Hallo Betje,
also erstmal kann ich dich beruhigen - es ist kein Problem welches
dir Sorgen machen muss. Du hast nichts falsch gemacht - es ist völlig
ok, „Hallo…“ zu schreiben. Seine Antwort ist auch vollkommen ok.
Man schreibt es so, wenn Sympathie miteinander herrscht. Es ist auch
ok „Liebe Frau X…“ oder "Lieber Herr X… "zu schreiben. Wenn man
die Anrede „Lieber…,Liebe…“ benutzt, drückt es lediglich einen
gewissen Grad an Bekanntheit, verbunden mit Sympathie aus
(=Sympathiebekundung.)
Ich hoffe, ich konnte es etwas erklären. Wenn du noch Fragen hast,
melde dich einfach. Warum hat es dich beunruhigt - was hast du
gedacht - warum hast du dich gewundert, dass er „liebe…“
geschrieben hat?
Liebe Grüße
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… schon seit Jahrzehnten. Aber die Schweiz war schon immer
ein wenig anspruchsvoller.
Gruß, Dietmar
Ich habe als Wienerin auch im Pinzgau (Bundesland Salzburg) die 1000-Meter-Regel kennengelernt.
Was allerdings das schnelle „Du“ im Osten betrifft, so bin ich anderer Meinung. In gewissen Kreisen (Studenten, Künstler, Arbeiter untereinander, Internet, …) ist das Du ganz selbstverständlich. In anderen Kreisen (Büroangestellte aller Art z.B.) passiert das Du bestenfalls bei der Weihnachtsfeier und ist den wieder Ernüchterten am nächsten Morgen unglaublich peinlich. Klar, wenn man jahrelang mit jemandem im Büro sitze, kann es schon passieren, dass man irgendwann mit dem Duzen anfängt. Aber das kann recht lange dauern.
Ich war als Ostösterreicherin immer verblüfft, wie schnell die Deutschen, und zwar ziemlich alle, die ich kenne, zum Du übergegangen sind. Besonders Berliner und Hessen scheinen da ungeheuer flott zu sein. Wobei bei uns Österreichern auch das „Tschüss“ als Duzen empfangen wird. So was sagt man bei uns nicht zu jemandem, mit dem man per Sie ist.
Livia
Das sehe ich völlig anders. Eigentlich finde ich diese Form
völlig bescheuertdaneben.
Entweder rede ich jemanden mit Vornamen oder mit Nachnamen an.
Diesen Mix aus Vor- und Nachnamen in der Anrede kenne ich nur
von Firmen, die nicht in der Lage sind, aus ihren
Adressdatenbanken anständige Kundenbriefe zu fabrizieren.
Sehe ich auch so. Wobei ich die Distanz - so ich sie wollte - durch „Liebe Frau 13“ statt „Liebe Gudrun“ schaffen würde.
Livia
Hallo Vlora (also wenn ich jetzt noch Hallo sagen darf!) ;o)
Danke fuer deine Antwort. Es hat mich gewundert, weil mir unbekannt war, dass Leute sich mit „Liebe/r…“ ansprechen, wenn sie einander erst 2 Mal gesehen haben und dann noch beruflich zusammenarbeiten.
Ich hatte die Befuerchtung, dass er meine Freundlichkeit evtl. verkehrt verstanden hatte. Aber jetzt bin ich beruhigt :o)
Schoenes Wochenende!
Bethje