Umsetzen von Eichen, Edelkastanie und Kirschen

In einem Garten stehen drei Bäume, die umgesetzt werden sollen. Alle Bäume sind etwa vier Meter hoch und vielleicht zehn Jahre alt, vermutlich aus Hähersaat stammend. Es handelt sich um zwei Eichen und eine Edelkastanie.

Auf der linken Seite steht eine Eiche dicht neben der Edelkastanie, vielleicht dreißig Zentimeter voneinander entfernt. Der Durchmesser beider Stämme liegt bei etwa 4 cm in 1 m Höhe. Diese beiden Bäume stehen etwas im Schatten einer sehr großen, alten Tanne. Bis zur Grundstücksgrenze sind es an zwei Seiten etwa 50 cm.

Die rechte Eiche ist dicker (etwa 7 cm Durchmesser in 1 m Höhe) und höher, etwa 4,50 m, dabei aber hoch aufgeschossen. Die Blätter sehen etwas anders aus und werden zu einer anderen Zeit grün, offenbar ist es eine andere Gattung. Hier sind es bis zur Grundstücksgrenze nur an einer Seite etwa 50 cm.

Die Bäume sollen nun umgesetzt werden. Die Wurzelballen wurden bisher nicht verschult, die Wurzeln entsprechen also natürlichem Wuchs. Angeblich soll es zwei verschiedene Arten geben, abhängig davon, ob die Bäume alt oder jung sind. Die beiden Begriffe sind sehr relativ…

Wann sollte man diese Bäume ausgraben und nach welcher Methode? Empfiehlt es sich eher, jetzt oder im April die Ballen zu verschulen und die Bäume im September umzusetzen? Oder doch jetzt im Frühjahr? Falls ja, bis wann? Anfang, Mitte April oder so bald wie möglich?

Wie weit um die Bäume herum und wie tief sollte ich bei den genannten Größen graben? Über die Grundstücksgrenzen hinaus geht es auf keinen Fall. Wie trenne ich die linke Eiche von der Edelkastanie?

Auf dem Grundstück stehen auch einige Kirschbäume, vielleicht 3 m hoch, teilweise aber auch erheblich kleiner, ab etwa 1 m Höhe. Die Stammdurchmesser gehen von 1,5 cm bis 8 cm. Wann kann man die Kirschen umsetzen? Sollte man die Wurzelballen verschulen?

Kann man die Bäume auch in leichter Hanglage wieder einpflanzen?

Bin etwas ratlos. Vielleicht weiß jemand von euch mehr. Für eure Antworten wäre ich sehr dankbar.

Hallo.
Meine Empfehlung: Pflanze Neue aus der Baumschule und fälle die Halbwüchsigen. So gross die Krone eines Baumes ist, so gross sind auch seine Wurzeln. Beim Umsetzen, so wie Du das beabsichtigst, geht der grösste Teil der Wurzeln verloren, vor allem die wichtigsten feinen Saugwurzeln. Wahrscheinlich werden dann die umgesetzten Bäume jahrelang dahinvegetieren. Mit guter Baumschulware erreichst Du da meiner Ansicht mehr.
Gruss Peter

Hallo,

der Antwort des Vorschreibes kann ich nur beipflichten. Es ist eine verd. harte Arbeit, solche Bäume auszugraben. Der Baum wird mit Wurzelballen auch sehr schwer sein (evtl. Kran?). Das Ergebnis einer Umpflanzaktion steht dann aber trotz aller Mühe immer noch in den Sternen. Besser ist es wirklich, sich gute Baumschulware zu holen. U.U. ist der neu angepflanze kleinere Baum nach ein paar Jahren besser entwickelt, als es der umgepflanzte je wäre.

Gruss

Iru

Hallo,

ich kann mich dieser Antwort nur anschließen.
Wer einen Baum dieser Größe umsetzen will, muss 2 Jahre vorher beginnen:
Man misst den Radius der Krone aus und gräbt exakt dort einen mindestens spatenbreiten Graben, der mit guter Gartenerde wieder aufgefüllt wird.
Diese Prozedur veranstaltet man das Jahr darauf noch einmal.
In der Hoffnung, dass der Baum während der beiden Jahre die im Graben gekappten feinen Saugwurzeln neu und dichter gebildet hat.
Damit er nämlich bei der endgültigen Entfernung genug gesunde Wurzelmasse hat, um am neuen Standort anwachsen zu können.

Ganz davon abgesehen, dass das im Garten des Ursprungsposters nicht funktionieren wird, weil ein Teil der Bäume zu nahe am Gartenzaun zum Nachbarn steht und mindestens zwei ineinander verwurzelt sind und deshalb gemeinsam gehoben und neu gesetzt werden müssten.

Ganz davon abgesehen, dass der ursprüngliche Fragesteller nicht zu ahnen scheint, was ein Baum von 4 Metern Höhe wiegt.
Das ist ein Fall für einen stabilen Kran.

Ach ja, die gewünschte Neuanpflanzung in Hanglage:
Selbst „kleine“ Baumschulware muss man dringend stabil stützen. Ein Baumpflanzloch in einem Hang destabilisiert diesen. Ein neu gepflanzter Baum braucht Jahre, bis er im Erdreich verwurzelt ist.
4 Meter hohe Altbäume wären mindestens mit Pfählen im Stammdurchmesser zu stützen, 3-4 pro Baum, und entsprechend tief in den Hang gerammt.

Zuletzt muss jeder umgepflanzte Altbaum natürlich in der Krone stark reduziert werden.Sprich zum Skelett ausgesägt. Sonst hat der Baum nämlich zu wenige Saugwurzeln für zuviele Blätter, sprich, Du hast spätestens im Jahr nach der Pflanzung sowie tote Äste und vorher unschön verdorrtes Laub.

viele Grüße
geli