Umschulung auf Maschinenbauer

Hallo
Ich habe vor etwa 17 Jahren den Beruf des Gas- und Wasserinstallateurs gelernt. Ich bin damals so „da hineingeschlittert“, aber gefallen hat er mir eigentlich nie so richtig. War auch nie so „richtig gut“ drin.
Vor knapp 10 Jahren habe ich den Berufsstand dann verlassen und mich mit einem Laden selbstständig gemacht. Das beendete ich dann vor gut zwei Jahren und arbeite seitdem in einem Halbtagsjob.
Nun überlege ich mir, ob ich mich vielleicht umschulen lassen sollte. Ich hatte früher mal ein Praktikum als Maschinenbauer gemacht, aber die Lehrlinge damals haben es mir „ausgeredet“, weil angeblich „die Schule so schwer wäre“… Naja.
Nachblickend finde ich es aber eigentlich sehr interessant anhand einer Zeichnung etwas „aus dem Nichts“ zu bauen. Kann mir auch vorstellen, das der Beruf recht abwechslungsreich ist (ich war damals in einer Firma, die - zu dem Zeitpunkt - für eine Möbelfirma Maschinen fertigte).
Nun weiß ich aber gar nicht, ob dieser Beruf überhaupt finanziell „in Ordnung“ ist, oder ob dort im allgemeinen Leute gesucht werden (ich wohne eher ländlich).
Kernfrage wäre aber erstmal, was ich für so eine Umschulung tun muß. Kann ich so etwas irgendwie selber in Angriff nehmen, oder geht sowas nur übers Arbeitsamt?
Vielleicht hat ja jemand ein paar Tips…

Gruß
Andreas

Hallo,

Nun überlege ich mir, ob ich mich vielleicht umschulen lassen
sollte. Ich hatte früher mal ein Praktikum als Maschinenbauer

diesen Beruf gibt es seit eweigen Zeiten als Ausbildungsberuf nicht mehr. Jetzt ist es der Industriemechaniker (IHK-Prüfung) oder Feinwerkmechaniker (HK- bzw. Gesellenrüfung im Handwerk).

„die Schule so schwer wäre“… Naja.

Die Anforderungen sind heute mit Sicherheit einiges höher.

Nachblickend finde ich es aber eigentlich sehr interessant
anhand einer Zeichnung etwas „aus dem Nichts“ zu bauen. Kann
mir auch vorstellen, das der Beruf recht abwechslungsreich ist

Biedes ist richtig - hängt aber vom jeweiligen Aufgabenbereich ab.

Nun weiß ich aber gar nicht, ob dieser Beruf überhaupt
finanziell „in Ordnung“ ist,

Was verstehts du darunter?

oder ob dort im allgemeinen Leute
gesucht werden

Solche Fachkräfte werden immer gesucht. Deutschland ist hier Exportweltmeister.

(ich wohne eher ländlich).

Ich kenne viele ländliche Räume, in denen Maschinenbauer angesiedelt sind. wohne allerdings in BaWü und nicht in Vorpommern.

Kernfrage wäre aber erstmal, was ich für so eine Umschulung
tun muß.

Einen Umschulungsplatz suchen (vielleicht IHK, HK und Agentur für Arbeit fragen wer so was macht.
Dann bei der AA dich beraten lassen und einen Antrag auf Förderung stellen. Ob du die Anspruchsvoraussetzungen erfüllst, kann dir hier niemand sagen.

Kann ich so etwas irgendwie selber in Angriff nehmen,

Auf jeden Fall

oder geht sowas nur übers Arbeitsamt?

Nur wenn du dort eine Förderung beantragen willst.

Vielleicht hat ja jemand ein paar Tips…

Du kannst dich hier durchbeißen http://www.arbeitsagentur.de/nn_26260/Navigation/zen…

Gruß
Otto

Danke für die Auskunft.
Mit „ordentlichen Verdienst“ meinte ich eben, das der Verdient der Arbeit angemessen ist, nicht mehr und nicht weniger…
Es gibt ja so manche Berufe, die ziemlich viel (meist körperlich) fordern aber im Gegenzug dazu zu wenig Geld abwerfen.
Aber hört sich ja so an, als ob man damit „über die Runden“ kommt :smile:

Das mit der Schule hat mich damals zwar abgeschreckt, aber war vermutlich unnötig, da ich damals ja auch nicht gerade dumm war.
In wie weit die Anforderungen mich heute treffen steht natürlich wieder ganz woanders :smile:

Wie gesagt, danke für die Informationen, ich werde mich dahingehend einmal schlau machen.

Habe auch mal überlegt, ob ich dahingehend vielleicht mal bei einigen Firmen bezüglich eines unverbindlichen Praktikums anfragen sollte.

Gruß
Andreas

Hallo,

diesen Beruf gibt es seit eweigen Zeiten als Ausbildungsberuf
nicht mehr. Jetzt ist es der Industriemechaniker (IHK-Prüfung)
oder Feinwerkmechaniker (HK- bzw. Gesellenrüfung im Handwerk).

Möglich wären auch noch Zerspanungsmechaniker (Dreh-, Fräs- oder Schleiftechnik) und Werkzeugmacher.

Auch Elektriker sind gefragt, jedoch ist da die schulische Anforderung etwas höher.

Eine Möglichkeit ist auch der Mechatroniker. Das ist ein relativer neuer Beruf und eine Mischung aus Industriemechaniker und Elektriker, weil sich die Aufgabenbereiche doch recht überschneiden.

Ansonsten ist es in dem Beruf hilfreich, wenn man flexibel und selbständig arbeiten kann.

Ansonsten ist der Beruf als Umsteiger so eine Sache. Leider kann man sich hier nicht auf seinen alten Beruf berufen und Erfahrung wird gebraucht.

Jetzt in Zeiten der Krise in der Automobilbranche wird die Konkurrenz in 2-3 Jahren wohl anwachsen.

Trotzdem halte ich es sinnvoller, als beim Arbeitsamt zu versauern. Fachkräfte werden auch in Zukunft gebraucht werden.