Hallo Sven,
Ich möchte jetzt OpenSuse 11 als Multibootsystem
dazuinstallieren, habe mir dazu das c´t-Spezial gekauft.
Folgende offene Fragen:
- Klar mache ich vor der Installation ein Ghost-Backup der
XP-Installation und eine Kopie der Datenpartition, aber wie
groß ist als Bauchgefühl-Erfahrungswert der geübteren User das
Risiko einer nötigen XP-Neuinstallation?
Wenn Du wirklich sorgfältig arbeitest, dir vorher einen Plan machst, welche Partitionen Du wie für Linux reserviert hast und die Installation in Ruhe durchziehst (lieber zweimal nachsehen) geht das Risiko gegen Null.
Mit anderen Worten: Das Risiko liegt eher beim User als beim Installationsprogramm.
Wieviel Platz sollte
ich für Linux insgesamt zuweisen, wenn ich es zumindest
mittelfristig als Haupt-System nutzen möchte?
Kommt ein wenig drauf an, was Du so machst. Ich komme bequem mit 50 GB aus, sammle aber auch keine riesigen Filme und so. Von diesen 50 GB beansprucht das Betriebssystem ca. 10 GB. Es kommt auch ein wenig darauf, was und wieviel Du noch mit Windows machen willst. Als Richtwert für deine FP, zwischen 50 und 120 GB.
Kann ich die
Plattenaufteilung XP/Linux nachträglich ändern?
Ja, wenn es denn sein muss…
Könnte ich
eine zusätzliche Platte einbauen, die als Datenpartition für
beide OS verfügbar ist (Rechteverwaltung spielt keine Rolle,
bin einziger User am System).
Jein, sagen wir mal als Backupsystem. Deine eigentlichen Linux-Daten sollten schon auf einem Linux-Filesystem (z.B. ext3) liegen. Von allem anderen rate ich dir ab.
- Wenn ich meinen Rechner unter Linux starte, kann ich dann
auf die LAN-Freigaben unserer zwei anderen XP-Rechner
zugreifen?
Ja, wenn Du deinen Linux-Rechner mit ins Netzwerk einbindest. Ich hänge hier auch in einem Netzwerk von zwei Windows- und einem Linuxrechner.
So, daß ich es auch als Einsteiger hinbekomme?
Oh, schwere Frage. Bist Du ein geschickter oder ein ungeschickter Einsteiger? 
Müßten auch NTFS-Dateisysteme haben, das gab doch früher noch
Probleme?
Du kannst von Linux aus mit entsprechenden Programmen inzwischen auch lesend/schreibend auf NTFS zugreifen. Ich habe aber keine Erfahrungen damit, ich betreibe meine Windows-Datenpartition schon seit langer Zeit einfach mit vfat.
- Wie sieht es aus mit USB-Sticks, USB-Festplatten,
USB-Kartenlesern?
Gut, gut und ich hoffe, auch gut (USB-Kartenleser habe ich nicht in Betrieb, ich stöpsle meine Kamera direkt an und da wird sie unter Linux direkt erkannt).
- Wie sieht es aus mit einem Sony-Camcorder mit
Firewire-Anschluß?
Firewire dürfte kein Problem sein, aber ich habe keine praktische Erfahrung damit.
Aber dieses Hardware-Gefummle kannst Du ja zur Not vorher mit einer Live-CD ausprobieren. Wenn Du dort auch nichts abspeichern kannst (gibt es aber auch Lösungen), aber es zeigt dir, ob es z.B. deine Kamera erkennt. Wenn das die Suse-Live-Cd macht, dann macht es auch das „normale“ Suse.
- Mein Prozessor scheint ja eine 64Bit-CPU zu sein (obige
Bezeichnung aus XP-Systemeigenschaften abgetippt.
Kann/soll/muß ich da die 64Bit-Suse-Variante nehmen oder
lieber die 32Bit? Angeblich soll es bei 64Bit noch manchmal
Software-Probleme geben?
Tja, kommt drauf an. Manche exotische Software gibt es noch nicht für 64-Bit. Ich fahre auch ein 64-Bit-System und habe noch kein Programm vermisst. Aber das ist eben individuell und auch eine Frage der Zeit. Kommt Zeit, kommt Rat… wollte sagen, dann kommen auch die exotischsten 64-Bit-Programme…
Neben Office/Browser/Mail schneide
ich meine Familienvideos auf dem Rechner (allerdings nur
laienhaft, aktuell reicht mir MS Moviemaker und DVD
Powerproducer).
Dann kannst Du zur Not für solche Aufgaben auch bei Windows bleiben (hast Du ja huckepack noch mit dabei). Ansonsten siehe diesen Thread für solche Aufgaben:
/t/filmbearbeitung–2/4749068
Viele Grüße
Marvin