Hi,
ein in vielen weiteren Dingen unangenehmes Umzugsunternehmen hat meinen Restumzug gemacht, wobei ich den beiden Trägern erklärt habe, wie sie eine Plastik von mir transportieren sollen, nämlich mit der Rückwand nach unten - und sie auch so im Auto unterzubringen. Danach habe ich die Plastik zum Schutz in eine Möbeldecke lose gepackt. Mit dem Erfolg: Bei einer der Figuren war ein Arm an einer Ecke abgeknickt, als ich sie wieder auspackte (eindeutiger Tragefehler). Nun behauptet die Chefin der Spedition, dass wiederum ihre Versicherung von mir den Nachweis verlangt , dass die beiden Träger vorher bestätigt hätten, dass die Arbeit unbeschädigt ist. Wie soll ich das „beweisen“? Mit denen gab es nur Ärger, beide schrien sich untereinander ständig an und sie behaupten jetzt, sie hätten nichts vorher gesehen.
Morgen kommt erstaunlicherweise die Chefin des Umzugsunternehmens (und nicht, wie zunächst angekündigt, der Vertreter ihrer Versicherung), um sich den Schaden anzugucken…
Die Plastik ist immerhin EUR 1.200 wert (Kann über Ausstellungspreisliste von 1998 nachgewiesen werden)…
Wie muss ich vorgehen, damit ich den Schaden erstattet bekomme?
Dank & Gruß
Anja
Hallo Anja,
gewöhnlich muss die Versicherung nachweisen, dass der Schaden schon vorher war. Von daher würde ich zunächst einmal nur den Schaden an sich zeigen… ggf. direkt an die Versicherung herantreten.
Gruß
Marco
Hallo,
sorry, aber die Versicherung muss gar nichts nachweisen. Hier geht es um ein Verschulden der beiden Möbelträger: Und denen muss der Geschädigte, also in dem Fall die Anja, das Verschulden nachweisen (Verschuldenshaftung)…
Gruß Matthias
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Hallo Matthias,
vielleicht etwas weich ausgedrückt:
Die Schilderung klingt für mich eher danach, dass Hinweispflichten etc. durch den Geschädigten eingehalten wurden. Wenn die Versicherung nun sich ihrerseits entlasten will, dann muss sie den Gegenbeweis bringen. Und die beiden Möbelträger können sich nur an nichts erinnern. Das wäre aber keine Entlastung, oder?
Fragende Grüße
Marco
@marco & Matthias
Hi,
die Chefin des Umzugsunternehmens war heute da und war ein Ausbund an Rechtfertigungen und je nach Gesprächslage variierender Argumentationen… Ich habe den Eindruck gewonnen, dass der Umzug gar nicht versichert war und sie jetzt versucht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, indem sie wiederum mir ständig irgendwelchen abstrusen Versäumnisse unterstellt.
Habe heute mit einem Bekannten, Geschäftsführer einer Filiale eines Kunsttransport-Unternehmens, gesprochen. Ich muss gar nichts nachweisen, sagt er, die Umzugsfirma muss beweisen, dass die Plastik vorher schon kaputt war…
Mal sehen, wie es weiter geht (und wenn es interessant wird, werde ich berichten…).
Gruß,
Anja