Umrechnung Elektronegativität in Ladung

Die Frage ist zwar halb phsikalisch und halb chemisch, aber ich poste sie trotzdem mal hier. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen:

Es geht um ein Wassermolekül, daß ja die Elektronegativität 2*2,1-3.5=0.7 hat. Ist es möglich dies in eine elektr.Ladung (in Coulomb) umzurechnen. Ich gebe mich auch mit einer noch so schlechten Näherung zufrieden.
Bin mir aber nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist. Der Ladungsschwerpunkt von Wasser ist zwar verschoben, doch kann man dies außerhalb messen? Andererseits läßt sich ein Wasserstrahl durch ein elektrostatisch aufgeladenen Stab ablenkten.

Mal schauen ob mir jemand weiterhelfen kann

MFG Smart
*derschonaufjedeAntwortwartet*

Hallo,

hier ein Auszug aus dem Römp. Vieleicht hilft er dir weiter.

Die in mancher Hinsicht anomalen Eigenschaften des Wassers lassen sich auf die Struktur des H2O-Moleküls zurückführen, in dem die beiden Wasserstoff-Atome unter einem Winkel von 105° angeordnet sind. Aufgrund der unterschiedlichen Elektronegativitäten von Sauerstoff (3,44) und Wasserstoff (2,20) ist die O–H-Bindung polarisiert, d.h. die beiden entgegengesetzten elektrischen Pole fallen in ihrer räumlichen Lage nicht zusammen, so dass das Wassermolekül einen Dipol bildet. In der Elektronendichteverteilung überlappen sich die p-Orbitale des Sauerstoff-Atoms mit den s-Orbitalen der Wasserstoff-Atome zu s-Bindungen.
Das aus der Polarisation resultierende Dipolmoment wurde zu m=1,85 Debye bestimmt, und die Differenz der Elektronegativitätswerte erteilt – nach Pauling – der ansonsten kovalenten Bindung einen partiellen Ionen-Charakter. Diese und die dielektrischen Eigenschaften erklären die Eignung des Wassers als Lösungsmittel für polare Stoffe, die elektrolytische Dissoziation gelöster Salze, Basen und Säuren, die Neigung zur Komplex-Bildung , die Solvatation (Hydratation; die Bildung von Hydraten kann mit Erwärmung oder Abkühlung verbunden sein), die Fähigkeit zur Ausbildung von Wasserstoff-Brückenbindungen und damit auch die Struktur des flüssigen Wassers. In diesem herrscht nämlich ein bestimmter Ordnungszustand, dessen Zustandekommen die Chemiker seit langem interessiert. Auch heute sind noch nicht alle Fragen zur Struktur des Wassers beantwortet. Aus quantenmechanischen Berechnungen und den Ergebnissen von Untersuchungen mittels Röntgen- uund Neutronenbeugung, IR- und Raman-Spektroskopie wurden die beiden Kontinuum- und Mischungsmodelle für die Wasserstruktur abgeleitet. Letzteres, das man auch Cluster-Modell nennt, nimmt an, daß durch Wasserstoff-Brückenbindungen zusammengehaltene Aggregate einer dem Eis analogen Struktur einzelne ungebundene Wassermoleküle auf Zwischengitterplätzen enthalten. Manche Verbindungen (chaotrope Stoffe) können, in Wasser gelöst, dessen Ordnungszustand herabsetzen, indem sie die H-Brücken zerstören.

Hallo Gustav,

danke, daß du mir geholfen hast.

Der Kern meiner Frage ist aber leider noch nicht beantwortet:
Kann man das Dipolmonent m=1,85 Debye in eine elektr Ladung (in Coulomb) umrechnen?
Wie gesagt reicht mir eine noch so schlechte Näherung.

MFG Smart
*derhofftdasmirdochjemandweiterhelfenkann*