Hallo,
habe mir vor ca. 2 Jahren ein Darlehen zur Immobilienfinanzierung aufgenommen. Die Zinsbindung läuft über 10 Jahre, ist also in fast 8 Jahren beendet.
Um mich dann vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, habe ich begonnen, einen monatlichen Betrag auf ein Tagesgeldkonto zu überweisen. Dies nur als „Sofortmaßnahme“, natürlich möchte ich eine sinnvollere Anlagmöglichkeit finden, die mehr Zinsen bringt.
Bevor ich mein Haus fand fragte ich meine Hausbank, ob die mir überhaupt einen Kredit gewähren würden (hatte kein Eigenkapital). Damals hieß es, es sei möglich mit meinem Einkommen ein Haus zu finanzieren, was sogar noch 25.000 Euro hätte teurer sein können als das, welches ich dann gekauft habe.
Ich solle auf jeden Fall erstmal einen Bausparvertrag abschließen, damit ich mir die VL meines Arbeitgebers noch für das laufende Jahr sichern sollte usw… blabla, und ich Rindvieh hab mich überreden lassen.
Als es aber so weit war, ließen sie mich im Stich, und ich habe dann überall Klinken geputzt bis ich schließlich von der Commerzbank eine Vollfinanzierung bekam. Natürlich nicht zu den besten Konditionen, aber ich hatte damals keine Wahl 
Jetzt laufen seit fast zwei Jahren lediglich die VL’s auf das Bausparkonto, ich zahle keine Beiträge darüber hinaus ein.
Der Bausparvertrag läuft über 20.000 Euro, die ich so ja nie erreiche.
Macht es überhaupt Sinn, da rein zu zahlen, damit ich nach 10 Jahren was „in der Hand habe“, oder soll ich lieber in was anderes investieren?
Kann mir jemand vielleicht sagen, wo man eine persönliche, vor allem unabhängige Beratung bekommen kann?
Wenn man von Bank zu Bank tingelt preist einem ja jeder nur sein Produkt als das beste an, klar. Aber wem glaubt man da, wenn man selber kaum Ahnung hat?
Wer kann mir einen persönlichen Finanzplan striken und mir sagen, welche Möglichkeit die beste für meine Bedürfnisse ist?
Bin dankbar für eure Ratschläge!
Viele Grüße
Martina
Hallo.
Die VL auf einen BSV anzulegen macht durchaus Sinn.
Besonders dann, wenn Du auch die Arbeitnehmersparzulage bekommst.
Nach 7 Jahren ist das eingezahlte Geld dann für alle Zwecke verfügbar.
Unter bestimmten Bedingungen bekommst du auch die Abschlußgebühr wieder.
Wer informiert unabhängig?
Das ist natürlich für Dich schwer zu erkennen.
Du solltest entweder jemanden kennen dem Du vertraust und der sich in Geldangelegenheiten gut auskennt, oder Du musst Dich selbst informieren.
Als Quellen hierfür kann ich (unter anderen)den Finanztest und die Zeitschrift Capital empfehlen.
Das bringt aber nur was, wenn Du dich wirlich dafür interessierst.
Falls Du konrete Fragen hast, bin ich gern bereit Dir weiterzuhelfen.
Dann schick mir bitte eine Mail.
mfg
Jürgen
Hallo Martina,
eine unabhängige Beratung zu bekommen ist schwer, vorallem
wenn die Person, egal ob nun Bank, Makler, Finanzberater
oder Vermögensberater dies behaupten. Üblicherweise leben
Sie von Provisionen(Abschlüsse) und nicht von der Beratung.
Eine unabhängige Beratung erhälst Du von Berater die auf Honorar-
basis arbeiten. Wobei die Guten üblicherweise mit einem
Stundenlohn von 100 Euro + Mwst anfangen.
Vorgehensweise bei einer solchen Beratung:
- Status Quo - Aufnahme
- Deine persönlichen Ziele
- Umsetzungmaßnahmen mit Vergleich von Anbietern
- Checkup und zurück zu 1.
Dafür sparst meist einige Euros, die anderen „Berater“ zahlst du
ja auch , nämlich durch die Provisionen.
Möchtest du mehr wissen, dann melde dich bei mir.
Grüße
Björn B.
hallo martina,
wende dich an die zuständige verbraucherzentrale.
die beraten unabhängig und die beratung ist preisgünstig.
strubbel
€:open_mouth:)
Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich denke, das mit der Verbraucherzentrale ist eine ganz
gute Idee.
Hab schon mal nachgesehen, die bieten das in meiner Nähe an, und das scheint dann tatsächlich unabhängig zu sein.
Ich will ja vor allem erst mal eine Analyse und Tips, WAS ich überhaupt machen kann/sollte. Und nicht BEI WEM ich was abschließen könnt, das kann ich dann immer noch prüfen.
Viele Grüße und Dankeschön
Martina
Hallo Martina,
von der Verbraucherzentrale rate ich ab. Eine Kundin von mir war der Meinung, sie habe Geld verloren in einem offenen Immobilienfonds, den ich vermittelte und ließ sich dort beraten. Und die haben ihr bestätigt, daß das Geld weg ist. Ich als Berater hätte sie auf die Risiken hinweisen müssen. Abgesehen davon, daß ich das auch gemacht hatte, haben die Verbraucherschützer nicht erkannt, daß der Fonds ausgeschüttet hat und gebührenfrei wiederangelegt. Was diese Beratung dort gekostet hat, habe ich leider nicht hinterfragt.
Und die Qualität des Beraters am Stundensatz zu messen ???
Finanzberatung ist wohl Vertrauenssache, also Bauchgefühl. Am Besten wenn Dir jemand Empfehlung geben kann.
Erfahrungsgemäß ist die Hausbank wohl kaum erste Wahl.
Die VL im Bausparvertrag war wohl kein Fehler. Schon eher die Bausparsumme. Aber diese Gebühren hast Du schon gezahlt und bekommst Du auch nicht wieder. Weitersparen mit den VL. Und falls in 10 Jahren die Zinsen für eine Anschlußfinanzierung hoch sein sollten, dann kannst Du kurz davor den Bausparvertrag noch auffüllen und das Darlehen nutzen.
Gedanken machen solltest Du Dir über die weiteren Sparmaßnahmen. Mit einem Berater. Und wenn Du willst auch mit mir.
Gruß
Boris