Umgangsrecht bei Kindern

Hallo an alle!

Die Ex-Freundin meiner Kinder hat mir heute mit Anwalt gedroht, weil ich die Kinder nicht alle zwei Wochen nehme, so wie sie gerne will. Da ich im Einzelhandel arbeite, ist es mir nicht immer möglich die Kinder übers Wochenende zu holen.

Außerdem will sie mich verklagen, dass ich die Kinder nicht über meine private Krankenversicherung laufen lasse. Sie lebt mit ihrem Mann zusammen und arbeitet nichts. Er arbeitet und deswegen bekommt sie auch keine Leistungen vom Amt. Und solange sie nicht arbeitet, muss sie für die Kinder selbst aufkommen zwecks Krankenversicherung.
Ich glaube nicht, dass ein Anwalt mir zu sagen hat, dass ich die Kinder über mich versichern lassen muss, oder? Nur weil sie nicht arbeiten will.

Und außerdem gewährt sie mir nicht mal das gemeinsame Sorgerecht. Was sagt ihr dazu?

Danke schon vorab für eure Antworten!

Moin!

Die Ex-Freundin meiner Kinder

Deine Kinder haben einen Ex-Freundin???

hat mir heute mit Anwalt
gedroht, weil ich die Kinder nicht alle zwei Wochen nehme, so
wie sie gerne will. Da ich im Einzelhandel arbeite, ist es mir
nicht immer möglich die Kinder übers Wochenende zu holen.

Hast du nicht eben gerade diese Seite mit „Ja“ angeklickt?
Und schreibst hier trotzdem in der Ich-Form?
Dann darf dir leider niemand weiterhelfen!

Außerdem will sie mich verklagen, dass ich die Kinder nicht
über meine private Krankenversicherung laufen lasse. Sie lebt
mit ihrem Mann zusammen und arbeitet nichts. Er arbeitet und
deswegen bekommt sie auch keine Leistungen vom Amt. Und
solange sie nicht arbeitet, muss sie für die Kinder selbst
aufkommen zwecks Krankenversicherung.

Wurden diese Dinge denn nicht bei der Scheidung geklärt?

Ich glaube nicht, dass ein Anwalt mir zu sagen hat, dass ich
die Kinder über mich versichern lassen muss, oder?

Nur: Hilft dir dein Glaube hier weiter?
Ihr Mann ist jedenfalls nicht unterhaltspflichtig für deine Kinder, allenfalls für sie.
Vielleicht anonymisierst du deine Anfrage hier und bekommst eine juristisch korrekte Einschätzung der Situation.

Nur weil
sie nicht arbeiten will.

Ist das denn so? Oder findet sie keine Arbeit, weil es mit kleinen Kindern schwierig ist?
Und sieh es doch mal so: Immerhin hat sie Zeit, sich um die Erziehung eurer Kinder zu kümmern. Ist das denn gar nichts wert?

Und außerdem gewährt sie mir nicht mal das gemeinsame
Sorgerecht. Was sagt ihr dazu?

Das kann nicht sie dir gewähren, höchstens das Gericht. Wenn das Gericht so entschieden hat, wird es seine Gründe haben, die du besser kennst als wir.

Wie ergeben denn die Gespräche zwischen euch?
Oder redet ihr nicht miteinander?

Ihr seid beide die Eltern eurer Kinder und solltet erwachsen genug sein, miteinander reden und solche Dinge klären zu können. Überleg doch auch mal, inwieweit deine Kinder davon profitieren, dass die Mutter immer zuhause ist.

Gruß, Fo

Hallo

Nur weil sie nicht arbeiten will.

Wie alt sind denn die Kinder?

Und außerdem gewährt sie mir nicht mal das gemeinsame Sorgerecht. Was sagt ihr dazu?

Dass ich es merkwürdig finde, dass du das gemeinsame Sorgerecht haben, aber nicht deine Kinder regelmäßig sehen willst. Zu welchem Zweck benötigst du denn das Sorgerecht?

Viele Grüße

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Außerdem will sie mich verklagen, dass ich die Kinder nicht
über meine private Krankenversicherung laufen lasse. Sie lebt
mit ihrem Mann zusammen und arbeitet nichts. Er arbeitet und
deswegen bekommt sie auch keine Leistungen vom Amt. Und
solange sie nicht arbeitet, muss sie für die Kinder selbst
aufkommen zwecks Krankenversicherung.
Ich glaube nicht, dass ein Anwalt mir zu sagen hat, dass ich
die Kinder über mich versichern lassen muss, oder? Nur weil
sie nicht arbeiten will.

Kosten der Krankenversicherung sind NICHT im Kindesunterhalt enthalten, du mußt sie also sowieso tragen. Entweder in dem du sie über dich privat versicherst oder die GKV der Kinder zahlst die nicht familienversichert sind.

Und außerdem gewährt sie mir nicht mal das gemeinsame
Sorgerecht. Was sagt ihr dazu?

Alles bekommen nichts geben…

Kümmer dich um deine Kinder und dann ist sie vielleicht auch zum gemeinsamen Sorgerecht bereit.

Krümelchen

Hallo an alle!

Die Ex-Freundin meiner Kinder hat mir heute mit Anwalt
gedroht, weil ich die Kinder nicht alle zwei Wochen nehme, so
wie sie gerne will. Da ich im Einzelhandel arbeite, ist es mir
nicht immer möglich die Kinder übers Wochenende zu holen.

Hallo,

also zunächst einmal gibt es keine gesetzliche vorgeschriebene Regelung, in welchen Abständen die Kinder ein Elternbesuchen besuchen müssen. Können sich die Eltern nicht einigen, aus welchen Gründen auch immer, und auch das Jugendamt nicht zur KLärung beitragen, läuft es meistens übers Gericht. Und dort wird dann eben die meist verbreitete Regelung (alle zwei Wochen am Wochenende etc.) festgelegt.

Meistens ist es jedoch so, dass der Elternteil den gerichtlichen Weg beschreitet, der die Kinder haben möchte aber nicht bekommt. Hier scheint es ein wenig anders zu liegen. Ein Elternteil möchte, dass die Kinder den Vater besuchen, der andere Elternteil nicht, weil regelmäßige Umgang aufgrund der Arbeitszeiten nicht stattfinden könne. Selbst im Einzelhandel wird ja mal feierabend sein und danach könnte man die Kinder doch holen.

Es sollte hier unbedingt im Auge gehalten werden, dass es um die Kinder geht und nicht darum, wie ich es meinem Ex/meiner Ex heimzahlen kann.

Außerdem will sie mich verklagen, dass ich die Kinder nicht
über meine private Krankenversicherung laufen lasse. Sie lebt
mit ihrem Mann zusammen und arbeitet nichts. Er arbeitet und
deswegen bekommt sie auch keine Leistungen vom Amt. Und
solange sie nicht arbeitet, muss sie für die Kinder selbst
aufkommen zwecks Krankenversicherung.
Ich glaube nicht, dass ein Anwalt mir zu sagen hat, dass ich
die Kinder über mich versichern lassen muss, oder? Nur weil
sie nicht arbeiten will.

Auch hier sollte es nicht um den Kleinkrieg unter Expartnern gehen, sondern um das Wohl der Kinder. Was ist , wenn ein Kind krank wird oder sich verletzt und es ist dann nirgendwo krankenversichert, nur weil die Expartner einen Krieg gegeneinander führen? Was ist denn so schlimm daran, die eigenen Kinder krankenzusichern? Ob es nun einem passt ob der Expartner arbeiten geht oder nicht, darum geht es doch nicht. Es geht um die Kinder.

Und außerdem gewährt sie mir nicht mal das gemeinsame
Sorgerecht. Was sagt ihr dazu?

Danke schon vorab für eure Antworten!

Hallo,

noch kurz zum Sorgerecht:

Besteht nicht automatisch das gemeinsame Sorgerecht oder ist was anderes geregelt?

Ganz unjuristisch
Hi!
Natürlich ist es gut, die gesetzlichen Vorgaben zu kennen und wir sind ja hier im Rechtsbrett.

Aber ich möchte es mir nicht verkneifen, mal anzumerken, dass Kindern Recht und Gesetz völlig schnuppe ist. Das gerät leider häufig nach Trennungen völlig aus dem Fokus! Also, trotz Trennung und verletzten Gefühlen: Findet eine Regelung, bei der das Wohl der Kinder im Vordergrund steht, nicht unbedingt die Überlegung, wer nun im Recht ist…

Grüße
kernig

Und außerdem gewährt sie mir nicht mal das gemeinsame Sorgerecht. Was sagt ihr dazu?

Dass ich es merkwürdig finde, dass du das gemeinsame
Sorgerecht haben, aber nicht deine Kinder regelmäßig sehen
willst. Zu welchem Zweck benötigst du denn das Sorgerecht?

genau, jemand der für seinen lebensunterhalt arbeitet will seine kinder nicht sehen, wenn er wie im sachverhalt beschrieben, im einzelhandel ist und deswegen auch am wochenende arbeiten muss.

das problem ist, das die mutter die kinder am wochenende loswerden will und nicht auf die termine mit vater abspricht.

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ot Re: Ganz unjuristisch
denkt den niemand an die kinder? die kinder?!?!?

btw, schreit man gern, mal passend und mal unpassend, aber was hat das mit einem rechtsbrett zu tun?

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Hallo!

Das stimmt zwar, nur nützt es nicht immer etwas. Wenn sich eh alle einig sind, dann brauchts auch kein Gericht in solchen Fällen.

Gruß
Tom

Hallo!

Das stimmt zwar, nur nützt es nicht immer etwas. Wenn sich eh
alle einig sind, dann brauchts auch kein Gericht in solchen
Fällen.

Ja leider. Man kann einfach nicht nachvollziehen, warum viele Expartner ihren Kleinkrieg untereinander auf dem Rücken der Kinder austragen. Sie sollten zum Wohl der Kinder doch wenigstens so erwachsen sein, dies zurückzustellen und eine für beide Seiten praktikable Umgangslösung zu finden.

Gruß
Tom

Hallo!

Ja leider, wobei man sagen muss, dass ja die meisten Fälle einvernehmlich einhergehen. Auch die meisten Patchworkfamilien funktionieren gut. Es ist die Minderheit, wo sich das zu einem Krieg entwickelt, der dann aber oft sehr heftig ist

Gruß
Tom

das problem ist, das die mutter die kinder am wochenende loswerden will und nicht auf die termine mit vater abspricht.

Ich hab den UP gefragt, nicht dich, da du die Antwort sowieso nicht wissen kannst.
Es könnte theoretisch sein, dass es so ist, wie du behauptest. aber es könnte auch ganz anders sein.

Ich hab eher den Eindruck, er will seine Kinder nicht krankenversichern lassen, weil die Frau einen anderen hat, oder weil es ihm zu teuer ist. - Und jemand, der im Einzelhandel arbeitet, ist privatversichert?

Hallo!

Da spricht aber das Vorurteil aus dir, nach welchen die Väter die Bösen und die Mütter immer die Guten sind, denn dein Eindruck stimmt mit dem Sachverhalt des UP nicht überein.

Und da muss ich die Männer schon etwas verteidigen, denn diese Diskussion, die hier angesprochen ist, kenne ich aus der Praxis durchaus auch und sie trifft meistens die Männer unfair. Im Scheidungsverfahren wirft man dem Mann vor, er kümmert sich zuwenig um die Familie, weil er am Wochenende arbeitet. Arbeitet er am Wochenende nicht, wäre es aber üblich, heißt es im Unterhaltsverfahren, er verdient zuwenig Geld, weil er auch am Wochenende arbeiten könnte.

Mir ist es sogar einmal in einem laufenden streitigen Scheidungsverfahren untergekommen, dass die Frau dem Mann in der Klage die Eheverfehlung vorgeworfen hat, dass er am Wochenende immer arbeitet und sich nicht um die Familie kümmert, die Kinder und sie am Wochenende also vernachlässigt. Dann hat er während des Verfahrens aufgehört am Wochenende zu arbeiten und die Frau hat während des Verfahrens ihr Vorbringen umgestellt und dann behauptet, dass er sich nicht um die Familie kümmert, weil er es unterlässt für den Familienunterhalt zu sorgen, indem er aufgehört hat am Wochenende zu arbeiten…nicht dass man jetzt mit sowas so glatt durchkommt, aber die Denkweise ist doch recht interessant. Deswegen halte ich auch von dem ewigen Opferrollenmythos, den manche feministischen Kreise vertreten, gar nichts.

Also wenn der Mann aus beruflichen Gründen am Wochenende arbeiten muss, dann wird das das Gericht, wenn es das Kontaktrecht regelt, erstens auch berücksichtigen und zweitens wird das auch die Mutter zu berücksichtigen haben. Das hat mit dem Sorgerecht und dem Unterhalt natürlich überhaupt nichts zu tun.

Gemeinsame Obsorge ist im Übrigen ein in der Europäischen Menschenrechtskonvention gewährleistetes Recht, weil das Kind ein Recht auf beide Eltern hat und sie ist nach der EMRK prinzipiell auch dann zuzusprechen, wenn die Mutter damit nicht einverstanden ist.

Gruß
Tom