Hallo,
ich war mir nicht sicher, wo ich dieses Problem posten sollte, denke aber, es passt am Besten hier herein. Ich habe eine Kollegin, deren Vorgesetzte ich bin und mit der ich schon seit 2 Jahren gut zusammenarbeite. Sie arbeitet überwiegend im Aussendienst (amb. Pflege), während ich mich mehr im Büro/PC Arbeit, Dokumentation herumschlage. Nur so kann ich es mir erklären, daß mir nicht viel eher aufgefallen ist, daß sie Schreiben/Dokumentieren vermeidet und - wenn es sich nicht vermeiden lässt - sie extrem viele grammatikalische Fehler macht. Seit einiger Zeit hat sie den Wunsch, sich weiterzubilden, ebenfalls mehr in Richtung Büro, vermehrter Schreibkram. Ich habe sie darin bestärkt, sie unterstützt, weil ich sie für eine entwicklungsfähige Persönlichkeit gehalten habe. Meine Vorgesetzte hingegen stand diesem Wunsch kritisch gegenüber (zunächst eher intuitiv), entsprach aber probeweise dem Wunsch der Kollegin. Nach 3 Wochen vermehrter Büroarbeit werde ich zunehmend bestürzter: Selbst erklärte Aufgaben am PC arbeitet sie nur soweit aus, wie sie selbstständiges Schreiben vermeiden kann! Was mach ich denn nun? Sie muß doch um diese „Schwäche“ wissen. Warum hat sie dies nicht offengelegt, bzw. wenn sie weiter hätte vermeiden wollen, daß dies deutlich wird, warum dann dieser Wunsch nach mehr Leitungsverantwortung/Schreibkram? Natürlich muß ich sie ansprechen, das weiss ich. Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie ich dies ehrlich mit ihr ansprechen kann, ohne sie zu demotivieren? Sie schon zu unterstützen, aber in einer Innendienstposition geht es so nicht. Wäre dankbar für Ratschläge.
hallo christine…
geh doch einfach ganz offen mit der geschichte um…
geh mit ihr kaffee trinken…sag ihr…du wärest ganz begeistert gewesen,daß sie sich da etwas fortbilden wollte und bereit war,zusätzliche arbeiten auf sich zu nehmen…aber du hättest da etwas festgestellt,was sie sicher selbst schon lange wisse…denn sie würde ja die vermeidungsstrategie fahren…
einfach offen und ehrlich…ein bißchen vorsichtig…sie wird sicher rausrücken,was sie denn effektiv für ein problem hat und wie lange sie es schon hat…und vor allem,was sie damit erreichen will,daß sie den job dahingehend ausbauen wollte…biete ihr hilfe an…aber konkret werden in ihrer erwartungshaltung muss sie schon…
wichtig ist,ihr zu vermitteln,daß du sie so respektierst,wie sie ist…daß du sie nicht als person anzweifelst…daß du aber einfach spürst,daß sie da hilfe braucht…
liebe grüße und viel glück
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Hallo,
habe auch einen jüngeren Kollegen, der im Außendienst-Service
gute Arbeit erbringt. Die Arbeitsberichte, die er zwangsläufig
schreibt, zeigen aber deutlich die die LRS.
In dem Job, den er jetzt macht ist das kein großes Problem,
aber auf die Idee sich in den Innendienst versetzen zu
lassen käme er wohl nicht und der Chef sicher auch nicht.
Durch Qualifikation wird man diesen Mangel max. etwas
abmildern können, aber mehr ist wohl kaum drin.
Auf Dauer tut es aber niemanden gut, wenn Arbeit
erledigt muß, für die man absolut nicht geeignet ist.
Die Schuld für Versagen liegt dann nicht unbedingt nur beim
Mitarbeiter, sondern beim Chef, der diese Fehlbesetzung
zu verantworten hat.
Gruß Uwi
ich war mir nicht sicher, wo ich dieses Problem posten sollte,
denke aber, es passt am Besten hier herein. Ich habe eine
Kollegin, deren Vorgesetzte ich bin und mit der ich schon seit
2 Jahren gut zusammenarbeite. Sie arbeitet überwiegend im
Aussendienst (amb. Pflege), während ich mich mehr im Büro/PC
Arbeit, Dokumentation herumschlage. Nur so kann ich es mir
erklären, daß mir nicht viel eher aufgefallen ist, daß sie
Schreiben/Dokumentieren vermeidet und - wenn es sich nicht
vermeiden lässt - sie extrem viele grammatikalische Fehler
macht. Seit einiger Zeit hat sie den Wunsch, sich
weiterzubilden, ebenfalls mehr in Richtung Büro, vermehrter
Schreibkram. Ich habe sie darin bestärkt, sie unterstützt,
weil ich sie für eine entwicklungsfähige Persönlichkeit
gehalten habe. Meine Vorgesetzte hingegen stand diesem Wunsch
kritisch gegenüber (zunächst eher intuitiv), entsprach aber
probeweise dem Wunsch der Kollegin. Nach 3 Wochen vermehrter
Büroarbeit werde ich zunehmend bestürzter: Selbst erklärte
Aufgaben am PC arbeitet sie nur soweit aus, wie sie
selbstständiges Schreiben vermeiden kann! Was mach ich denn
nun? Sie muß doch um diese „Schwäche“ wissen. Warum hat sie
dies nicht offengelegt, bzw. wenn sie weiter hätte vermeiden
wollen, daß dies deutlich wird, warum dann dieser Wunsch nach
mehr Leitungsverantwortung/Schreibkram? Natürlich muß ich sie
ansprechen, das weiss ich. Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie
ich dies ehrlich mit ihr ansprechen kann, ohne sie zu
demotivieren? Sie schon zu unterstützen, aber in einer
Innendienstposition geht es so nicht. Wäre dankbar für
Ratschläge.hallo christine…
geh doch einfach ganz offen mit der geschichte um…
geh mit ihr kaffee trinken…sag ihr…du wärest ganz
begeistert gewesen,daß sie sich da etwas fortbilden wollte und
bereit war,zusätzliche arbeiten auf sich zu nehmen…aber
du hättest da etwas festgestellt,was sie sicher selbst schon
lange wisse…denn sie würde ja die vermeidungsstrategie
fahren…
einfach offen und ehrlich…ein bißchen vorsichtig…sie wird
sicher rausrücken,was sie denn effektiv für ein problem hat
und wie lange sie es schon hat…und vor allem,was sie damit
erreichen will,daß sie den job dahingehend ausbauen
wollte…biete ihr hilfe an…aber konkret werden in
ihrer erwartungshaltung muss sie schon…wichtig ist,ihr zu vermitteln,daß du sie so respektierst,wie
sie ist…daß du sie nicht als person anzweifelst…daß du
aber einfach spürst,daß sie da hilfe braucht…liebe grüße und viel glück
Hallo Ihr Beiden,
vielen Dank für Eure Antworten. Bisher konnte kein Gespräch stattfinden, da sich die Kollegin krank gemeldet hat:frowning:
Uwi: Dein Aspekt mit Schuld des Chefs trifft bei mir einen wunden Punkt, denn ich mache mir schon Vorwürfe, diese „Fehlbesetzung“ zugelassen zu habe (könnte mich sozusagen "in den Hintern beißen:smile:
Andererseits denke ich, daß die „Schuldfrage“ nicht sachdienlich ist, ich mich nicht für „Allvorhersehend“ halte (zumal sie ihre Schwäche bisher genial zu kaschieren wusste) und es eben ihr eigener Wunsch war, mehr mit Schriftkram zu tun zu haben. Ich hoffe, wir können dieses Problem so lösen, daß sich alle wieder wohl fühlen. Vielen Dank für Eure Ratschläge
Christine