Umzug mit Kindern

Hi zusammen.
Z.Zt. macht uns eine Frage sehr zu schaffen: Wohnort A oder B? In A sind wir nun seit dem STudium, nun ca. 12 Jahre. Meine Frau kommt aus B, dort hat sie Familie, wir verstehen uns mit ihnen sehr gut, sehen uns häufig. Meine Familie ist weiter weg.

Wir haben 2 Kinder, 5 und 1 Jahr(e) alt. Die Wohnung wurde zu klein, wir haben uns ein Reihenhäuschen in A gesucht, selber Sprengel des Kindergartens, unserem Sohn und uns zuliebe. Nur sind wir hier auf uns gestellt mit den Kids etc. Und ich selbst bin sehr viel am arbeiten (weder in A noch B, also Pendler).

Nun hat sich in B eine sehr interessantes Kaufobjekt angeboten und wir sind am Grübeln, ob wir hier zugreifen und unserer liebgewordenen Kleinstatdt Lebewohl sagen.

Nun stehen wir kurz vor dem Auszug aus unserer Wohnung, in das Haus, was wir nun einige Zeit lang hergerichtet haben und evtl. schon wieder auf dem Sprung zur nächsten Veränderung. Vielleicht noch vor der Einschulung unseres Großen.

Wir wissen heute nicht, ob wir langfristig in A bleiben können, v.a. aus beruflichen Gründen. Die Stadt B ist nicht so attraktiv, hat aber den Vorteil der Familien-Nähe, auf der anderen Seite würde der Kauf des Hauses (finanzierbar wäre es) uns ein weiteres Jahr Zeit und Nerven kosten. Unser Sohn ist schon jetzt von diesen Besuchen bei Sanitär, Fliesen, Boden, Baumarkt, etc. total genervt und auch, weil wir nur wenig Zeit für ihn haben.

Vielleicht gibt es hier ja Leute, die vor ähnlichen Problemen standen und können davon berichten oder vielleicht ein paar Entscheidungsstützen / -hilfen geben. Wir sind echt hin- und hergerissen…

danke und beste grüße
marcus

Hallo,

generell haben wir die Erfahrung in unserem Bekanntenkreis gemacht, dass es für alle sehr vorteilhaft war, in der Nähe der Eltern zu wohnen und da, so fern die Eltern einen gerne unterstützen, diese auch wahr zu nehmen. Das kann insbesondere dann sehr vorteilhaft werden, wenn beide Eltern arbeiten müssen/möchten oder aber nur mal einen Tag im Monat für sich als Paar haben möchten.

Ich würde es auch davon abhängig machen, wie viele Kontakte Deine Frau bereits am neuen Wohnort hat bzw. aktivieren kann. aber gerade über SChule und Kindergarten ist das wohl meistens kein Problem.

Ach ja, was noch nicht zu unterschätzen ist, …das soziale Umfeld. Welchen Ruf hat der potentielle neue Wohnort? Ist es das gleiche Bundesland? Ist es der gleiche Kreis? Wie sieht es mit der Bildung etc. aus… Spreche hier aus Erfahrung mit dem Rhein-Main-Gebiet. Wohnt man in Offenbach ist das für Bewerbungen etc. so gut wie ein ko-Kriterium im gleichen Kreis gibt es auch mehrer Probleme mit Schulen etc. während im angrenzenden Kreis Darmstadt dem ganzen ein anderer positiver Ruf anhängt.

Hallo marcus,

obwohl wir ein sehr gutes Verhälnis zu unseren Eltern haben, muß ich
ehrlich sagen eine gewissen örtliche Distanz ist mir sehr lieb.

Bei uns sind das ca 45 Minuten Autofahrt, das ist nah genug um zu helfen wenn Not am Mann ist aber zu weit für mal eben auf’n Plausch vorbeizuschauen.

Wenn ich mir unsere Freunde so anschaue, dann ist die örtliche Nähe und die Möglichkeit eines ümmesonst Babysitters manchmal teuer erkauft.

Gruß
Stefan

hi stefan,

danke für deine meinung. mir ging es letztlich mehr um die perspektive des kinds - ist der umzug im alter von 5 jahren oder von 9 jahren unterschiedlich schlimm… unser großer ist sehr gerne bei oma und cousain. aber nun hat sich die aktuelle situation erstmal gelegt und das thema bleibt latent im hintergund vorhanden.

weitere meinungen sind aber auch jetzt gerne gesehen…

gruß
marcus

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hallo alexandra,

das mit dem ruf ist ein punkt, den wir bislang nicht bedacht haben. die kleinstadt in der wir jetzt wohnen gilt trotz uni als provinz, die andere stadt als reich, progressiv und liberal (für bayerische verhältnisse - so weit man das hier sein kann :wink:).

das mit den kontakten ist so ein punkt: meine freundin verlässt sich lieber auf die familie als auf die freunde - aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich das ja auch noch ein wenig weiter. leider muss ich sagen, dass nach ende des studiums viel von unserem persönlichen umfeld weggebrochen ist. über die kiddies hat sich ein neues umfeld entwickelt. und trotzdem leben wir in unserer kleinstadt nicht in der welt der kleinstadt sondern in der parallelwelt der zugereisten hängengebliebenen. was eigentlich ganz schön ist, denn unter diesen gibt es keine familienfehden über mehrere generationen oder alte seilschaften. nur steht man in manchen bereichen einfach außen vor…

schöne grüße
marcus

Hallo,

generell haben wir die Erfahrung in unserem Bekanntenkreis
gemacht, dass es für alle sehr vorteilhaft war, in der Nähe
der Eltern zu wohnen und da, so fern die Eltern einen gerne
unterstützen, diese auch wahr zu nehmen. Das kann insbesondere
dann sehr vorteilhaft werden, wenn beide Eltern arbeiten
müssen/möchten oder aber nur mal einen Tag im Monat für sich
als Paar haben möchten.

Ich würde es auch davon abhängig machen, wie viele Kontakte
Deine Frau bereits am neuen Wohnort hat bzw. aktivieren kann.
aber gerade über SChule und Kindergarten ist das wohl meistens
kein Problem.

Ach ja, was noch nicht zu unterschätzen ist, …das soziale
Umfeld. Welchen Ruf hat der potentielle neue Wohnort? Ist es
das gleiche Bundesland? Ist es der gleiche Kreis? Wie sieht es
mit der Bildung etc. aus… Spreche hier aus Erfahrung mit
dem Rhein-Main-Gebiet. Wohnt man in Offenbach ist das für
Bewerbungen etc. so gut wie ein ko-Kriterium im gleichen Kreis
gibt es auch mehrer Probleme mit Schulen etc. während im
angrenzenden Kreis Darmstadt dem ganzen ein anderer positiver
Ruf anhängt.

Hallo Marcus,
zur Zeit stehe ich vor einem ähnlichen Problem,wie ihr,aber ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten.Als alleinerziehende Mutter dreier Kinder,mußte ich schon zwei Mal umziehen und habe festgestellt:Je jünger die Kinder sind,umso unkomplizierter ist für sie ein Ortswechsel.Zumal sich sowieso eine Veränderung anbahnte:frowning:Kindergarteneintritt,Schulwechsel oder Schulstart) Im Januar ziehe ich erneut um,zu meinem Partner-mitten in die Pampa ! Und das,obwohl ich geborener Großstadtmensch bin.Die Kinder,die zwar älter als eure sind,freuen sich sehr darauf,obwohl sie von den ständigen Baumarktbesuchen super genervt sind.Manchmal lasse ich sie etwas Wichtiges für ihr Zimmer suchen,oder den Kleinen etwas tragen,was viiiiiiiel zu schwer ist !(Grins !) Wenn ich sie mit einbeziehe,langweilen sie sich nicht so schnell,aber leider geht das auch nicht immer und euer Kleiner ist wohl noch zu jung.Da erweist sich doch die Familie deiner Freundin als hilfreich.Über soziale Kontakte hast du ja genug Antworten bekommen,Schule und Kindergarten sorgen praktisch wie Selbstläufer für solche.Meinen/unseren Umzug sehe ich als „Neustart“ im Leben und trotz einiger Bedenken,wage ich diesen Schritt.„Wer nichts wagt,der nichts gewinnt“,lautet mein Motto,ich denke,dass Wohnort B eine Bereicherung für euch sein wird.Klar hat man so seine Zweifel,aber die sind schließlich dafür da,um beseitigt zu werden,oder ?Liebe Grüße Bea