Umweltbank in nÜRNBERG

Moin,

hab neulich mal da gekuckt: http://www.umweltbank.de, die scheinen ja eigentlich fast ganz normale Zinsen zu zahlen und diese Windfonds usw hören sich ja auch erstmal ganz sympathisch an.
Da steht, daß die ein Eigenkapital von 25 Mio € haben und 5000 Kunden (wohl eher winzig?).

Kann man denen seine Kohle anvertrauen?

fragt sich

Chris

Moin,

hab neulich mal da gekuckt: http://www.umweltbank.de, die
scheinen ja eigentlich fast ganz normale Zinsen zu zahlen und
diese Windfonds usw hören sich ja auch erstmal ganz
sympathisch an.
Da steht, daß die ein Eigenkapital von 25 Mio € haben und 5000
Kunden (wohl eher winzig?).

Kann man denen seine Kohle anvertrauen?

Wenn Du bezüglich der Sicherheit Deiner Einlagen näheres wissen willst, kannst Du ja mal bei der Umweltbank selber anfragen, ob und in welchem Einlagensicherungsfonds sie Mitglied ist und in welcher Höhe bzw. zu welchen Bedingungen Deine Einlagen gesichert sind.
Beim Bundesverband deutscher Banken habe ich auf den ersten Blick unter „Umweltbank“ nichts gefunden; vermutlich sind sie also nicht Mitglied in diesem Einlagensicherungsfonds. Aber es gibt ja noch andere…

Bezüglich der Anlage in Beteiligungen (z. B. Windfonds): Jede Beteiligung ist schon „ein Risiko an sich“. Die ganze Beteiligung müsste genau unter die Lupe genommen werden (z. B.: Sind die dort getroffenen Annahmen realistisch? Wie ist die Kostenstruktur?). Und selbst bei positiver Beurteilung kannst Du immer noch nicht sicher sein, ob Du mit dieser Beteiligung nicht einen Teil- bis Totalverlust machst.
Die Sicherheit der Beteiligung ist also nicht unbedingt an die Sicherheit der Umweltbank geknüpft.

Gruß vom Wolf

Hi,

diese Windfonds usw hören sich ja auch erstmal ganz
sympathisch an.

ich würde davon die Finger lassen. Diese Fonds hängen am Tropf der Regierung: Wie lange welche Windanlagen wie stark noch gefördert werden, ist Glückssache. Für viele Banken sind Windenergieunternehmen aus diesem Grunde nicht mehr kreditwürdig.

Gruß,
Christian

ich würde davon die Finger lassen. Diese Fonds hängen am Tropf
der Regierung: Wie lange welche Windanlagen wie stark noch
gefördert werden, ist Glückssache.

Und es geht sogar noch weiter: Inzwischen sind auf dem Festland alle 1A-Standorte bebaut und die Ausbeute jetzt erst gebauter Anlagen wird daher deutlich schlechter sein. Für Offshore-Anlagen gibt es noch nicht geklärte rechtliche Fragen und insbesondere technische Probleme. Es ist noch überhaupt nicht bekannt, wie lange eine Anlage dort überhaupt funktionsfähig sein wird. Zudem ist Wartung aufgrund der besonderen Lage der Anlagen extrem teuer und aufwändig.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Frage der Versicherung. Die Tarife steigen offenbar momentan massiv und ohne teuere Wartungsverträge und 7/24-Überwachungssysteme weiß man kaum noch eine Versicherung zu finden, nachdem in den letzten Jahren zunehmend sehr teuere Versicherungsfälle mit nicht ausreichend gewarteten und nicht mehr ganz jungen Anlagen aufgetreten sind. Hierbei belegen die Zahlen, dass die von den Herstellern prognostizierten Lebenserwartungen zum Teil deutlich unterschritten werden. Eine nicht ganz kleine Zahl von Betreibern mit wenigen Anlagen sitzen daher zwischen allen Stühlen, da sie die Forderungen der Versicherungswirtschaft aus finanziellen Gründen einerseits nicht erfüllen können, andererseits mit Millionenbeträgen in der Finanzierung der Anlagen stecken, die sich in der Gefahr befinden frühzeitig auszufallen.

Dies sind übrigens alles Punkte, die ich böser Skeptiker einem führenden Mann aus dem Bundesverband der Windmüller nach einem natürlich sehr positiven Vortrag über Investitionen in entsprechende Anlagen entlockt habe.

Gruß vom Wiz