Hallo!
Wie sollte man sich hier wohl verhalten:
Meine Oma ist am 4.Oktober gestorben. (Meine anderen beiden Großeltern sind schon im Vorhinein gestorben. Zu ihnen war das Verhältnis distanzierter.)
Ich hatte immer ein sehr vertrautes Verhältnis zu meiner Oma aber auch zu meinem Opa. Wenn ich daran denke, dass sie nicht mehr lebt und dass mein Opa jetzt allein ist, das macht mich so fertig und während ich das hier schreibe fließen mir auch die Tränen.
Er hatte neulich Geburtstag und ich wollte ihn anrufen, aber ich konnte einfach nicht. Ich wollte ihn nicht auch noch fertiger machen. Letzte Weihnachten war er bei uns zu Hause und da ging es einigermaßen, denn es ergaben sich verschiedene Dinge über die man sprechen konnte.
Doch wenn ich ihn anrufen würde würde ich nichts über die Lippen bringen können. Andererseits möchte ich natürlich nicht, dass er denkt, er wär mir egal. Ich werde in den nächsten Tagen mal meine Geschwister anrufen und fragen wie es ihm geht.
Nur im Moment kann ich ihm nicht allein unter die Augen treten oder erst recht nicht anrufen.
Und ich weiss, an meiner Trauer wird sich in der nächsten Zeit wenig ändern. Wenn ich über etwas trauere, dann dauert das Jahre bis sich dieser Zustand entscheidend verändert.
Ich habe nicht im Sinn, eine Trauerbegleitung oder etwas ähnliches in Anspruch zu nehmen. Ich würde mich aber über ernstgemeinte Vorschläge freuen, wie ich mit meinem Opa vielleicht umgehen könnte.
Viele Grüße, Stefan
