wie kann man eine Umschaltung von NetzAkku Betrieb realisieren ohne, dass es zu Spannungseinbrüchen in der Schaltung kommt?
Randdaten:
Spannung 3,3 V
max Strom ~300mA
Die Schaltung bezieht ihre Spannung im Netzbetrieb aus einem normalen Spannungsregler der 5-12V Eingangspannung bekommt.
Im Akkubetrieb aus einer bis jetzt unbekannten Anzahl an NiMh AA/AAA Zellen hinter denen ein DC/DC Schaltregler hängt.
Zuerst wollte ich es mit einem Relais mit Umschalter probieren. Leider weiss ich nicht, wie ich die Umschaltzeit überbrücken soll. Um 3,3V/300mA über rund 2ms stabil halten zu können, bräuchte ich wahrscheinlich einen verdammt großen Kondensator. Der Schaltvorgang müsste irgendwie schneller gehen.
Hallo P.,
die Idee mit dem Relais ist doch gar nicht so schlecht. Für die Umschaltzeit des Kontaktes brauchst du einen Puffer, also etwas was für kurze Zeit die Spannung halten kann. Ich würde parallel zum Gerät/Schaltung einen großen Kondensator (1/2 F) setzen, kostet nicht viel und ausprobieren geht recht fix.#
Viel Erfolg,
Siggi
wie kann man eine Umschaltung von NetzAkku Betrieb
realisieren ohne, dass es zu Spannungseinbrüchen in der
Schaltung kommt?
Die primitivste Variante ist mit zwei Dioden zu entkoppeln. Das Netzteil welches über das Netz betrieben wird, liefert eine etwas höhere Spannung.
Zuerst wollte ich es mit einem Relais mit Umschalter
probieren. Leider weiss ich nicht, wie ich die Umschaltzeit
überbrücken soll. Um 3,3V/300mA über rund 2ms stabil halten zu
können, bräuchte ich wahrscheinlich einen verdammt großen
Kondensator. Der Schaltvorgang müsste irgendwie schneller
gehen.
Du betreibst ja einen µP. Ein solcher mag Spannungssprünge ganz und gar nicht. Sequenzielle Logik kommt dabei ganz leicht aus dem Tritt.
Gibts dazu irgendwelche einfachen Fertiglösungen?
Hast du dir die Links mal durchgesehen ? Die meisten IC für Batterie-Management haben solche Funktionen.
die Idee mit dem Relais ist doch gar nicht so schlecht. Für
die Umschaltzeit des Kontaktes brauchst du einen Puffer, also
etwas was für kurze Zeit die Spannung halten kann. Ich würde
parallel zum Gerät/Schaltung einen großen Kondensator (1/2 F)
Dir ist aber klar, dass bei Einschalten eines leeren Kondensators dieser Größe etwas höhere Ströme fließen?
Um 3,3V/300mA über rund 2ms stabil halten zu
können, bräuchte ich wahrscheinlich einen verdammt großen
Kondensator.
Das ergibt sich aus der Spannungsdiffernz zwischen maximaler und minimal zulässiger Spannung.
Wären bei Netzbetrieb 3,5V da und würde die Schaltung mit 3,1V noch funktioniern, so muss der Kondensator bei 0,4V 0,3A * 0,002s liefern.
C = 0,0006As / 0,4V = 0,0015 F
1,5 mF sind doch nicht sooo groß?
Bei 0,1V Differenz wären es aber schon 6mF.
Beachte, dass ein Kondensator beim Anlegen der Spannung ziemlich unangenehme Ströme ziehen wird.
wie siehts denn heutzutage mit der Lebensdauer von Goldcaps aus? die waren mal vor Jahren ziemlich in Verruf geraten, weil die wohl recht schnell „gestorben“ sind.
die Idee mit dem Relais ist doch gar nicht so schlecht. Für
die Umschaltzeit des Kontaktes brauchst du einen Puffer, also
etwas was für kurze Zeit die Spannung halten kann. Ich würde
parallel zum Gerät/Schaltung einen großen Kondensator (1/2 F)
setzen, kostet nicht viel und ausprobieren geht recht fix.#
Da wären GoldCaps natürlich denkbar, aber die sind auch nicht
so winzig und außerdem haben die in der Größe einen recht hohen
Innenwiderstand. Bei 300mA geht der also mächtig in die Knie.
die Frage ist eher, wie du von Akkuspannung auf die 3,3V
kommen willst.
Mit einem einfachen Längsregler (als Low-Drop-Variante)
brauchst du mind. ca. 3,5…3,6V Eingangsspannung.
Da wären 3 Zellen mit je. ca. 1,2V Nennspannung sehr knapp
bemessen.
Ich würde also zu 4 Zellen raten, sofern das irgendwie
machbar ist (dann lieber die kleinere Bauform nehmen).
Damit hast du bei einer Entladeschlußspannung von ca. 1,1V
noch 4,4V am Regler.
In dem Fall kannst du dir auch noch locker Schottkydioden
zum Entkoppeln leisten (ca. 0,3…0,4V).
Gruß Uwi
wie kann man eine Umschaltung von NetzAkku Betrieb
realisieren ohne, dass es zu Spannungseinbrüchen in der
Schaltung kommt?
Randdaten:
Spannung 3,3 V
max Strom ~300mA
Die Schaltung bezieht ihre Spannung im Netzbetrieb aus einem
normalen Spannungsregler der 5-12V Eingangspannung bekommt.
Im Akkubetrieb aus einer bis jetzt unbekannten Anzahl an NiMh
AA/AAA Zellen hinter denen ein DC/DC Schaltregler hängt.
Zuerst wollte ich es mit einem Relais mit Umschalter
probieren. Leider weiss ich nicht, wie ich die Umschaltzeit
überbrücken soll. Um 3,3V/300mA über rund 2ms stabil halten zu
können, bräuchte ich wahrscheinlich einen verdammt großen
Kondensator. Der Schaltvorgang müsste irgendwie schneller
gehen.
Mit einem einfachen Längsregler (als Low-Drop-Variante)
brauchst du mind. ca. 3,5…3,6V Eingangsspannung.
Es geht natürlich auch ein Step-Down-regler in Low-Drop-Variante.
Der Vorteil ist ein sehr weiter Eingangsspannungsbereich bei
rel. konstant hohem Wirkungsgrad.
Gruß Uwi