Umsatz / Mitarbeiter

Hallo,

gibt es eine Kennzahl, oder einen Vergleichswert, an dem man sich orientieren kann ?
Ich meine wieviel Umsatz mus ein MA in einem best. Betrieb machen damit das Unternehmen nicht Pleite geht.
Bei einem durchschnittlichen Gewinn.

friedrich

Hallo friedrich

Was ist schon der Umsatz für eine Grösse? wichtig ist doch viel mehr was davon hängen bleibt, sprich wie hoch ist die Umsatzrendite.

Selbstverständlich schwankt das von Branche zu Branche. So wären wahrscheinlich die Lebensmittelindustriefuzzis froh, wenn sie die Umsatzrenditen der Halbzeugfuzzis hätten. Dann würde bei Nestlé und Co. wahrscheinlich alle Mitarbeiter und Aktionäre nur noch mit goldenen Gabeln von goldenen Tellern leckeren Kaviar essen.

Gruss
CrNiMo

Ich meine wieviel Umsatz mus ein MA in einem best. Betrieb
machen damit das Unternehmen nicht Pleite geht.

Wie soll das gehen? Wenn Du einen Betrieb hast (z.B. Friseurgeschäft), bei dem die Mitarbeiter relativ wenig verdienen, d.h. Kosten verursachen, müssen sie auch relativ wenig Umsatz reinbringen. Wenn Du einen Betrieb hast (z.B. Wirtschaftsprüfer), bei dem die Mitarbeiter relativ viel verdienen, müssen sie auch relativ viel Umsatz reinbringen.

Eine Zahl Umsatz/Mitarbeiter ohne die Kosten zu berücksichtigen, hätte eine Aussagekraft von Null.

OK OK - aber …
… so gesehen habt Ihr natürlich recht. Und „so“ genau wollte ich es ja auch nicht wissen. Der Hintergrund ist folgender:
Ihr kennt doch den Pfarrer Fliege, der hat in einer der letzten Sendungen über Aloe vera berichtet. War eine richtige Promotion.
Für Forever Living Products. Ein Multilevel Marketing Unternehmen aus den USA. Auf den durchschnittlichen, statistischen, weltweiten, Mitarbeiter entfallen 220 DOLLAR Umsatz p.a… (Umsatz nicht Profit)
Man möchte das ich da mitmache. Und das grosse Geld verdienen. Mindestens im 5 stelligen Bereich/mtl. ! versteht sich. Das heißt ich muß mir, mit Hilfe meiner Up-Line eine Down-Line aufbauen von deren Umsätzen ich dann profitieren soll.
Wie seht Ihr das ?

mfG
friedrich

Gruss
CrNiMo

Hallo Friedrich,

der pro-Kopf-Umsatz ist richtig bewertet eine wichtige Kennzahl für einen Betrieb. Natürlich ist letztlich der Gewinn entscheidend, aber diese Kennzahl offenbart sehr viel über den augenblicklichen Stand eines Unternehmens. Die Zahlen gelten immer nur für eine bestimmte Branche, Handelsstufe und Betriebsgröße. Ein Friseur kann mit 50.000 Euro p. a. gerade so über die Runden kommen, ein Stahlhandel braucht je nach Marktsegment >> 1 Mio Euro/Kopf und Jahr und ein Hersteller in der Feinmechanik oder Elektrotechnik muß zwischen 110 bis 150 T Euro p. a. realisieren.

Macht z. B. ein Hersteller mittlerer Größe von 50-500 Mitarbeitern im Bereich der E-Technik 50.000 Euro Umsatz pro Kopf und Jahr, brauche ich keine weiteren Zahlen mehr, um den als Aspiranten für ernsthafte Probleme zu erkennen, es sei denn, dort kommt jetzt die Innovation, die alles heraus reißt.

Der Einzelkämpfer oder Kleinbetrieb braucht oft einen besonders hohen Pro-Kopf-Umsatz, weil sich viele Kostenposten auf nur wenige Köpfe verteilen. Ein allein tätiger Freiberufler mit 50.000 Eur Umsatz kommt mit dem Hintern nicht hoch, mit 100.000 Eur geht es so einigermaßen und bei 120 - 150 Tausendern im Jahr beginnt es langsam, komfortabel zu werden. Ein Apotheker mit Ladenmiete und Lagerhaltung muß mit so einem Umsatz schleunigst schließen. Ein Handelsvertreter, der jedes Jahr ein Auto verschleißt und 10% Marge bekommt, braucht 1 Mio Euro Umsatz im Jahr.

Gruß
Wolfgang

Gerade Du, als cleveres Kerlchen
Hallo friedrich

Ich verstehe nicht, dass es immer noch Leute gibt, die auf den Schneeballquatsch reinfallen wollen.

Wobei US-$ 220 ist ja wohl ein Megawitz.

Gruss
CrNiMo

Die pipeline Füllen…
Hi Friedrich

UM HIMMELS WILLEN
FINGER WEG

das Verfahren ist bekannt unter dem Motto: „die Pipeline füllen“
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/amuesant/
siehe Artikel „die Pipeline Füllen“

Mehr zu Multilevel Marketing bei Quackwatch
http://www.quackwatch.com/01QuackeryRelatedTopics/ml…

Diese Sache ist hochgradig obskur und im Kern betrugsverdächtig!
Des weiteren ist zu Beachten, dass die meisten Multi-Level-vermarkter die garantieen auf die Endverkäufer abwälzen… Die Garantieleistungen werden nicht von der Mutterfirma, sondern von DIR SELBER erbracht!

Gruß
Mike
*dersichimmerwiederwundertaufwasdieleuteallesreinfallen*

Hallo Friedrich

na also ein Mitarbeiter muß doch mindestens das erwirtschaften, was er selbst kostet. das kommt dann also sehr auf den Job des Mitarbeiters an.

dann sind aber noch keinerlei Kosten gedeckt: Material, Vertrieb, Verwaltung, erhaltene Dienstleistungen, Instandhaltung, Zinsen
usw usw usw

was dann übrig bleibt, ist der Gewinn.

jetzt kannst Du ja mal rechnen!
aber ich würde sagen, TEUR 50 ist das MINDESTE für einen kleinen Betrieb

Queedin

,

… das hört der friedrich immer wieder gerne :wink:)

Ich verstehe nicht, dass es immer noch Leute gibt, die auf den
Schneeballquatsch reinfallen wollen.

Wobei US-$ 220 ist ja wohl ein Megawitz.

Gruss
CrNiMo

herzlichen Dank an Alle !..owT

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Hi,

Deine Frage läßt sich, wie schon von anderen angedeutet, so nicht beantworten. Bei der Handelsvermittlung erzielt man pro MA einen weitaus höheren Umsatz, als im verarbeitenden Gewerbe. Im ersten Fall kann dieser bei mehreren 100 Mio. im Jahr liegen, im letzteren liegt er oft deutlich unter TEUR 500. Das hängt letztlich von der Handelsspanne bzw. Wertschöpfung ab.

Gruß
Christian