Hallo zusammen,
ich hoffe ich bin hier auf der richtigen Forumseite für meine Frage.
Ich werde als Hobbyaquarianerin immer wieder mit Interessengleichgesinnten konfrontiert, die für ihre Aquarien eine Umkehrosmoseanlage benutzen. Ich kann mir das ganze Prinzip nicht so ganz erklären, denn es soll sich um einen physikalischen Vorgang handeln, denn angeblich könne man diese Osmoseanlagen unbegrenzt über Jahre verwenden ohne eine Qualitätseinbuse. Das Wasser würde dabei durch eine Membran und eine Röhre geleitet und dabei sollen alle für Fische schädlichen, im Wasser enthaltenen Stoffe, wie Nitrat, Nitrit, Kupfer, Kalzimkabonat, etc., entfernt werden, das Aquariumwasser würde dadurch „weich“ und müsse allerdings wieder mit Mineralstoffen versetzt werden. Einzig, die Membrane müsse angeblich alle etwa 5 Jahre ausgewechselt werden, wenn das Gerät dauernd in Betreib sei. Nach diesen Angaben, muss dies ja ein wahres Wundergerät sein, das ja auch recht Preiswert ist, eine solche „Röhre“ wurde mir zum Preis von rund 400.-- angeboten, bei einer „Herstellungsmenge“ von täglich 30 Liter Osmosewasser.
die ganze Aquarianerwelt schwört auf diese Geräte, ich bin allerdings eher skeptisch, denn ich kann mir so ein (für mich) komplizierter Vorgang wie eine solche „Wasseraufbereitung“ auf so einfachem Weg, einfach nicht vorstellen. Deshalb hier die Frage an die Physiker unter Euch.
vielen Dank Gabi
Hi Gabi,
hoffentlich akzeptierst Du auch Antworten eines Chemikers 
Also Umkehrosmose ist im Prinzip nicht anderes als eine spezielle Art der Filtration, grob gesagt vergleichbar mit dem Aufbrühen von Kaffee. Nur ist die Porenweite der Filter so klein, daß zwar Wasser passieren kann, nicht aber Ionen, die etwas größer sind als Wasser. Dazu sind allerdings recht hohe Drucke nötig. Umkehrosmose wird übrigens in einigen Ländern (z.B. Arabien) im großen Stil zur Trinkwasserbereitung aus Meerwasser genutzt. Bedenken für Deine Fische brauchst Du also keine zu haben.
Gandalf
Hallo Gandalf,
Wielen Dank für deine Antwort, sie hat meine Fragen weitgehends beantwortet, um meine Fische hatte ich eigentlich keine Angst, nur Zweifel, ob so was überhaupt funktionieren kann.
viele Grüsse Gabi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]