hier so viele Menschen von einem Leben, das sie so eigentlich nicht leben möchten.Ängste und Zwänge aus denen sie nicht heraus können, weil sie sich selbst im Weg stehen oder von Menschen daran gehindert werden, so zu sein wie sie es gerne hätten.Meine Mutter hat ihr Leben trotz aller schlimmer Erlebnisse gemeistert und wir sind stolz darauf.Aber sie hat sich auch immer klein gemacht und blenden lassen. War immer für andere da und hat nie an sich gedacht.Man kann sehr wohl darüber dikutieren ob es jetzt noch Zweck hat sein Leben „Umzukrempeln“. Muß man nicht! Aber wenn es mir schon schlecht geht und ich weiß das ich nicht mehr lange habe- warum so etwas? Ihr habt alle Recht: Ihre Entscheidung- aber war es wirklich ihre ? Manche Entscheidungen werden von Anderen getroffen, ohne das du wirklich merkst was los ist.Warum lassen sich Menschen 20Jahre prügeln ohne etwas dagegen zu tun? Ihre Entscheidung? Klar- so kann man das auch sehen! Es ist Ihnen bewußt ,aber sie können/wollen? es nicht ändern.Das „Neue“ ist nicht bekannt, die Prügel kennen wir.
Hinkt vielleicht alles ein bißchen, aber ich habe in den letzten Jahren so viel Elend begeitet von lieben Menschen, da darf man so einiges in Frage stellen-auch seine eigene Mutter.
Bevor jetzt wieder scharf geschossen wird: Wir stehen voll hinter unserer Mutter! Wir „arrangieren“ uns mit ihm, wir ertragen ihn und haben uns schon lange darüber geeinigt, das nicht mehr zu thematisieren!Wir für uns finden es halt schade, das es so ist.Wir würden ihr gerne etwas anderes wünschen.„WIR“ wissen das sie es gerne anders hätte, aber nicht kann. Das wird auch so bleiben ohne wenn und aber.

LG

Mikel

Hallo,
anscheinend hast du einen Traum davon wie deine Mutter sein und leben sollte.
Das dem nicht so ist machst du an ihrem „Partner“ fest. Der wird sicher seinen Teil daran haben, aber auch du und deine Schwester und zu allererst deine Mutter.
Die Situation deiner Mutter ist eine Konstruktion, die vorallem sie selbst vorgenommen hat. Wenn sie sich tatsächlich immer wieder klein macht, dann ist das offensichtlich ihr Weg und die Partnerschaft mit diesem Mann gibt ihr etwas Wichtiges, das du ihr offensichtlich nicht geben kannst. Auch wenn sie selbst darunter leiden sollte, scheint ihr die Wahrnehmung des Sinns ihres Lebens in dieser Opferrolle möglich zu sein. Euer Mitleid und das Anderer ist da wahrscheinlich sogar ein konstitutives Element. Von daher kann ich noch nicht mal raten sie nicht mehr zu bemitleiden.

Das magst du abstoßend finden, es wird dich vielleicht wütend machen, weil deine Mutter nicht so ist, wie sie in deiner Vorstellung sein sollte und weil andere davon profitieren. Dieser Mann ist daran aber nicht wirklich schuld, der ist auch nur wie er eben ist. Mich würde das auch nicht freuen, aber du musst dich von deinen Erwartungen an deine Mutter distanzieren. Nicht deine Erwartungen sind wichtig - auch wenn deren Enttäuschung so sehr schmerzt. Wenn du deiner Mutter noch etwas Gutes tun willst, dann kann es vielleicht auch dich befriedigen in diesem Menschen etwas für deine Mutter wichtiges zu akzeptieren und deine Kränkung überwinden.

Natürlich ist die Situation, wie du sie schilderst irgendwie verfahren. In einer Krisensituation wie der Krebserkrankung deiner Mutter will normalerweise keiner einen Familienkrach verursachen. Man möchte Harmonie erleben. Das wird nicht möglich sein, wenn ihr nicht die Perspektive wechselt. Die Wahrnehmung der Fehlerhaftigkeit dieses Mannes verstellt euch den Blick auf das, was für Euch noch mit eurer Mutter möglich ist. Vielleicht ist es dir möglich ihn als eine weitere Behinderung deiner Mutter zu betrachten, die du nur hinnehmen kannst. Humor (nicht Hähme) würde vielleicht helfen.

Gruß
Werner

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hallo nochmal mikel,

ich kann das schon nachvollziehen was du da schreibst - mir ist da noch etwas anders eingefallen was ich eigentlich als erstes hätte schreiben sollen/müssen.

eigentlich wäre deine mutter schon wegen ihrer erkrankung ein fall für eine therapie - wenn sie sich z.b davon überzeugen liesse dass die psyche ein wichtiger faktor für die gesundung ist und eben massgeblich hier einfluss zu nehmen ist - das schliesslich nicht umsonst viele menschen begleitend eine „Solche“ theraphie machen … angenommen sie wäre davon mittelfristig zu überzeugen (z.b durch lektüre oder andere informative dinge - also nichts was druck auslöst) - dann hätte die langfristig einen kompetenten erwachsenen gesprächspartner bei dem all ihre themen von allein thema würden - und damit wäre viles möglich was heute undenkbar scheint.
und noch etwas gutes wäre daran - die rollen mutter/kinder würden sich nicht verdrehen oder zum problem werden. mal abgesehen davon das ich beim lesen deiner antwort sofort dachte - im grunde ist der akt der hilfsversuche deiner- und euererseits sicher eine totale überforderung für dich/euch. - eben auch wegen der tatsache mutter/kinder und der von dir sonst erwähnten dinge natürlich zusätzlich.

eigentlich hätte ich gleich davon schreiben müssen - weil mir der gedanke das ein aussenstehender kompetenter mensch natürlich viel mehr erreichen könnte und noch dazu rein im sinne der mutter selbst - also nicht was ihr euch wünscht oder ihr partner - es geht nur um sie - schon allein das könnte (meiner info hat es das immer) eine enorm heilende wirkung auf die seele - wobei das ja nur ein nebeneffekt ist.

wie auch immer - evtl wäre das der bessere ansatz? und dann käme noch etwas dazu - das ihr als kinder euch eurer grenzen bewusst werdet . auch wenn es schwer zu ertragen ist - letztlich (ich wage es kaum zu schreiben…) - ist sie herr ihrer entscheidungen - auch derer die ihr bewusst oder auch nicht - aber nachhaltig schaden.

ein elend ist das wenn man da zusehen „muss“ - ich habe mich immer schwer getan mit sowas. aber evtl ist das dann die eigene lernaufgabe an dem ganzen…

leider weiss ich keinen besseren rat - wünsche dir/euch aber das beste - was oft nicht das ist was man selbst meint:smile:

LG
nina

Hallo Nina,
deine Gedanken dazu sind meiner Meinung nach vollkommen richtig.Wir wollen/können unsere Mutter nicht mehr ändern oder nach „Unseren Vorstellungen“ gestalten-so ein Quatsch.Wir haben auch versucht im Krankenhaus (Die Sache geht schon fast 2 Jahre)das Thema Therapeutische Begleitung anzusprechen - ohne Erfolg. Unsere Schulmedizin ist mit Psychologie immer noch überfordert.Solch schwerkranke Patienten müssten doch nicht nur von den Angehörigen begleitet werden, die vielfach gar nicht in der Lage sind fachlich zu helfen.Wenn der Patient dies nicht will-okay. Aber wenn doch, kann kann so etwas sich doch sehr positiv auf die Heilung auswirken und vielleicht auch den Blick auf die eigene Wahrnehmung schärfen.Der Blick auf die „Jetzt“ Situation und die Vergangenheit kann ja auch mit Hilfe Dritter/Neutraler neue Perspektiven bringen.Im Bekanntenkreis gibt es Beispiele mit schwerstbehinderten Kindern, die genau dies Thema erst vor kurzen mit mir besprochen haben.
All das kostet natürlich Kraft, die ein kranker Mensch nicht hat.Alles will gut überlegt sein, was man von außen heran bringt.Da ist ein „Zuviel“ oder „Zuwenig“ ein ständiger Balanceakt.

LG

Mikel

hallo nochmal mikel,

dann habt ihr das also alles schon durch…

warum nun ein teil der menschen offen ist oder wird in solchen lebenslagen und der andere verschlossen bleibt - das werde ich auch nie so ganz verstehen - wenngleich ich vom verstand her schon so manche gründe erfassen kann die menschen mir so genannt haben - es geht ja schliesslich immer um ängste - schon merkwürdig warum der eine aus angst nicht offen wird für alternativen und neue wege - wie z.b eine therapie dieser art - während der andere mensch auch eine angst hat - und genau deshalb diese thera unbedingt will - die art der ängste sind es wohl die entscheidend sind. der eine hat angst vor veränderung und dem unbekannten so sehr, das das leid vertraut und damit reizvoller ist - der andere will genau das nicht mehr.

das tragische sind die menschen im umfeld - wie du. zusehen und akezptieren - evtl muss man wirklich irgendwann loslassen und sich damit befassen warum es einem so schwerfällt - also auf professionelle art und weise befassen - aber ich weiss es nicht, ist nur eine spontane überlegung.

die vorstellung von etwas scheint oft zu entscheiden was real ist und was nicht - siehe deine mutter, siehe du, siehe ich.
blöde nur, wenn man davon überzeugt ist recht zu haben und der andere nicht (hier denk ich ich habe recht und deine mutter irrt z.b).

mit dem gefühl von hilflosigkeit/ohnemacht in deiner sit. umzugehen ist wohl das schwerste an sich vermute ich mal.

ich wünsche dir wirklich das beste und das du es irgendwie schaffst deine mutter ihren weg gehen zu lassen - auch wenn deiner meinung nach dieser weg „ihr verderben“ ist.

alles liebe
nina

Hallo Nina,
nochmals angemerkt: Wir treiben meine Mutter nicht sich von dem Mann zu trennen. Wie schon gesagt habe ich(Hoffe meine Schwester auch) mich darauf geeinigt das Thema nicht mehr so offenkundig rüber zu bringen.Wir lassen sie schon und sie will auch gar nichts ändern.Sie möchte sich auch nicht mit der Krankheit auseinander setzen. Also ignorieren wir alle zusammen alles und spielen Friede Freude Eierkuchen. Es ist der Ärger über verpasste Chancen (Hat man ja selber) der da manchmal durchkommt. Manchmal frage ich mich ob es überhaupt Zweck hat nochmal „Ruder rumwerfen“ zu spielen.Ist der Monat,das halbe Jahr oder das Jahr? dann besser gewesen? Man bewundert die Menschen die aufeinmal alles anders machen -die sind aber meist auch Gesund und haben vielleicht nochmal die Chance es wieder anders zu machen wenns nicht geklappt hat.Die Chance hat sie nur zu einem sehr kleinen Teil.
Aber: Wenn ich wüßte das Morgen die Welt untergeht-ich würde noch Heute ein Apfelbäumchen planzen ! (Homer von Dietfurth)

In diesen Sinne

Mikel