Umsätze im Einzelhandel

Kann mir mal jemand diese beiden Meldungen erklären. Sind innerhalb von 18 Minuten im Nachrichtenticker erschienen. Wer lügt denn da oder wer will manipulieren ?

Wiesbaden/Berlin, 2. März (AFP) - Die Rekordarbeitslosigkeit und
die Furcht vor Jobverlust hat die Kauflaune der Bundesbürger zu
Jahresbeginn weiter getrübt. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im
Januar um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück,
wie
das Statistische Bundesamt am Mittwoch unter Berufung auf
vorläufige Zahlen mitteilte. Bei Einberechnung der Inflation lag
das Minus sogar bei 0,4 Prozent. Ein Ende der Konsumflaute sei
damit nicht in Sicht, sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des
Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels (HDE). Die Aussichten
für dem Umsatz im Gesamtjahr blieben trüb: «Mit viel Glück werden
wir den Vorjahreswert erreichen.»

Berlin (ddp). Die überraschend gestiegenen Umsätze im Einzelhandel
im Januar
wecken nach dem Rückgang im Dezember unter Volkswirten
Hoffnungen auf ein Ende der Konsumflaute. «Ich bin recht
zuversichtlich, dass der private Konsum im laufenden Jahr die Wende
schafft», kommentierte Andreas Scheuerle von der Deka Bank am
Mittwoch in Frankfurt am Main die Zahlen. Zuvor hatte das
Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass der deutsche Einzelhandel im
Januar mehr umgesetzt hat als erwartet. Der Branchenverband HDE
zeigte sich dennoch enttäuscht.

Gruß
Helmut

Hi Helmut,

die erste Meldung vergleicht Januar 2005 mit Januar 2004, die zweite Januar 2005 mit Dezember 2004.

Gruß Ralf

Hi Helmut,

das gleiche Phänomen wirst du bei Börsennachrichten entdecken:

Macht eine firma seit Jahrzehnten Gewinne und in diesem Jahr 5% weniger als im Vorjahr werden die Aktien dramatisch fallen und alle Analysten schwarz malen und zum Verkauf raten.

Macht eine Firma seit Jahren höchste Verluste und in diesem Jahr sinkt der Verlust um 5% (also nur 95 Mio Verlust statt 100, nicht mal ein Gewinn) steigt der Kurs enorm und alle raten zu Kauf.

Statistische Zahlen sind vom -Benutzer immer so angeordnet, wie er seine Argumentation erhärten möchte:

Größte Arbeitslosigkeit seit der Gründung der BR.

Aber keiner redet davon, daß die Zahlen im Prinzip seit 20 jahren schon so dastehen und die Vorgängerregierungen immer neue Tricks erfunden haben, um Arbeitslose nicht als arbeitslos zu zählen.

Denn die einfließenden „arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger“ gibt es nicht erst seit dem 1.1.2005 sondern vorher waren es halt sozi-Empfänger und keine Arbeitsosen.

gruss