Zunaechst einmal vielen Dank an alle, die mir hier so viele Vorschlaege gemacht haben!
Ich habe schon wieder ein Problem (Ihr koennt Euch schon einmal an mich gewoehnen, ich bin gerade daran, meinen Roman zu ueberarbeiten, und da gibt es doch recht viel, was meine Korrekturleser moniert haben…)
Also:
In solchen Situationen verfluchte er sein Schicksal, mit dem er
sich eigentlich abgefunden zu haben geglaubt hatte.
Das ist zwar grammatikalisch korrekt, aber es klingt furchtbar gestelzt. Nun faellt mit aber partout kein besserer Satz ein, der ausdrueckt, dass er glaubt, sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben, aber immer wieder darauf aufmerksam gemacht wird, dass er sich selbst beluegt.
langsam könntest Du mal ein paar Vokale in Deinen Namen einfügen, er schriebe sich leichter!
In solchen Situationen verfluchte er sein Schicksal, mit dem
er sich eigentlich abgefunden zu haben geglaubt hatte.
Vorschlag 1:
In solchen Situationen verfluchte er sein Schicksal, weil ihm (dabei) immer wieder bewußt wurde, daß er sich doch nicht damit abgefunden hatte.
Vorschlag 2:
In solchen Situationen wurde ihm immer wieder bewußt, daß er sich mit seinem (???traurigen/jämmerlichen/verfluchten???) Schicksal doch nicht abgefunden hatte.
In solchen Situationen verfluchte er sein Schicksal, mit dem
er sich eigentlich abgefunden zu haben geglaubt hatte.
Hallo, Gnlwth (wie z.T. spricht man sowas aus?),
obs besser ist, weiß ich nicht, ich würde so formulieren:
„Eigentlich glaubte er, sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben. Aber in solchen Situationen verfluchte er es.“
Grüße
Eckard
wenn man ein bisschen mehr über „er“ wüsste, -über seinen Umgang
mit sich selbst, über seine Art das Leben, und sich selbst
darin, wahrzunehmen, über seine Art und Weise darin zu agieren-
würde man einige Formulierungen, die überhaupt nicht zu „er“
passen, gar nicht erst vorschlagen. Das gleiche gilt für deine
Art wie du ihn bisher eingeführt hast, du hast ja anscheinend
eine auktoriale Erzählsituation gewählt, aber seine Funktion im
Roman ist noch unbekannt, ist er der Held (meine Vermutung) oder
Nebenfigur, ist er Sympathieträger oder soll es im weiteren
Verlauf werden, wie gut kennt der Leser ihn und sein Schicksal
bisher. Hunderterlei Fragen, die Fünfhundert und eine
Möglichkeit, die alle falsch sein können, eröffnen.
Zunaechst einmal an ALLE ein herzliches Dankeschoen!
Liebe Renate,
ich wuerde mich niemals ueber Verbesserungsvorschlaege aergern, ganz im Gegenteil (sonst wuerde ich auch hier nicht fragen): ich bin froh und dankbar fuer jede Kritik. Wenn ich sie fuer ungerechtfertigt halte, brauche ich sie ja nicht annehmen und kann mit einem Achselzucken darueber hinweg gehen. Und alles andere kann nur dazu beitragen, dass das Ergebnis meiner Bemuehungen besser wird.
Ich weiss, dass es sehr schwer ist, Saetze zu verbessern ohne den Kontext zu kennen. Deshalb bin ich Dir um so dankbarer, dass Du Dir so viel Muehe gemacht hast und Dir so viele Moeglichkeiten ausgedacht hast.
Ich habe mich jetzt dafuer entschieden (und noch eine Andeutung von Kontext dazu):
Eigentlich glaubte er, sich mit seinem Schicksal abgefunden zu
haben. Aber in solchen Situationen verfluchte er es.\
Das Exil hatte wirklich eine eigenartige Wirkung auf ihn; es machte ihm sein pers"onliches Ungl"uck pl"otzlich wieder sehr bewusst.\
Nichts von dem, was ihn jahrelang von der Gr"ubelei abgehalten
hatte und die Ungerechtigkeit, die ihm widerfahren war,
bedeutungslos hatte werden lassen, existierte noch: Kein
Reichtum, kein Luxus, keine Macht.\