Hallo Herr Walther,
Grundsätzlich stimme ich mit vielen der hier von Frank
Hackenbruch getroffenen Aussagen überein, vor allem was die
Unabhängigkeit der gerichtlich zugelassenen
Versicherungsberater angeht. Widersprechen muss ich dem
Verfasser allerdings in der Frage der Beratungsqualität.
Im Gegensatz zu den Versicherungsvertretern oder
Versicherungsmaklern (die für die Ausübung Ihres Berufs
keinerlei Qualifikationen nachweisen müssen)
die anstehende Umsetzung der EU-Vermittler-Richtlinie sollte da ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.
Eine fachlich fundierte Ausbildung als verbindliche Voraussetzung für „Versicherungsberatung und -vermittlung“ wäre wünschenswert.
wird die
Zulassung zur Versicherungsberatung durch den
Landgerichtspräsidenten nur nach einer umfangreichen
Sachkundeprüfung erteilt.
Und das ist gut so, da sind wir uns sicher einig.
Wer sich an einen gerichtlich
zugelassenen Versicherungsberater wendet, kann sicher sein,
dass er einen sachkundigen Rat jenseits von Verkaufsdruck oder
Provisionsinteressen erhält.
Und genau hierüber ließe sich sicherlich trefflich diskutieren. Eine vorhandene Fachkunde allein heißt noch nicht, dass eben diese Fachkunde auch vom Berater zwingend angewendet wird.
Ich stimme gerne zu, dass Versicherungs- und/oder RentenBERATER vom Grundsatz her mit die besten Voraussetzungen für eine objektive, unabhängige und fachlich fundierte Beratung ausgestattet sind. Und ich nehme weiter auch erst einmal an, dass ein jeder der genannten Berater dies auch umsetzt.
Einzig die Realität zeigt immer wieder, dass (in diesem Fall leider) Verallgemeinerungen nicht zulässig sind. Denn wie in jedem anderen Berufszweig auch, gibt es auch hier „solche und solche“.
Wenigstens läßt sich aber - und da sind wir uns sicher wieder einig - festhalten: je höher die Qualifikation, desto niedriger die „Schundrate“.
Zugegeben: Sachkundig kann der Rat eines Maklers auch sein,
aber „ohne Provisionsinteressen“ ist m.E. ausgeschlossen.
Im Übrigen sind Rentenberater das Äquivalent zum
Versicherungsberater im Bereich der gesetzlichen
Versicherungssysteme (und damit auch für die Gesetzliche
Krankenversicherung)
Freundliche Grüße
Kai Walther
gerichtlich zugelassener Versicherungsberater
Da das geschriebene Wort sehr viel leichter missgedeutet werden kann als das persönlich gesprochene, hoffe ich an dieser Stelle ausdrücklich, dass meine Äußerungen nicht als - wie auch immer gearteter - persönlicher Angriff missverstanden werden. Dies nur, damit hier nicht wieder eine der auch in diesem Forum ebenso häufigen wie überflüssigen „Endlos-Diskussionen“ beginnt.
Viele Grüße
Frank Hackenbruch