Umstellung der Heizungsanlage

Hallo Leute vom Forum,
ich werde über kurz oder lang meinen Heizkessel ( Öl) erneuern müssen.
Ein bisschen Erklärung hierzu: altes haus (110 Jahre), Heizungsrohre mit grossem Durchmesser (wie früher üblich) 130 qm Wohnfläche.
Die Ölkosten fressen uns langsam auf. Geld um die Heizungsanlage ( Rohre/ Heizkörper) zu modernisieren haben wir nicht. Auch eine komplette Isolierung des gesamten Hauses fällt aus finanziellen Gründen flach.
Ich trage mich seit einiger Zeit mit der Idee auf Holz umszustellen.
Jetzt kam mir die Idee einen Feststoffbrennkessel, den ich mit Koks/ Kohle/Holz beheizen kann, anzuschaffen.
Mit Koks wurde das Haus schon früher einmal beheizt.
Ich wohne in der Nähe von Hannover und habe festgestellt, dass es kaum noch einen Kohlelieferanten gibt.
Meine Frage,: gibt es einen Grund der gegen eine Koksheizung spricht ?
Arbeitsbelastung sollte kein Hinderungsgrund sein, denn die dürfte bei Holz noch höher liegen.
Leider kenne ich keinen, der noch eine Koksheizung hat.
Aus finanzieller Hinsicht scheint Koks noch eine interessante Alternative zu sein. Dies Auskunft gab mir ein Ofenhersteller aus Nürnberg.
Jetzt würde ich gerne eure Meinung dazu hören.
Bitte keine Ideen, die in die Richtung Komplettsanierung/ Isolierung abzielen. Mit diesen Rechenbeispielen hab ich mich schon Jahre hindurch beschäftigt, sie sind für uns keine Alternative.
Ich persöhnlich gehe davon aus das Haus noch 15 -20 Jahre zu behalten und dann zu verkaufen. Das bedeutet das ich den Grundstückspreis bekomme und nichts für das Haus. Egal, ob ich es jetzt vermeintlich modernisiere, der Wert wird kaum steigen.
Es dreht sich also nur um eine günstige Heizungsanlage !
Tschüss Jens

Hallo Jens

Fakt ist nun mal das du Geld zum Fenster raus wirfst durch zu viel Ölverbrauch.
Ein Grund dafür ist bei dem Alter des Hauses ein Heizungsanlage die um einige KW überdimensioniert ist

-> Abhilfe durch Heizlastberechnung DIN EN 12831 somit wird der tatsächliche KW-Bedarf errechnet

Wie sieht´s mit den Heizungsrohren aus, sind die gedämmt?

-> Abhilfe mit etwas Geldeinsatz der sich aber sehr bezahlt macht, vor allem bei Rohren in unbeheizten Räumen. Sparfaktor durch Eigenleistung

Die willst also einen Festbrennstoffkessel. Der allein riecht nicht, zusätzlich benötigst du einen Pufferspeicher und den nötigen Platz dafür natürlich auch.

Beste und günstigste Alternative wäre wahrscheinlich bei dir ein Ölbrennwertkessel. Aber kommt auch auf die Anlagenkomponenten an.

Verfügt deine Heizungsanlage über eine witterungsgeführte Reglung?

-> Die ist ein Muss (Stichwort EnEV)! sonst kann deine Anlage ja nur Öl vernichten.

Wurde regelmäßig eine Jahreswartung durchgeführt?

-> Solltest du durchführen lassen! Verschmutze Kessel sind Energiefresser. Eine 2mm Rußschischt erhöht die Abgastemperatur an die 40°C, Heizöl somit in die Luft gebalsen; dafür ist es doch zu teuer.

Sind die Thermostatköpfe noch Steinzeitausführungen?

-> Diese Ersetzen und Energie einsparen

Du hast wahrscheinlich eine offene Anlage, nur eine Vermutung wegen den von dir genannten dicken Rohren (großes Gefäß auf Dachboden mit Überlauf)

-> Umstellen auf geschlossenes System, denn eine offene Anlage versorgt sich ständig mit Sauerstoff, das tut den Stahlrohren nicht so gut.

Lass dich mal ordentlich von einem Fachmann beraten, wird sich schon eine Lösung finden lassen.

Hoffe das hat dir etwas weiter geholfen?
Schönen Abend noch :wink:

Gruß
Nelsont

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Hallo!

Ich habe ähnliche Probleme.
Auch ein altes grosses Haus, was im Jahr so 4-5000 Ltr. Öl vernichtet.
Eine ordentliche Wärmedämmung ist unfinanzierbar, da könnte ich ein neues Haus dafür bauen.
Früher war Kohle- Zentralheizung drin.
dann wurde auf Öl umgestellt.

Da wegen der Kohleheizung viele und grössere Heizkörper vorhanden sind,
hab ich nun erstmal die Kesseltemp. (Heizkurve) bis auf das geringstmögliche gesenkt.
Das reicht trotzdem noch völlig zum wohlfühlen aus.
Dann im Sommer den Kessel täglich nur eine Stunde für das Warmwasser laufen lassen.
Ehrlich gesagt, wurde der Kessel vom Fachmann nicht sparsam eingestellt.
Da hab ich noch viel Einsparpotential.

In Zukunft denke ich aber, dass auch irgendwann mal wieder mit Kohle geheizt werden wird,
weil das Öl noch viel teurer werden wird.
Holz sehe ich als nicht sinnvoll, wenn man nicht gerade einen eigenen Wald hat.
Bei und in Sachsen ist das mit der Kohle kein Problem,
die bekommt man günstig aus CZ.

Grüße, Steffen!

Hallo,

Bei und in Sachsen ist das mit der Kohle kein Problem,
die bekommt man günstig aus CZ.

Die Kohle ist aber von ziemlich geringem Heizwert und verzaubert (versottet) dir den Schornstein. Schaue dir also sehr genau dein Brennmaterial an. Und übrigens, die Tschechenkohle gibts so billig nun auch wieder nicht, immerhin karrt man das Zeug einige Kilometerchen zu uns rüber…

Gruß
André

Hallo Andre!

Ja, ich weiss, dass die Kohle minderwertig ist.
Die ist auch stark schwefelhaltig, und neigt sogar zur Selbstentzündung im Keller.

Ich hatte eigentlich auch mehr an Koks gedacht,
da weiss ich aber nicht, was es da so gibt.
Transportweg ist bis zu mir sicher nicht weiter als deutsche Kohle, behaupte ich mal. Ehr kürzer.

Übrigens, früher im Osten gab es BHT-Koks. (Braunkohlen-Hochtemperaturkoks)
Das war ein absoluter Brenstoff,
der hatte einen guten Heizwert, und war leichter zu zünden wie der normale Koks. Hat sehr wenig Asche erzeugt, und auch sonst hatte das Zeugs gute Brenneigenschaften.
Leider gibt es den Koks nicht mehr.
Jedenfalls ist mir keine Bezugsquelle bekannt.

Grüße, Steffen!

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Habt vielen Dank für eure Antworten.
So wie ich das sehe, werde ich mich für einen Feststoffbrennkessel
Koks/Holz entscheiden.
Mir wurde für die gesamte Anlage,Kessel, Puffer, Speicher ein Preis von 5000 Euronen genannt.
Wenn ich die Ölheizung umstelle, werd ich mindestens das Gleiche bezahlen. Öltanks müssen auch erneuert werden.
So wie ich das lese, gibt es eigentlich keinen Grund der gegen die Koksheizung spricht.
Wundert mich einfach, da doch einige auf Holzvergaser und Pelletöfen umstellen. Die sind doch noch teurer.