Hallo Experten,
ist es möglich, PKW-Dieselmotoren für alternative
Brennstoffe (Gas, … ) umzurüsten? Einiges geht
ja bereits für Benzinmotoren.
Wenn ja, für was und wie teuer wäre so etwas (nur
im fall der Fälle!)
Gruß
Gerald
Hallo Experten,
ist es möglich, PKW-Dieselmotoren für alternative
Brennstoffe (Gas, … ) umzurüsten? Einiges geht
ja bereits für Benzinmotoren.
Wenn ja, für was und wie teuer wäre so etwas (nur
im fall der Fälle!)
Gruß
Gerald
Hallo Gerald,
ist es möglich, PKW-Dieselmotoren für alternative
Brennstoffe (Gas, … ) umzurüsten? Einiges geht
ja bereits für Benzinmotoren.
Nö.
Der Benzin-Motor ist von Hause aus ein Gasmotor, das technische Problem war eigentlich, wie man aus dem flüssigen Benzin ein Gas macht. Früher wurden viele stationäre Gasmotoren mit Leuchtgas betrieben.
Die Zündung erfolgt durch den Funken der Zündkerze.
Ein Dieselmotor funktioniert eigentlich mit schwerer entflammbaren Treibstoffen als ein Gasmotor. Durch die hohe Verdichtung wird das Gemisch so heiss, dass es fast von selbst zündet. Die Glühkerze wirkt als Auslöser für die Zündung, erzeugt aber keine Funken, sonder glüht dauernd vor sich hin.
Der Nachteil vom Dieselmotor ist, dass der Zündzeitpunkt nicht exakt Ausgelöst werden kann und, unter anderem, deshalb nur Kraftstoffe verwendet werden können, welche relativ langsam „explodieren“. Aus diesen Gründen erreicht ein Diesel auch nicht so hohe Drehzahlen wie ein Gasmotor.
Für Diesel kommen nur verschiedene Öle, wie Raps und andere Pflanzenöle, in Frage. Man kann aber einen Diesel recht einfach so umrüsten, dass er mit dem Öl aus der Frittenbude läuft. Das Hauptproblem ist eigentlich nur, dass das Öl vorgeheizt werden muss, damit es flüssig ist. Dies ist auch der Grund wieso an der Tankstelle Winter- und Sommer-Diesel verkauft wird. Der Sommerdiesel könnte im Winter ausflocken.
MfG Peter(TOO)
Hi,
Ein Dieselmotor funktioniert eigentlich mit schwerer
entflammbaren Treibstoffen als ein Gasmotor. Durch die hohe
Verdichtung wird das Gemisch so heiss, dass es fast von selbst
zündet. Die Glühkerze wirkt als Auslöser für die Zündung,
erzeugt aber keine Funken, sonder glüht dauernd vor sich hin.
Nicht ganz. Die Glühkerzen dienen beim Kaltstart des Motors als Unterstützung für die Zündung, da der Motor eben noch kalt ist und deshalb die Selbstzündung noch nicht klappt. Danach wird aus abgastechnischen Gründen noch eine Zeit lang nachgeglüht. Anschließend wird nicht mehr geglüht.
Der Motor läuft nun „von selbst“ und kann nur noch mit einem Abschaltventil oder durch Abwürgen angehalten werden, ansonsten läuft er so lange, bis der Tank leer ist.
Bei modernen direkteinspritzenden Dieselmotoren wird außer bei sehr niedrigen Temperaturen praktisch nicht bzw. nur sehr kurz vorgeglüht. Wenn du z.B. einen VW TDI startest, geht das wie beim Ottomotor: Schlüssel rein, drehen, läuft.
Im übrigen ist Dieselkraftstoff zündwilliger als Ottokraftstoff. Wenn du Benzin in einen Dieseltank kippst, wird der Motor damit nicht laufen, weil eben die Verdichtungswärme zur Selbstzündung des Benzins nicht ausreicht.
Der Nachteil vom Dieselmotor ist, dass der Zündzeitpunkt nicht
exakt Ausgelöst werden kann und,
Das kann man sehr genau bestimmen und zwar über Einspritzzeitpunkt, -dauer und damit -menge sowie über Vor- und Nacheinspritzungen. Besonders genau geht das beim Common-Rail-Diesel, da man durch den konstanten Druck im Rail in Verbindung mit den elektrisch angesteuerten Injektoren praktisch einspritzen kann, wann und wieviel man will, wodurch man den Zündverzug, aber auch das Abgasverhalten, sehr gut in den Griff bekommt. Die Funktion des Common-Rail-Diesel entspricht grob der Bosch-L-Jetronic beim Ottomotor.
unter anderem, deshalb nur
Kraftstoffe verwendet werden können, welche relativ langsam
„explodieren“. Aus diesen Gründen erreicht ein Diesel auch
nicht so hohe Drehzahlen wie ein Gasmotor.
Auch beim Ottomotor muss man den Zündverzug einkalkulieren. Dies geschieht durch die Vorverlegung des Zündzeitpunkts bei hohen Drehzahlen. Früher wurde das per Unterdruckdose am Verteiler gemacht, die die Kontaktplatte verdrehte, heute geht das über Kennfelder im Motorsteuergerät. Verteiler gibt’s so gut wie gar nicht mehr in neueren Motoren.
Für Diesel kommen nur verschiedene Öle, wie Raps und andere
Pflanzenöle, in Frage. Man kann aber einen Diesel recht
einfach so umrüsten, dass er mit dem Öl aus der Frittenbude
läuft. Das Hauptproblem ist eigentlich nur, dass das Öl
vorgeheizt werden muss, damit es flüssig ist.
Hm, also vorgeheizt werden muss eigentlich nur bei Schiffsdieseln, die mit Schweröl betrieben werden, das eine Konsistenz ähnlich Teer hat. Normaler Dieselkraftstoff oder auch Pflanzenöl sind flüssig außer, wie du richtig geschrieben hast, bei sehr niedrigen Temperaturen. In diesem Fall (Winter) wird die Fließfähigkeit durch Additive erhöht, da es ansonsten zu Paraffinausscheidungen kommen kann, die den Kraftstoffweg verstopfen können. Zusätzlich gibt es bei neueren Dieselmotoren eine Kraftstoffvorheizung, die i.d.R. durch den relativ warmen Kraftstoff des Rücklaufs betrieben wird, meistens am Kraftstofffilter.
Z.B. bei den VW/Audi-Pumpe-Düse-TDIs muss der Kraftstoffrücklauf sogar gekühlt werden, weil sonst der Kunststofftank in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Dadurch, dass der Kraftstoff bei diesen Motoren durch den Zylinderkopf zu den Pumpedüsen geführt wird, können am Rücklauf Temperaturen > 100° C entstehen.
Viele Grüße
WoDi
Hallo!
Im Prinzip ist das möglich.
Wenn Du mal bei Wikipedia nach „Zündstrahlmotor“ suchst, wirst Du etwas brauchbares finden.
Der Dieselmotor bekommt also Gas (als Kraftstoff) in die Ansaugluft gemischt.
Lt. Wikipedia geht das nur mit Biogas, wegen der hohen Oktanzahl.
Die Zündung wird über die normale Dieseleinspritzanlage eingeleitet,
die aber nur die „Leerlaufmenge“ in den Zylinder einspritzt.
Der Diesel zündet sozusagen das Biogas.
Aber ich weiss, dass bei uns viele Stadtbusse mit Erdgas fahren.
Ich denke mal, dass einer der Moderatoren hier mehr darüber weiss…
Aber grundsätzlich finde einen Umbau auf Pflanzenöl sinnvoller.
Dazu gibt es vorgefertigte Umbausätze.
Es ist blos die Frage, wielange sich Vater Staat das anschaut, wenn dann viele Leute steuerfreies Pflanzenöl aus der Ölmühle oder beim Aldi tanken.
Ich selbst brauche auch dringend ein neues Auto,
weiss aber auch nicht so recht,
ob ich mir einen Diesel oder Benziner kaufe.
Ich werde erstmal abwarten.
Grundsätzlich sorgt der Staat und die Marktwirtschaft schon dafür, dass niemand zu billig mit dem Auto fährt.
Grüße, Steffen!
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Hallo Experten,
ist es möglich, PKW-Dieselmotoren für alternative
Brennstoffe (Gas, … ) umzurüsten? Einiges geht
ja bereits für Benzinmotoren.
Wenn ja, für was und wie teuer wäre so etwas (nur
im fall der Fälle!)
Jaein.
Die Motoren unserer beiden Gasbusse sind „Dieselmotoren“ konstruktionsbedingt (Bohrung / Hub), haben aber:
dafür:
Die Tatsache aber, daß unser Chef die beiden Kisten schnellstmöglich nun verkauft, da er sie nicht mehr fahren „muß“ und die Anzahl der Werkstatttage, zeigt, daß es nur lidderliches Zeug ist.
Viele Unternehmen rüsten Gasbusse zum Diesel wieder zurück… Also von solch einer Aktion kann ich nur abraten, selbst wenn Du es im Selbstversuch unternehmen solltest.
gruß
dennis