Unsere Zwergpalme ist inzwischen ca 25 Jahre alt bei ca 60 cm Stammhöhe. Der Topfdurchmesser ist 50 cm und muss dringend umgetopft werden. Leider ist die Topfgröße damit am Limit.
Frage 1: darf der Wurzelstock beschnitten werden?
Frage 2: dürfen die seitlichen Austriebe (sind lt. Internet bei Zwergpalmen normal) ganz oder teilweise entfernt werden?
Gruß Kurt
Hallo,
das Wurzelwerk darf um maximal 1/3 reduziert werden aber: Sollten dabei wunden entstehen, welche Bleistiftstärke erreichen, sicherheitshalber nach dem Umtopfen mit Aliette (von Bayer oder Celaflor) angießen.
Die Seitentriebe können Stammnah entfernt werden. Sollten Wunden größer als ein Euro-Stück entstehen, unbedingt verschließen.
Für die Zukunft: Beim Düngen auf einen geringen Stickstoff und Phosphor Wert achten. Aus Erfahrung macht sich in so einem Fall handelsüblicher Bonsaidünger recht gut.
Bei Rückfragen bitte direkt mein Profil anmmailen.
Grüße
Schlüser
Sollten Wunden größer als ein Euro-Stück entstehen, unbedingt verschließen.
Das hat sich aber mittlerweile und schon seit längerem erübrigt und wird auch von Baumchirurgen nicht mehr angewandt, da sich unter Lacbalsam o.ä. munter Bakterien und Pilze vermehren können. Bei Indoor-Pflanzen halte ich diese Wundverschlüsse für absolut unnötig und verwende sie seit Jahren nicht mehr, die Kallusbildung setzt bei den meisten Pflanzen sehr schnell ein. Zur Vorbeugung reicht ein Auftrag aus Holzkohlenpuder oder Zimt.
Gruß
Horst
Hallo,
erübrigt sich bei der Verwendung von Wund-Balsam von Celaflor (enthält 10 g / kg Thiabendazol als Fungizid). Klar ist das Thema umstritten ob Wunden verschließen oder nicht. Gerade bei stark „blutenden“ Pflanzen würde ich aus beruflicher Erfahrung dennoch entsprechende Wunden verschließen.
Grüße
Schlüser
Zur Info: die Palme steht im Sommer im Freien und im Winter im „kalten Wintergarten“. Seit ich die Auffangschale unter dem Topf entfernte wachsen die Wurzeln nicht mehr unten aus dem Topf, sondern heben den gesamten Wurzelballen einfach hoch.
Danke an die Autoren.
Kurt