Umgesetzter Verbesserungvorschlag

Hallo,

wie sieht es denn mit rechtlichen Ansprüchen aus, wenn man bei einer Firma einen Verbesserungvorschlag einreicht und dieser auch genauso umgesetzt wird?
Hat man daraus irgendwelche finanziellen Beteiligungen zu erwarten? Muss die Firma eine Prämie zahlen?

Dankeschön für eure Antworten!

Liebe Grüße,

Miss_Sea

Hi

wie sieht es denn mit rechtlichen Ansprüchen aus, wenn man bei
einer Firma einen Verbesserungvorschlag einreicht und dieser
auch genauso umgesetzt wird?
Hat man daraus irgendwelche finanziellen Beteiligungen zu
erwarten? Muss die Firma eine Prämie zahlen?

Wurde der Verbesserungsvorschlag „einfach nur so“ eingereicht oder gibt es eine Vereinbarung bzw. internes System zu diesem Thema?

Gruß
Edith

Hallo,

ich zumindest habe für so etwas regelmäßiges Gehalt bekommen…

Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Bei qualifizierteren Mitarbeitern in etwas gehobeneren Positionen wird so etwas selbstverständlich voraus gesetzt.

Um auch Mitarbeiter zu motivieren, die idR. keine strategischen Entscheidungen fällen, starten einige Firmen entsprechende Programme. So wurde dies in der Automobil Industrie vor einigen Jahren gemacht (heute noch ???). Ich selbst halte das für ein zweischneidiges Schwert. Einerseits gibt man auch „kleinen“ Mitarbeitern die Chance etwas zu verändern und dafür eine entsprechende Prämie zu erhalten, andererseits sollte so etwas im Gehalt drin sein und man sollte Verbesserungsvorschläge immer konstruktiv aufgreifen. Wer ein solches Programm startet, gesteht eigentlich ein, dass man bislang nicht auf die Mitarbeiter gehört hat oder dass man Mitarbeiter beschäftigt um deren Motivation und Loyalität man sich sorgen sollte.

Unter dem Motto: „Für die Anwesenheit gibt es Gehalt, für das Denken extra Boni“.

Gruß

S.J.

wie sieht es denn mit rechtlichen Ansprüchen aus, wenn man bei
einer Firma einen Verbesserungvorschlag einreicht und dieser
auch genauso umgesetzt wird?
Hat man daraus irgendwelche finanziellen Beteiligungen zu
erwarten? Muss die Firma eine Prämie zahlen?

Dankeschön für eure Antworten!

Liebe Grüße,

Miss_Sea

Hey!
Habe es eben schon ergänzt: Ich arbeite nicht für dieses Unternehmen. Bei meinem eigenen weiß ich, dass man dafür diverse Zahlungen bekommt, aber wie sieht das nun konkret mit einem fremden Unternehmen aus?

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Hi

Habe es eben schon ergänzt: Ich arbeite nicht für dieses
Unternehmen. Bei meinem eigenen weiß ich, dass man dafür
diverse Zahlungen bekommt, aber wie sieht das nun konkret mit
einem fremden Unternehmen aus?

Wenn man einen Vorschlag einfach so an eine Firma schickt ohne vorher nachweisbar abzuklären, was geschieht, wenn der Vorschlag umgesetzt wird, dann wird es wohl von der Firma abhängen, was sie macht.

Ich fürchte, daß da wohl jemand Lehrgeld zahlen muß.

Gruß
Edith

Hallo.

wie sieht es denn mit rechtlichen Ansprüchen aus, wenn man bei
einer Firma einen Verbesserungvorschlag einreicht und dieser
auch genauso umgesetzt wird?
Hat man daraus irgendwelche finanziellen Beteiligungen zu
erwarten? Muss die Firma eine Prämie zahlen?

Du sprichst vom „Einreichen“. Gibt es in der Bude ein Vorschlagswesen oder eine ähnliche Institution? Wenn ja, gibt es üblicherweise auch interne Regeln, nach denen Prämien bemessen und gezahlt werden. In den großen Läden ist das meist ein Regelwerk aus Richtlinien und Betriebsvereinbarungen.

Gibt es einen BR? Wenn ja, sollte dieser wissen, was Sache ist.

Wenn gar nix geregelt ist und es sich nur um eine „einfache“ Idee handelt, also kein patentfähiges Verfahren oder eine regelrechte Erfindung, kann der Laden nach eigenem Ermessen Geldprämie, Gutscheine für Baggerfahrten mit Licht (Bagger ist selbst zu stellen) oder auch warmen Hundedr Händedruck verabreichen. Nur bei einer eigenständigen geistigen Leistung im größeren Ausmaß gilt http://www.arbeitnehmererfindungsgesetz.de/

Gruß Eillicht zu Vensre

OT
Hallo.

Wer ein solches Programm startet, gesteht eigentlich ein, dass
man bislang nicht auf die Mitarbeiter gehört hat oder dass man
Mitarbeiter beschäftigt um deren Motivation und Loyalität man
sich sorgen sollte.

Das, was man am eigenen Arbeitsplatz und in dessen Umfeld an Verbesserungen erschwitzt, wird auch in Firmen, die ein solches Programm haben, üblicherweise nicht gesondert prämiiert. Ganz im Sinne Deiner Argumentation.

Prämien gibt es für das, was über das übliche Maß dessen hinausgeht, was man an Denkleistung erwarten kann und darf. Wenn sich ein Versandmitarbeiter also bspw. ein Verfahren zur Fertigungszeitreduzierung einfallen lässt, dann gibt es was.

Und die Firmen, die das so durchführen, verdienen damit richtig gutes Geld … was also ist daran falsch?

Gruß Eillicht zu Vensre

Hallo,

erste Frage: gibt es einen Betriebs- oder Personalrat ?
zweite Frage: gibt es so etwas wie „betriebliches Vorschlagswesen“ ?

Das ist eine Stelle, die eingereichte Verbesserungsvorschläge sammelt und prüft und über die Prämien entscheidet.

Ansonsten meine Meinung - keine Kohle, keine Idee. Da muss man aus dem Gefühl heraus handeln und/oder sich in der Firma umhören. Hat mal jemand einen Verbesserungsvorschlag gemacht ? Was ist daraus geworden ? Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Firmenchef sagte: diese Idee haben Sie während der von uns bezahlten Arbeitszeit gehabt, also gehört sie uns. Das Gegenteil zu beweisen ist nicht immer leicht.

Also erstmal schlau machen, ehe es den berühmten feuchten Händedruck gibt.

Am Rande: in der Verwaltung (öff. Dienst) gab es mal eine zentrale Stelle für diese Ideen. Da hat es jemand geschafft, dem Land ca. 450.000 Euro einzusparen. Normal hätte er davon 10 Prozent bekommen. Nur war leider kurz vorher beschlossen worden, dass die Prämie maximal 5000 Euro betragen darf. Warum ? Weiß keiner. So motiviert man Mitarbeiter :frowning:

Gruß

Andreas

Hallo,

also wenn man von dem Unternehmen ausgeht, in dem man selbst arbeitet, ist das ja sicherlich nachvollziehbar ob es Betriebsräte etc gibt, die dann einer evtl.Prämie zustimmen.
Aber wie sieht es aus, wenn man bei einem fremden Unternehmen einfach einen Vorschlag einreicht und dieser dann tatsächlich umgesetzt wird???

Hallo,

erste Frage: gibt es einen Betriebs- oder Personalrat ?
zweite Frage: gibt es so etwas wie „betriebliches
Vorschlagswesen“ ?

Das ist eine Stelle, die eingereichte Verbesserungsvorschläge
sammelt und prüft und über die Prämien entscheidet.

Ansonsten meine Meinung - keine Kohle, keine Idee. Da muss man
aus dem Gefühl heraus handeln und/oder sich in der Firma
umhören. Hat mal jemand einen Verbesserungsvorschlag gemacht ?
Was ist daraus geworden ? Es ist auch schon vorgekommen, dass
ein Firmenchef sagte: diese Idee haben Sie während der von uns
bezahlten Arbeitszeit gehabt, also gehört sie uns. Das
Gegenteil zu beweisen ist nicht immer leicht.

Also erstmal schlau machen, ehe es den berühmten feuchten
Händedruck gibt.

Am Rande: in der Verwaltung (öff. Dienst) gab es mal eine
zentrale Stelle für diese Ideen. Da hat es jemand geschafft,
dem Land ca. 450.000 Euro einzusparen. Normal hätte er davon
10 Prozent bekommen. Nur war leider kurz vorher beschlossen
worden, dass die Prämie maximal 5000 Euro betragen darf. Warum
? Weiß keiner. So motiviert man Mitarbeiter :frowning:

Gruß

Andreas

Wie wäre es denn geregelt, wenn man nun einfach per Kontakt-Formular der Internetseite einer Firma einen Vorschlag mailt und man den dann wirklich als umgesetzt in der TV-Werbung sieht? Kann man daraus was erwarten?
Wenn die Idee nun dazu führt, dass nur diese eine Firma jetzt ein „verbessertes Verfahren, bzw verbessertes Produkt“ betreibt und diese Idee zusätzlich zu jedem verkauften Produkt zufügt und jetzt auf diese Idee ein Patent anmeldet, ist diese doch für den eigentlichen Erfinder erledigt,oder?
Hilft ein Schreiben von dieser Firma, wenn sie sich für genau diese Idee beim Erfinder bedankt hat?

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Hallo,

ist dies nicht eine Frage des „geistigen Eigentums“ ? Vielleicht mal googeln.

Es gibt ja zwei Möglichkeiten:

a) ich sehe in meiner Firma etwas, das zu verbessern ist und Geld spart
b) ich bin zufällig in igend einer Firma und sehe, dass man da etwas am Produktionsablauf verbessern kann und Geld spart

Durch meinen Vater weiß ich von einem Ingenieur einer Werft, der beim Zahnarzt saß und im Behandlungsstuhl wartete, bis die Betäubungsspritze wirkt. Es sah sich etwas um und bemerkte die Apparatur, an der der Bohrer befestigt ist. Er dachte, so etwas müsste man bei einem Schiff haben. Auf der Werft hat er sich hingesetzt und so den ersten Kran entworfen, mit dem sich das Schiff selbst entladen kann. Geminin-Kräne kennt heute jeder Schiffbauer.

Wie die „Belohnung“ dafür aussah ? Keine Ahnung, man könnte sich trefflich streiten, wem die Idee gehört. Konstruiert hat er jedenfalls am Arbeitsplatz, und damit hat die Firma das Anrecht auf den finanziellen Erfolg, es sei denn, im Arbeitsvertrag steht etwas anderes.

Im weiteren Zusammenhang müsste man dann auch irgendwann zum Thema Patent kommen, aber das führt hier zu weit.

Gruss

Andreas

Gruß

Andreas

Hallo,

hierfür gibt es die Möglichkeit des Patents. Nutzt man dies nicht und veröffentlicht seine Idden, hat man Pech gehabt.

Gruß

S.J.

ist dies nicht eine Frage des „geistigen Eigentums“ ?
Vielleicht mal googeln.