Hallo liebe Experten, folgende Annahme: Ein Werbebüro oder irgendjemand anderes (außer der Post)versendet im Auftrag eines Kunden Werbebriefe und würde dann z. B. berechnen: 5000 Flyer plus 5000 mal Porto. Würde dann das Porto der Umsatzsteuerpflicht unterliegen? Wenn ja, wo kann man das nachlesen?
folgende Annahme: Ein Werbebüro oder
irgend jemand anderes (außer der Post) versendet im Auftrag
eines Kunden Werbebriefe und würde dann z. B. berechnen: 5000
Flyer plus 5000 mal Porto. Würde dann das Porto der
Umsatzsteuerpflicht unterliegen?
Wenn der Kunde als Absender auf den Briefen(!) steht (und nicht die Werbeagentur), ist das Postporto nur ein durchlaufender Posten.
Es wird für den Kunden vorgelegt.
Die eigentlich Rechtsbeziehung besteht zwischen dem Absender und der Post
Es kommt keine MwSt drauf.
Das wird z. B. bei Lettershops oder Werkstätten für Behinderte, die solche Arbeiten erledigen immer so gehandhabt.
In die Rechnung an den Kunden kommt auf diese Position keine MwSt.
darunter aber eine Begründung, z. B.:
„Für den kunden vorgelegtes Porto ist umsatzsteuerfrei.“
In den Einlieferpapieren der Post „Absender“ und „Einlieferer“ getrennt in die entsprechenden Zeilen eintragen!
Hallo, jaja, bei der Post gibt es keine Mehrwertsteuer. Doch das Briefmonopol ist doch schon weg und es gibt Anbieter, wo dann doch MWST bei ist. Hier bei uns gibt es z.B. die Biberpost oder verschiedene Lieferfirmen. Wenn es sich um gleichartige Werbesendungen handelt, also Infopost, dann ist da schon MWST bei.
Wenn es sich aber um offene Flyer handelt, ohne Briefumschlag, ist es mehr oder weniger Werbung, die wohl nicht von der Post verteilt wird. Und die ganzen Verteilunternehmen haben auch Mehrwertsteuer auf Ihren Rechnungen.
Es muss erst mal klar sein, wer die Flyer in welchem Zustand verteilt.
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Hallo, jaja, bei der Post gibt es keine Mehrwertsteuer.
stimmt (noch)
Hier bei uns gibt es z.B. die
Biberpost oder verschiedene Lieferfirmen.
wohnt Ihr in Offenbach?
Wenn es sich um
gleichartige Werbesendungen handelt, also Infopost, dann ist
da schon MWST bei.
Bei Briefdiensten immer.
Es muss erst mal klar sein, wer die Flyer in welchem Zustand
verteilt.
In der Frage war von „Post“ die Rede und ich bin zunächst mal davon ausgegeangen, das die Bundespost gemeint war.
Wenn andere Briefdienste im Spiel sind, gibt es z. B. folgende Möglichkeiten:
a) Die Werbeagentur sorgt dafür, dass die Rechnung direkt an ihren Kunden geht,
oder
Werbeagentur bezahlt den Briefdienst (incl. MwSt.), schreibt dann das Versenden mit auf die Rechnung an den Kunden (plus MwSt).
bei a) hat die WA weniger finanzielles Risiko und mehr Liquidität.
bei b) kann sie eventuell den Versandpreis noch etwas „aufrunden“;
schließlich gab es für die WA ja auch einges an Verwaltung daran plus Zinsverlust für vorgelegtes Geld.
alldieweil die USt nicht vom Himmel fällt wie der Regen, sondern nachprüfbar in einem Gesetz geregelt ist (ja, ganz im Ernst: Es gibt zwar kein „Mehrwertsteuergesetz“ in D, aber das tut nichts zur Sache), hier mal kurz der Hinweis (Nr. 11b guggen):
Hallo Martin,
wenn die Verteilung nicht von der Post, sondern einem anderen Unternehmen vorgenommen wird, erhält man sehr wohl eine Rechnung mit Umsatzsteuer, die dann auch absetzbar ist. Dies hält sogar einer Finanzamtprüfung stand.
War 16 Jahre selbständig und habe sehr viel Erfahrung im Direktmarketing.
Gruß
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Hier bei uns gibt es z.B. die
Biberpost oder verschiedene Lieferfirmen.
wohnt Ihr in Offenbach?
Nein, gehe aber davon aus, dass derlei Dienste überall gibt.
Wenn es sich um
gleichartige Werbesendungen handelt, also Infopost, dann ist
da schon MWST bei.
Bei Briefdiensten immer. GENAU.
Es muss erst mal klar sein, wer die Flyer in welchem Zustand
verteilt.
In der Frage war von „Post“ die Rede und ich bin zunächst mal
davon ausgegeangen, das die Bundespost gemeint war.
Und genau das hatte der Fragesteller geschrieben und explizit die Post ausgeschlossen, mein ja nur:
Hallo liebe Experten, folgende Annahme: Ein Werbebüro oder irgendjemand anderes (außer der Post)versendet im Auftrag eines Kunden Werbebriefe und würde dann z. B. berechnen: 5000 Flyer plus 5000 mal Porto. Würde dann das Porto der Umsatzsteuerpflicht unterliegen? Wenn ja, wo kann man das nachlesen?
wenn die Verteilung nicht von der Post, sondern einem anderen
Unternehmen vorgenommen wird, erhält man sehr wohl eine
Rechnung mit Umsatzsteuer, die dann auch absetzbar ist.
nichts anderes steht in der von mir verlinkten Quelle.
Mir geht es darum, dass das ganze Thema eindeutig und einfach gesetzlich geregelt ist, so dass man sich überhaupt nicht auf das verlassen muss, was von irgendwelchen Rechnungsausstellern für richtig empfunden wird. Die Tatsache, dass irgendwer irgendwas „mit“ oder „ohne“ USt fakturiert, ist kein Anhaltspunkt für die richtige Behandlung, und das Gefühl, etwas sei umsatzsteuerlich ein durchlaufender Posten, ersetzt nicht die Beurteilung des Sachverhaltes. Gerade was Postporto und andere im Erwerb nicht oder ermäßigt vorsteuerbelastete Nebenleistungen betrifft, wird in großem Ausmaß Unfug fakturiert. Wer wissen will, woran er ist, verlässt sich bloß auf geltendes Recht, nicht auf das, was er bei anderen sieht.
Hier bei uns gibt es z.B. die
Biberpost oder verschiedene Lieferfirmen.
wohnt Ihr in Offenbach?
Nein, gehe aber davon aus, dass derlei Dienste überall gibt.
In Offenbach gibt es halt einen ganzen Stadteil namend Biber.
Und genau das hatte der Fragesteller geschrieben und explizit
die Post ausgeschlossen, mein ja nur:
Hallo liebe Experten, folgende Annahme: Ein Werbebüro oder
irgendjemand anderes (außer der Post) versendet im Auftrag
eines Kunden Werbebriefe und würde dann z. B. berechnen: 5000
Flyer plus 5000 mal Porto. Würde dann das Porto der
Umsatzsteuerpflicht unterliegen? Wenn ja, wo kann man das
nachlesen?
Ich hatte diesen Satz gelesen, aber etwas anders interpretiert:
„eines Kunden“ - Das ist der Absender der Briefe und der Auftraggeber
„Ein Werbebüro oder irgendjemand anderes (außer der Post)“ - Das war für mich der Einlieferer bei der Post
Der Satz war nicht ganz eindeutig und lässt mehr als eine Interpretationsmöglichkeit zu.
Auf jeden fall haben wir ja jetzt hier in diesem Thread alle Wechselfälle des Mailing-Lebens dargestellt.