mich würde interessieren, ob man den Umsatz irgendwie drücken kann, um die Zahlung der Umsatzsteuer im ersten Jahr der Existenzgründung zu vermeiden.
Klar man könnte weniger verkaufen in der Zeit, aber das wäre ja nicht gut, ich meine, könnte man das mit irgendwelchen anderen Mittelchen machen?
…klar, riesige mengen waren einkaufen und so die vorsteuer erhöhen -oder einfach nicht alle verkäufe der umsatzbesteuerung unterwerfen - z.B. an ausländer verkaufen, die im urlaub hier sind oder einfach ein teil mit umsatzsteuer und ein teil ohne - merkt doch keiner…
grüße vom kopfschüttelnden inder
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Zunächst:
Bei einem neu gegründeten Gewerbe muss man im Gründungsjahr und im Folgejahr monatliche eine Umsatzsteuervoranmeldung ausfüllen.
Die Differenz zwischen von den Kunden eingenommener und gezahlter Umsatzsteuer muss man sofort ans Finanzamt zahlen (!) oder erhält sie (wenn negativ) rasch vom FA zurück.
Am Lahresende wird dann nochmal eine zusammenfassende Umsatzsteuererklärung ausgefüllt.
Fazit:
Du zahlst letztlich nur die Differenz zwischen von den Kunden eingenommener und gezahlter Umsatzsteuer also letztlich (sehr) ungefähr die 7 oder 16% auf Deinen Gewinn. Marx würde sagen: auf Deinen Mehrwert.
Speziell:
Wenn Du größere Gerätschaften (ab 410 EUR) anschaffst, die über mehrere Jahre abgeschrieben werden, gilt das nur für den Netto-Betrag. Die MwSt wird bereits im Monat der Anschaffung angesetzt.
Da jemand im Gründungsjahr oft mehr ausgibt, als einnimmt, kommt es gerade hier zu einer geringen MwSt-Belastung oder sogar zu mehr Rückzahlung als Zahlung an das FA.
Was da an Maßnahmen sinnvoill ist, berät der Steuerberater.
Letztlich gilt aber: Lieber Kohle verdienen und Steuern zahlen, als nix verdienen und deswegen keine Steuern zahlen müssen.
also letztlich (sehr)
ungefähr die 7 oder 16% auf Deinen Gewinn. Marx würde sagen:
auf Deinen Mehrwert.
Es ist der Umsatz der zählt nicht der Gewinn! Und der Mehrwert
des Marx ist ein anderer als der Mehrwert, den der Staat
besteuert haben möchte.
Klar, die Steuer, die ich auf meine Rechnungen schreiben und an den Staat liefern muss, bezieht sich auf den Umsatz (also 16% auf jede meiner Rechnungen).
Es ist ja nur ein seeeeehr ungefähres Gedankenmodell:
Wenn ich auf alle Ausgaben (was allerdings so nur teilweise stattfindet) exakt 16% MwSt zahlen würde, hätte ich „unter einem großen Strich“ eigentlich „nur 16% auf meinen Gewinn“ an Steuer gezahlt.
Dieser Strich wird in Wahrheit so natürlich nie gezogen, sondern ich ziehe von meine Kunden „an des Staates Stelle“ 16% ein und gebe sie dem FA. Davon werden dann zum Glück die 16 oder 7% abgezogen, die ich irgendwo für’s Gewerbe gezahlt habe.
Manche Sachen gibt es ja zum Glück noch für 0% MwSt. (Porto, …)
Marx:
Da habe ich wohl in Sozialkunde nicht richtig aufgepasst.
Ich danke Euch für Eure Antworten, ich habe schon herausgefunden, dass es keine legale Möglichkeit gibt unter der magischen Grenze von 17500 zu bleiben.
Ich bin froh, glücklich und dankbar, dass der Laden so gut angelaufen ist. In 2 Wochen hab ich nen Termin beim Steuerberater, damit ich weiß, was an Kosten (steuern, die ich abführn muss) auf mich zukommt. Denn ich möchte nich so tief fallen, wie manch anderer, der denkt, was ich einnehme gehört mir auch.
Ich zahle dann schön meine Steuern und bin froh, dass ich diese zahlen darf.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende
Dir ist ab er schon klar, dass Du die Grenze von 17.500€ nicht unter allen Umständen einhalten musst um die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen.
Soll heissen, wenn Du bei Geschäftsgründung von einem Umsatz im ersten Jahr unter 17.500 € ausgegangen bist die am besten dem FA auch mitgeteilt hast und jetzt weil das Geschäft besser läuft als erwartet die Grenze überschreitest, bleibst Du trotzdem noch das ganze Jahr Kleinunternehmer.