Hallo zusammen!
Mein Mann ist seit langer Zeit leider arbeitslos und hat auch nie eine Ausbildung abgeschlossen. Das Arbeitsamt hat ihm mehrfach zu Umschulungen geraten, gleichzeitig aber auch verlangt, daß er Bewerbungen für egal was für Jobs vorweist.
Im letzten November hat die Aufnahme für eine bestimmte Umschulung nun jedoch nicht geklappt (da man dort bei einem fehlenden Prozentpünktchen zwar Ausnahmen für Abiturienten, Hochschul-Abbrechende usw. macht, aber doch nicht für jemanden, der sowieso nichts ist… das aber nur am Rande).
Dieses Jahr im Oktober fängt nun endlich eine Umschulung an, zu der meine Mann richtig viel Lust hat und mit der er genau seinen Traumberuf erreicht. Also zog er los zum zuständigen Arbeitsberater, damit er sich früh genug anmelden kann. Auf einmal war dieser Arbeitsberater aber nun der Meinung, daß mein Mann erst einmal mindestens ein Jahr arbeiten müßte, bevor ihm eine Umschulung finanziert würde. (Mal abgesehen davon, daß er doch eh’ nie mehr eine Umschulung erhalten würde, wenn er erst einmal im Arbeitsleben steckt!?)
Nun ist es ja nicht so, daß mein Mann nicht arbeiten will, aber ich denke, daß sich jeder von Euch vorstellen kann, wieviele Chancen man als Langzeitarbeitsloser ohne abgeschlossene Ausbildung so auf dem freien Markt hat!
Total erschüttert und jeglicher (!!!) Zukunftsaussichten beraubt weiß nun weder mein Mann noch ich, wie es weitergehen soll.
Meine konkreten Fragen:
Kann jeder Mitarbieter beim AA einfach so willkürlich von heute auf morgen seine Meinung ändern? Gibt es irgendwelche „Rechtsansprüche“, die mein Mann versuchen könnte, durchzusetzen? Es gab allerdings immer nur mündliche Zusagen, nichts Schriftliches. Kann man - wenn ja, wo, bei wem… - Einspruch gegen eine solche ebenfalls mündliche Abfuhr einlegen?
Was also können wir tun?
Ich danke im voraus!
Lieschen
)